Von: red
Es handelt sich um eine Gewohnheit, die viele haben: Viele Menschen lassen nachts ihren Schlüssel von innen im Schloss stecken. Oft steckt dahinter das Gefühl von mehr Sicherheit oder der Wunsch, die Tür im Notfall schneller öffnen zu können.
Sicherheitstechniker weisen allerdings darauf hin, dass dabei mehrere Faktoren berücksichtigt werden sollten.
Was im Schlossinneren passiert
Im Profilzylinder sorgen kleine Federn und Stifte dafür, dass sich das Schloss nur mit dem richtigen Schlüssel drehen lässt.
Bleibt der Schlüssel über viele Stunden dauerhaft stecken, stehen diese Federn permanent unter Druck. Das ist zwar nicht sofort problematisch, kann aber langfristig den Verschleiß erhöhen – besonders bei älteren oder häufig genutzten Schlössern.
Schützt ein steckender Schlüssel vor Einbrechern?
Viele glauben, ein innen steckender Schlüssel erschwere Einbrechern das Öffnen der Tür.
Das stimmt allerdings nur bedingt. Moderne Schlösser verfügen oft über eine sogenannte Not- und Gefahrenfunktion. Dadurch lässt sich die Tür auch dann von außen öffnen, wenn innen bereits ein Schlüssel steckt.
Wie sicher ein Schloss wirklich ist, hängt deshalb stärker vom Modell und den vorhandenen Schutzmechanismen ab.
Versicherungsschutz und Brandschutz
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Versicherung. Viele Hausratversicherungen verlangen, dass die Tür beim Einbruch abgeschlossen war.
Gleichzeitig spielt aber auch der Brandschutz eine Rolle. Im Notfall solltet ihr die Wohnung möglichst schnell verlassen können.
Deshalb empfehlen Sicherheitsexperten, den Schlüssel nachts nicht dauerhaft im Schloss stecken zu lassen, sondern immer griffbereit in Türnähe aufzubewahren.
Welche Alternativen sinnvoll sein können
Praktisch sind Schlösser mit Drehknauf auf der Innenseite. Damit lässt sich die Tür ohne Schlüssel öffnen.
Auch sogenannte Panikschlösser können sinnvoll sein. Hier werden beim Herunterdrücken der Klinke automatisch die Verriegelungen gelöst.
Und was ist mit Smart Locks?
Smart Locks ermöglichen ebenfalls das Öffnen ohne Schlüsselsuche. Manche Nachrüstlösungen arbeiten allerdings mit einem dauerhaft steckenden Schlüssel auf der Innenseite.
Dadurch werden die Federn zwar weiterhin belastet, allerdings weniger problematisch, weil der Schlüssel ständig in derselben Position bleibt.
Andere Smart Locks ersetzen den kompletten Zylinder.




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