Rechte, Angebote und Wege

Euregio-Broschüre „Grenzenlos gesund“ in Bozen vorgestellt

Montag, 09. Februar 2026 | 14:08 Uhr

Von: Ivd

Bozen – Die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino ist seit Jahren ein Raum, in dem Gesundheitsfragen gemeinsam gedacht und konkrete Angebote über Grenzen hinweg genutzt werden. Heute wurde im Bozner Waaghaus die neue Euregio-Broschüre „Grenzenlos gesund“ vorgestellt. Sie informiert über Patientenrechte in der EU, die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung, die Mobilität von Patienten innerhalb der Euregio und die Europäische Krankenversicherungskarte. Sie beantwortet häufig gestellte Fragen und enthält wichtige Kontakte und Anlaufstellen.

Landesrat Messner: „Gesundheitsrechte in verständlicher Sprache“

Der Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, Hubert Messner, erklärte: „Die bestehende Zusammenarbeit zwischen Südtirol, Tirol und Trentino zeigt, wie diese konkret den Bürgern zugutekommt. Mit der neuen Broschüre schaffen wir mehr Transparenz und geben den Menschen ein verständliches Werkzeug in die Hand, um ihre Gesundheitsrechte auch jenseits der Landesgrenzen nutzen zu können.“

Die Publikation ist ein Ergebnis des von der EU finanzierten Interreg Italien-Österreich-Projekts „Fit for Cooperation“ (Fit4Co). Der Tiroler Patientenvertreter, Projektleiter Birger Rudisch hob hervor, dass Fit4Co ihm ermöglichte, die Zusammenarbeit mit Südtirol zu vertiefen und auf das Trentino auszudehnen. Gemeinsam sei es gelungen, diese Zusammenarbeit durch konkrete Ergebnisse für die Bürger sichtbar zu machen. Die Südtiroler Volksanwältin Veronika Meyer betonte, dass die zweisprachige Broschüre eine wichtige Unterstützung für die Patienten der Euregio sei. Der Trentiner Volksanwalt Sandro Raimondi unterstrich, dass viele Anliegen der Bürger in allen Teilen der Euregio ähnlich seien und hoffte auf eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit.

Die rund 3.700 Exemplare der Broschüre werden über die Volksanwaltschaften, Patientenvertretungen, Gesundheitsbetriebe, Arztpraxen, Selbsthilfegruppen und soziale Einrichtungen verteilt.

Gleichzeitig stellte Maria Pflanzner-Stockl von der Selbsthilfe Tirol ein weiteres Ergebnis des Kooperationsprojektes vor: Am Tag der offenen Tür, zu der am 26. Oktober 2025 rund 20.000 Besucher ins Innsbrucker Landhaus kamen, wurde eine Gesundheitsstraße mit überdimensionalen Organmodellen samt medizinischer Beratung präsentiert. Günther Sommia vom Dachverband für Soziales und Gesundheit unterstrich, wie wichtig niederschwellige Beratung und informative Broschüren für Patienten sind.

Bezirk: Bozen

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