So sehen erfahrene ESC-Ninjas aus: Vanilla Ninja am Start für Estland

ESC-erfahrenes Trio Vanilla Ninja für Estland

Dienstag, 14. April 2026 | 08:06 Uhr

Von: apa

Mit einer soliden, dreistimmigen Performance setzten sich Vanilla Ninja in der estnischen Vorausscheidung durch. Ihr poppiges, mit klassischer Rockbandbesetzung instrumentiertes “Too Epic To Be True” punktet mit eingängiger Melodie und leichten ABBA-Vibes – wirkt jedoch auch ein ganzes Stück weit aus der heutigen Zeit gefallen. Wie das ankommt, lässt sich schwer weissagen, sind doch Songs in Retroaufmachung beim ESC auch schon das eine oder andere Mal heftig unter die Räder gekommen.

Jedenfalls zeigt sich die 2002 gegründete Frauencombo im An- und Absingen der Harmonien souverän und konnte damit offensichtlich die estnische ESC-Gemeinde überzeugen. Ebenfalls ganz in Weiß gewandet, gelang der Sprung auf Europas größte Showbühne bereits vor 21 Jahren, als die Combo für die Schweiz den 8. Platz im Finale holte – damals noch als Quartett. Im Jahr 2004 landeten Vanilla Ninja übrigens schon einmal auf Platz 4 der österreichischen Albumcharts – gute Voraussetzungen also, um auch im ersten Semifinale (12. Mai) in Wien ein gutes Resultat zu erzielen.

Estlands ESC-Geschichte

Immerhin 30 Mal hat das baltische Land bereits am ESC teilgenommen – und ist in dieser Zeit der Schmach eines Nullpunkters bisher immer entkommen. Das absolute Highlight datiert aus dem Jahr 2001, als Tanel Padar, Dave Benton & 2XL mit “Everybody” sogar den Titel holen konnten. Dieses Kunststück gelang nicht einmal dem im vergangenen Jahr mit guten Siegeschancen gestarteten Tommy Cash mit seinem ohrwurmartigen und im Radio sehr erfolgreich laufenden Hit “Espresso macchiato”. Er landete auf Rang 3. Ebenfalls mit der Quasi-Bronzemedaille verließ im Jahr 2002 Sahléne mit “Runaway” den Saal beim Heim-ESC.

Ob es sich im größten Konzertsaal Österreichs heuer für eine Topplatzierung ausgeht, steht in den Sternen. Rein historisch betrachtet sind die Semifinali für Estland nahezu ein Fifty-fifty-Spiel mit entsprechend ungewissem Ausgang.

Die größten Erfolge Estlands:

Platz 1

2001

Tanel Padar, Dave Benton & 2XL “Everybody”

Platz 3

2002

Sahléne “Runaway”

Platz 3

2025

Tommy Cash “Espresso macchiato”

(S E R V I C E – www.eurovision.com/stories/vanilla-ninja-for-estonia-vienna-2026/ )

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