Hallo Staffel 2: Die echte Maxima kann sich freuen

Royal-Serie “Máxima”: Jetzt geht’s ans Zähneputzen

Donnerstag, 02. April 2026 | 05:02 Uhr

Von: APA/dpa

In der Amsterdamer Nieuwe Kerk klingt Musik, ein argentinischer Tango – melancholisch und romantisch. Die Kamera zoomt auf das Gesicht der Braut: und ja, da rollt eine Träne herab. Es ist der 2. Februar 2002, die Hochzeit des niederländischen Kronprinzen Willem-Alexander mit der Argentinierin Máxima Zorreguieta. Die Bilder von Máximas Tränen rührten Millionen rund um den Globus. Mit dieser königlichen Hochzeit beginnt nun Staffel 2 der Serie “Máxima”, nun abrufbar bei RTL+.

Die erste Staffel (erschien 2024) zeigte die Romanze der beiden und auch die Kindheit und Jugend von Máxima in Argentinien während der Militärdiktatur. Nun geht es in sechs Folgen (zwei pro Woche) um den Zeitraum von der Hochzeit bis zur Thronbesteigung von Willem-Alexander im April 2013.

Palastmauern sind dick

Auch jetzt bleibt die Serie nahe an den historischen Ereignissen in Politik und Familie. Doch der Rest ist Fantasie. Denn die Palastmauern sind dick, viel dringt nicht hinaus vom persönlichen Leben der Oranjes. Doch dank der Schauspieler denkt man: So könnte es tatsächlich zugehen bei der Oranje-Familie. Delfina Chaves spielt Máxima sehr glaubwürdig mit argentinischem Temperament und das in drei Sprachen.

Einmal tanzt sie wild mit Freundinnen, Joint im Mund, im Palast. Dann wieder wackelt sie auf einem Fahrrad durchs Land oder fädelt geschickt einen Deal mit den Medien ein. Máxima, die Wonderwoman. Chaves kann sehr gut nachvollziehen, was für ein Kulturschock der Umzug in das Land hinter den Deichen gewesen sein muss.: “Sie kommt ja aus einem ganz anderen Teil der Welt”, sagte Chaves der dpa in Amsterdam. Sprache, Temperament, Klima – alles sei anders. “Ich habe großen Respekt vor ihr und den Opfern, die sie gebracht hat.”

Hochzeit ohne Eltern

Máximas Tränen bei der Hochzeit waren sicher nicht nur Tränen der Rührung, sondern auch der Trauer. Denn ihre Eltern waren nicht dabei. Der Vater war wegen seiner Beteiligung an der Militärdiktatur in den 70er Jahren unerwünscht. Daraufhin blieb auch die Mutter aus Solidarität mit ihrem Mann zu Hause.

In einer Szene fragt Willem-Alexander seine Braut auf dem Weg zur Kirche: “Bist du bereit?” Und sie sagt “Ja, ich bin bereit.” Aber eigentlich, weiß sie gar nicht, was sie erwartet. Denn die junge Frau hat plötzlich keine Karriere mehr. Aber von ihr wird erwartet, möglichst schnell Kinder zu bekommen.

Auch Willem-Alexander steht unter großem Druck von den Medien und seiner Mutter, Königin Beatrix. Das fasziniert auch Martijn Lakemeier an der Rolle des Prinzen, der sich schließlich diese Position nicht ausgesucht habe: “Wie geht ein Mensch damit um, dass er in diese Rolle hineingeboren wurde, dass er diese Verantwortung übernimmt?” Er zeigt auch die private Seite des heutigen Königs: “Er ist witzig, intelligent, ein guter Vater, leidenschaftlich – vor allem, wenn es um Sport geht.”

Liebe unter großem Druck

In den neuen Folgen muss sich die Liebe der beiden unter Druck von Medien und Protokoll beweisen. Und statt der Sex-Szenen wie noch in der ersten Staffel sieht man nun das königliche Paar auffällig oft beim Zähneputzen. Und neue Figuren treten auf: die beiden Brüder des Kronprinzen, Friso und Constantijn, sowie ihre Frauen, Mabel und Laurentien. Sie bringen Pfeffer ins Palastleben und in die Dialoge. Vor allem die Vergangenheit von Mabel ist Zunder im sonst so braven, zumindest im Vergleich mit den Windsors, Königshaus.

Die Familie kabbelt und vergnügt sich in der Ferienvilla in der Toskana oder im Palast in Den Haag. Sie trauern um den Vater und dann auch um den Bruder von Willem-Alexander und freuen sich über die Geburt der drei Töchter.

An 85 Länder verkauft

Die Serie wurde zu einem überraschenden Erfolg und wurde in mehr als 80 Länder verkauft – und eine dritte Staffel ist angekündigt. Und doch wird das größte Rätsel des Palastes auch Staffel 2 nicht gelüftet. Schauen sich auch Máxima und Willem-Alexander die Serie an? Offiziell heißt es Nein und gibt es auch keinerlei Kommentar. Doch es ist kaum vorstellbar, dass zumindest nicht die drei Prinzessinnen doch vom Sofa aus, “lekker gezellig”, die fiktiven Abenteuer ihrer Eltern verfolgen.

(S E R V I C E – https://plus.rtl.de/video-tv/serien/maxima-975502 )

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