Ochsenknecht muss wieder in Innsbruck vor Gericht

Beschwerde erfolgreich, Ochsenknecht-Prozess in Innsbruck

Mittwoch, 08. Juli 2026 | 15:31 Uhr

Von: apa

Für den deutschen Schauspieler und Musiker Jimi Blue Ochsenknecht ist die Justiz-Causa rund um eine nicht bezahlte Hotelrechnung in Höhe von rund 14.000 Euro doch noch nicht ausgestanden. Das Oberlandesgericht Innsbruck gab nämlich einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die diversionelle Erledigung des Strafverfahrens statt, wurde am Mittwoch mitgeteilt. Der Prozess in Innsbruck muss daher fortgesetzt werden.

Dagegen sei kein Rechtsmittel mehr zulässig, hieß es. Ein Prozesstermin stand vorerst noch nicht fest. Der Betrugsprozess gegen den 34-jährigen Sohn von Schauspiellegende Uwe Ochsenknecht war im August 2025 am Landesgericht Innsbruck diversionell gegen eine auferlegte Zahlung einer Geldbuße über 18.000 Euro erledigt worden. Ochsenknecht bezahlte daraufhin das Geld in Raten. Letztlich erfolgte der Beschluss auf Einstellung des Verfahrens durch das Gericht. Dagegen erhob die Anklagebehörde Beschwerde, die nunmehr erfolgreich war.

Offenbar mangelndes Unrechtsbewusstsein

Der Richtersenat des Oberlandesgerichts Innsbruck entschied, dass die Verantwortung des Angeklagten und die geleistete Schadensgutmachung “nicht ausreichen, um daraus eine von Unrechtsbewusstsein getragene Verantwortungsübernahme abzuleiten”, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme. Das heißt: Dem Deutschen wurde offenbar “mangelndes Unrechtsbewusstsein” attestiert, wie ein OLG-Sprecher gegenüber der APA bestätigte. Eine solche Verantwortungsübernahme sei jedenfalls “Anwendungsvoraussetzung für die Einstellung des Strafverfahrens im Wege der Diversion”, verlautete es aus dem OLG Innsbruck. Es reichte dem Senat daher nicht aus, dass die Geldbuße bezahlt wurde.

Der Reality-TV-Star soll – nach einer mehrtägigen Geburtstagsfeier im Jahr 2021 – eine Rechnung bei einem Tiroler Hotel in der Höhe von knapp 14.000 Euro nicht bezahlt haben. Ochsenknecht hatte sich bei der Verhandlung in Innsbruck geständig gezeigt: “Ich will die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich nicht bezahlt habe”, sagte er vor Gericht. Zuvor war der Deutsche im Juni 2025 über einen europäischen Haftbefehl in Hamburg festgenommen worden, anschließend bezahlte er die offene Hotelrechnung. Ochsenknecht kam jedoch in Auslieferungshaft und wurde nach Innsbruck überstellt. Dort wurde zwar die Untersuchungshaft über ihn verhängt. Der Schauspieler wurde jedoch gegen eine Kaution in Höhe von 15.000 Euro und unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Dem mit dem Kinderfilm “Die Wilden Kerle” bekannt gewordenen Deutschen drohten bei einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft.

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