Ein Leben zwischen Kirchenorgel und Rap: Polens Kandidatin Alicja

Polen schickt Alicja mit “Pray” ins Feld

Mittwoch, 15. April 2026 | 08:06 Uhr

Von: apa

Mit einer zunächst im Gospel und Soul angesetzten, musikalisch erstaunlich vielseitigen Darbietung wird sich Polens Teilnehmerin Alicja am 12. Mai im 1. Halbfinale auf der Stadthallen-Bühne präsentieren. Das Lied zeigt eine Mischung aus verschiedenen Musik- und Gesangsstilen und wartet mit interessanten Wendungen auf – von Kirchenorgel bis Trap-Beat spannt sich der nicht wenig unterhaltsame Songbogen. Alicjas Name fällt im Zusammenhang mit dem ESC nicht zum ersten Mal, hat sie doch eigentlich im Jahr 2020 das begehrte Ticket in der Vorausscheidung gelöst. Allerdings machte die Covid-19-bedingte Absage den Plänen einen Strich durch die Rechnung.

Alicja Maria Szemplińska, geboren am 29. April 2002, ist castingshowerfahren und hat bereits einige erfolgreiche Veröffentlichungen vorgelegt – bisher allerdings vorwiegend auf Polnisch gesungen. Nun soll es mit einem interessanten Stilmix inklusive Rapeinlagen klappen. Im selbst geschriebenen Text zu “Pray” geht es um ihre Träume, ihr Sein und ein neues Kapitel in ihrem Leben. Die gesangliche Darbietung im polnischen Vorentscheid lässt einiges erwarten. Ein Weiterkommen ist also durchaus wahrscheinlich.

Polens ESC-Geschichte

Seit der Einführung der Semifinali konnte Polen immerhin neunmal ins Finale aufsteigen. Zuletzt klappte es bei vier Antritten dreimal, wobei man mit vorderen Platzierungen bisher eher geizte. Das historisch beste Resultat steht gleich beim Debüt zu Buche. Im Jahr 1994 schaffte es Edyta Górniak mit der Powerballade “To nie ja” auf Anhieb auf Platz 2. Seither läuft es nicht ganz so rund. Die letzten guten Resultate waren ein 7. (2003) und ein 8. Platz (2016).

Auf der anderen Seite der Medaille musste man bisher erst ein einziges Mal die Rückreise mit dem letzten Platz im Gepäck antreten. Die ESC-Höchststrafe von 0 Punkten a la Thomas Forstner und andere blieb Polens Song-Contestanten bisher erspart.

Die größten Erfolge Polens:

Platz 2

1994

Edyta Górniak “To nie ja”

Platz 7

2003

Ich Troje “Keine Grenzen – Żadnych granic”

Platz 8

2016

Michał Szpak “Color of Your Life”

(S E R V I C E – www.eurovision.com/stories/its-pray-for-poland-alicja-to-vienna/ )

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