Essyla will für Belgien den zweiten Sieg in der ESC-Geschichte holen

Belgien schickt ESC-Kandidatin Essyla

Mittwoch, 15. April 2026 | 08:00 Uhr

Von: apa

Belgien geht beim 70. Song Contest in Wien mit der Sängerin Essyla und ihrem Song “Dancing on the Ice” ins Rennen. Die als Alice Van Eesbeeck geborene Künstlerin – ihr Pseudonym Essyla leitet sich vom rückwärts gesprochenen Vornamen ab – ist für das 1. Halbfinale am 12. Mai in der Wiener Stadthalle fix gesetzt. Ihre Electro-Pop-Nummer versteht sich gerade in einer eher düsteren Gegenwart als Hymne an die Entschlossenheit und den Optimismus der Jugend.

Essyla, Jahrgang 1997, stammt aus Perwez in der französischsprachigen Provinz Wallonisch-Brabant und gründete schon in jungen Jahren eine Band. Aufgewachsen mit französischen Chansons, ließ sich die Musikerin auch von Größen des Jazz, Folk, Rock und Funk beeinflussen und prägen. Zusätzlich besuchte sie die renommierte Musikhochschule IMEP (Institut supérieur de Musique et de Pédagogie) in Namur.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Essyla bekannt, als sie 2021 das Finale der neunten Staffel der TV-Show “The Voice Belgique” erreichte. Zwei Jahre später veröffentlichte die Künstlerin ihre ersten Singles “Let You Go” und “Not My Kind of Dude”. Im selben Jahr kam ihre EP “I’ll be ok” auf den Markt. Am 19. Februar gab der frankofone öffentlich-rechtliche Sender RTBF nun die Entsendung Essylas zum Megaevent nach Wien bekannt.

Belgiens ESC-Geschichte

Belgien ist ein wahrer ESC-Veteran, war es doch eines von sieben Ländern, die 1956 bei der ersten Ausgabe des Song Contests teilgenommen haben. Heuer steht der insgesamt 66. Antritt des Königreichs an. Trotz seiner langen Geschichte als Mitglied der Song-Contest-Family konnte das Land jedoch erst ein einziges Mal den Sieg davontragen. Dies gelang der Sängerin Sandra Kim vor genau 40 Jahren, als sie mit dem Titel “J’aime la vie” im norwegischen Bergen triumphierte.

Der Beneluxstaat mag bei dem internationalen Gesangswettbewerb nicht viele Siege verbucht haben, schaffte es dafür aber sehr oft unter die besten Zehn. In der jüngeren Vergangenheit hatten die Belgier aber einen schweren Stand. So konnte man sich seit 2006 – also in den vergangenen 20 Jahren – nur acht Mal für das Finale qualifizieren. Zuletzt gelang dies 2023, als Gustaph mit “Because of You” den respektablen 7. Platz schaffte. Nun versucht Belgien, mit “Dancing on the Ice” von Essyla die zuletzt zweijährige Finalabstinenz wieder zu durchbrechen.

Die größten Erfolge Belgiens:

Platz 1

1986

Sandra Kim “J’aime La Vie”

Platz 2

2003

Urban Trad “Sanomi “

Platz 4

1966

Tonia “Un peu de poivre, un peu de sel”

Platz 4

1982

Stella “Si tu aimes ma musique”

Platz 4

2015

Loïc Nottet “Rhythm Inside”

Platz 4

2017

Blanche “City Lights”

(S E R V I C E – www.eurovision.com/eurovision-song-contest/vienna-2026/all-participants/essyla/ )

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