Von: luk
Bozen – Im Centro Vintola ist am Dienstag der Förderpreis in memoriam Agitu Ideo Gudeta zum fünften Mal verliehen worden. Die Auszeichnung würdigt Frauen in Südtirol, die als Pionierinnen einer nachhaltigen und innovativen Landwirtschaft wirken und den ländlichen Raum aktiv mitgestalten.
Den Hauptpreis 2026 erhielt Sabine Schrott vom Felderhof in Uttenheim im Pustertal. Die Jury hob insbesondere ihre umfassende Arbeit in der biologischen Landwirtschaft hervor – von der Erhaltung lokalen Saatguts über den Anbau von rund 400 samenfesten Sorten bis hin zur Direktvermarktung und Tierhaltung. Darüber hinaus engagiere sich Schrott auch international für die Anerkennung von Saatgut als Gemeingut. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird von der Raiffeisenkasse Bozen Ethical Banking unterstützt.
Ein Spezialpreis in Höhe von 1.000 Euro ging an Margareth Kaserer vom Aspmayrhof am Ritten. Sie verbindet Landwirtschaft und Kunst und hat mit ihrem Projekt „Hotel Amazonas“ einen kulturellen Treffpunkt im ländlichen Raum geschaffen.
Weitere Auszeichnungen erhielten Lisa Maria Kager aus Eppan und Sonja Proserpio aus Mals, die jeweils mit 500 Euro prämiert wurden. Kager setzt auf regenerative Landwirtschaft und Bildungsarbeit, während Proserpio einen historischen Hof samt Kulturlandschaft wiederbelebt hat.
Seit der ersten Verleihung wurden laut Initiativgruppe rund 15 Frauen ausgezeichnet und Preisgelder von über 20.000 Euro vergeben. Ziel des Preises ist es, das Vermächtnis von Agitu Ideo Gudeta lebendig zu halten und ein Netzwerk von innovativen Bäuerinnen in Südtirol zu stärken.




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