Von: luk
Bozen – Nach dem tödlichen Unfall mit einer Radfahrerin in Bozen-Gries hat eine Leserbefragung von Südtirol News die Diskussion um mögliche Einschränkungen für den Lkw-Verkehr in der Landeshauptstadt aufgegriffen. Das Ergebnis fällt dabei relativ deutlich aus.
58 Prozent der Teilnehmer sprachen sich gegen Fahrverbote für Lastwagen zu Stoßzeiten aus. Insgesamt 772 Stimmen entfielen auf die Aussage, dass solche Maßnahmen das Problem lediglich in andere Straßen verlagern würden.
42 Prozent beziehungsweise 559 Teilnehmer befürworteten hingegen Einschränkungen des Schwerverkehrs. Sie sehen Fahrverbote als notwendigen Schritt für mehr Sicherheit im Stadtverkehr.
An der spontanen Online-Abstimmung beteiligten sich insgesamt mehr als 1.300 Leserinnen und Leser. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, zeigt jedoch ein deutliches Meinungsbild zur aktuell intensiv geführten Debatte um Verkehrssicherheit und Schwerverkehr in Bozen.
Im Kommentarbereich wurden weitere Argumente ausgetauscht. So meinte @primetime: “Solange es keine benötigte Alternative gibt in Form einer Umfahrungsstraße, ist das alles für die Katz. Alles andere wäre nur ein Verbot der Ausübung eines Berufs, welches nicht rechtens ist.”
@nottheordinary ruft sämtliche Verkehrsteilnehmer zur Verantwortung auf: “Und wos isch mit die Fahrradfahrer und die E-Roller? Erst gestern zur Stoßzeit a zwölfjähriges Kind mitten af dor Stroße in Zickzacklinien gfohrn und sell ohne Helm ah no. Es Problem sein net olm die Autos und Lkw, sondern die Dummheit va die Lait.”
@FalscherHase schreibt: “Grundsätzlich hat der Schwerverkehr im Stadtinneren nichts verloren, aber ein schnell daher gewursteltes Fahrverbot bringt überhaupt nichts. Zuerst sollte die Stadt Bozen ihre Jahrzehnte alten Versprechungen von Umfahrungsstraßen endlich abliefern, damit z.B. Sarntal und Jenesien ohne Zufahrt der Stadt erreichbar werden. Und das wäre ja nicht nur gut für den Schwerverkehr.”




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