Olympia-Effekt und Spätwinter

Diese beliebten Skigebiete sollen bis Mitte April offen bleiben

Dienstag, 17. Februar 2026 | 14:24 Uhr

Von: idr

Bozen – Der Winter hat sich in Südtirol eine kurze Auszeit gegönnt und kommt jetzt mit Verspätung auf Touren. Dank ergiebiger Schneefälle in den vergangenen Tagen und weiterer Niederschläge in Aussicht wollen viele Skigebiete im Land ihre Saison verlängern und die Lifte deutlich über Ostern hinaus in Betrieb halten. Mitte April lautet das neue Ziel, allem voran bei den Gebieten des Konsortiums Dolomiti Superski.

Eigentlich hatte Dolomiti Superski den offiziellen Saisonabschluss für den sechsten April geplant. Doch die aktuelle Schneelage lässt die Betreiber umdenken: Die Schneehöhen liegen derzeit bei rund 103 Prozent des langjährigen Normalwerts. Einzelne Gebiete wie Kronplatz oder die Drei Zinnen Dolomiten könnten entsprechend bis Mitte April oder sogar darüber hinaus geöffnet bleiben.

Olympia: Tourismusflug und -segen zugleich

Ausgerechnet jetzt aber, wo die Bedingungen stimmen, bleiben viele Touristen zu Hause. Der Grund: die Olympischen Spiele. Vor allem das Pustertal leidet unter dem Olympia-Effekt. Viele Wintersportler scheuen das Gebiet rund um die Wettkampfstätten in Antholz, weil sie Staus, überfüllte Straßen und Chaos befürchten. Dabei halten sich die Einschränkungen für normale Skifahrer in Grenzen. Die Wettkämpfe finden in einem klar abgegrenzten Bereich rund um das Biathlonstadion statt.

Die Verlängerung der Saison kommt also zu einem günstigen Zeitpunkt: Wer die Osterwochen und die Zeit danach zum Skifahren nutzen möchte, findet in Südtirol derzeit hervorragende Bedingungen – und deutlich weniger Gedränge als gewöhnlich. Der späte Winter entpuppt sich als unerwartetes Geschenk.

Bezirk: Bozen

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