Barbara Karlich war erster Gast in "Hinter den Schlagzeilen"

Barbara Karlich: Leben geht auch ohne eigenen Talk weiter

Donnerstag, 08. Januar 2026 | 10:49 Uhr

Von: apa

Barbara Karlich hat der Abschied von ihrem “Talk um 4” (früher: “Barbara Karlich Show”) nicht kalt gelassen. Gegen Ende des Jahres, als die letzten Sendungen ausgestrahlt wurden, habe sie das “schon ein bisschen gedrückt”, sagte sie am Mittwochnachmittag im neuen ORF-Talk “Hinter den Schlagzeilen” bei Patrick Budgen. Das Leben gehe aber auch ohne eigene Talksendung weiter, freute sie sich auf ihre neue Aufgabe – die Moderation von “Studio 2”, wobei sie am Mittwoch debütierte.

“Hinter den Schlagzeilen” (ab 16.20 Uhr) löste als neuer werktäglicher ORF-Talk trotz anderer Ausrichtung am Sendeplatz gewissermaßen den längeren, bereits um 16 Uhr startenden “Talk um 4” von Karlich ab. Die Premiere stieß auf reges Interesse: 200.000 Zuseherinnen und Zuseher verfolgten, wie Budgen “Talkqueen” Karlich für 30 Minuten interviewte. Der Marktanteil lag bei 21 Prozent. Karlichs “Talk um 4” lockte im Vorjahr im Schnitt ab 16 Uhr 131.000 Zuseherinnen und Zuseher (15 Prozent Marktanteil) an.

“Wenn man gibt, kriegt man auch”

Generell freue sie sich sehr für Budgen und “Hinter den Schlagzeilen”, sagte Karlich. Sie sei ihr ganzes Leben lang gut mit Kollegialität gefahren. “Wenn man gibt, kriegt man auch”, meinte sie.

Weniger zufrieden ist sie mit ihrer Entscheidung, speziell zu Beginn ihrer Karriere als Moderatorin viel über Privatleben preiszugeben. “Rückblickend muss ich sagen, war es ein bisschen zu viel, was ich offenbart habe.” Sie habe gedacht, da Studiogäste ihr Innerstes bei ihr nach außen stülpen würden, müsse sie das auch tun. “Heute würde man junge Moderatoren wohl anders beraten”, so Karlich. Aber: “Vielleicht hat das auch meinen Erfolg ausgemacht, weil ich mein Herz auf der Zunge getragen habe und so viel von mir preisgegeben habe. Ich habe gezeigt, ich bin eine Moderatorin mit Ecken und Kanten”, überlegte sie.

Neue Rubrik “Bei uns in Wien heute”

Mit Budgens neuer Aufgabe bei “Hinter den Schlagzeilen” ist der samstägliche Talk “Bei Budgen” im Rahmen von “Wien heute” Geschichte. Auf die Rubrik folgt “Bei uns in Wien heute”, die Einblicke hinter die Kulissen der Bundeshauptstadt geben soll, wie in einer Aussendung mitgeteilt wurde. So werden Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von u.a. Kulturinstitutionen, Blaulichtorganisationen oder auch der Bezirkspolitik über das Gestalten und Funktionieren der Stadt geführt. Den Anfang als Gast macht am Samstag Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl.

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