Die Kristallwelten widmen Marilyn Monroe eine Sonderausstellung

“Weg von der Sexbombe” – “Marilyn”-Ausstellung bei Swarovski

Montag, 11. Mai 2026 | 20:49 Uhr

Von: apa

Am 1. Juni wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden. Die Swarovski Kristallwelten im Tiroler Wattens nehmen das zum Anlass, der ewigen Hollywood-Ikone zum “Runden” vom 18. Mai bis 6. September eine Sonderausstellung mit ihren Exponaten zu widmen. Unter dem Titel “Marilyn, Forever Inspiring: A Curated Tribute for the 100th Birthday of the First Pop Icon” will Kurator Ted Stampfer das Bild “weg von der ausgebeuteten Sexbombe” hin zur “selbstbestimmten Frau” lenken.

Sie hatte nämlich “viele Facetten und wurde und wird unterschätzt”, betonte Stampfer Montagabend bei einem Pressegespräch in den Kristallwelten. Die im Jahr 1962 verstorbene Amerikanerin sei nicht weniger als “eine Ikone der Emanzipationsbewegung” und habe in ihrer Karriere “Hollywood den Rücken gekehrt und in New York ihre eigene Filmproduktionsfirma gegründet”, erinnerte er unter anderem. Monroe sei definitiv “nicht nur eine Gejagte” gewesen, sondern “auch eine Jägerin, die beispielsweise bewusst mit der Presse umzugehen wusste”, unterstrich der deutsche Sammler und Leihgeber deren historische Bedeutung für “Frauen und die Popkultur insgesamt”. Stampfer besitzt 1.500 Exponate von Monroe. Einen kleinen Teil davon ließ er den Swarovski Kristallwelten für die Ausstellung zukommen.

“Viele Facetten” von Monroe

Gegliedert ist die Sonderausstellung in acht Vitrinen und damit einhergehenden Abschnitten. Zu sehen sind beispielsweise ein schlichtes Original-Cocktailkleid, mit Swarovski-Kristallen besetzte Pumps des Designers Salvatore Ferragamo, Lieblingspflegeprodukte von Monroe sowie beispielsweise Fanpost oder seltene Fotografien der Hollywood-Legende. “Sie war einfach extrem vielseitig”, meinte Stampfer, der betonte, dass auch deshalb die Strahlkraft von Monroe bis in der Gegenwart ungebrochen sei: “Auch heutige Stars wollen immer noch ein Stück von Marilyn und lassen sich von ihr inspirieren.”

Dies gilt offenbar auch für die bei dem Pressegespräch ebenfalls anwesende Roxane Duran, die heuer bei den Salzburger Festspielen an der Seite von Philipp Hochmair die “Buhlschaft” im “Jedermann” geben wird. “Sie war eine starke Frau in den 1950er-Jahren”, betonte Duran. Monroe habe nämlich an einem Punkt ihres Lebens beschlossen, dass sie “mehr sein will als nur eine schöne blonde Frau”. Sie habe stets “nach Unabhängigkeit und Glück gestrebt.”

“Buhlschaft” ließ sich von Monroe inspirieren

Auch für die “Buhlschaft” war Monroe augenscheinlich Inspiration, wie die Schauspielerin gegenüber der APA deutlich zu verstehen gab. “Die Rolle der Buhlschaft ist sehr sinnlich und weiblich”, meinte Duran, die darin Parallelen zum Schauspiel von Monroe erkannte. Ebenso wie bei der Hollywood-Legende gehe es im “Jedermann” und bei der “Buhlschaft” darum, “ein eigenes Frauenbild auf die Welt zu bringen”. Das sei im Übrigen auch das, worauf sie sich bei ihrer Rolle bei den Salzburger Festspielen fokussieren wolle, wenngleich sie die Geschehnisse rund um Ex-Intendant Markus Hinterhäuser und dessen Beurlaubung “nicht kalt” ließen. “Er hat mir die Rolle verschafft und ich stehe nach wie vor zu ihm”, hielt die 33-jährige gebürtige Französin auf Nachfrage unmissverständlich fest.

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