Vollkornreis enthält besonders viel bedenkliches Arsen

So reduziert ihr Arsen im Reis

Donnerstag, 20. April 2017 | 07:14 Uhr

Bozen – Aktuelle Untersuchungen des deutschen Magazins Öko-Test zeigen, dass Vollkornreis im Vergleich zu geschältem Reis stärker mit Arsen belastet ist. Anorganisches Arsen gilt als krebsauslösend für den Menschen. Dass gerade Reis und Reisprodukte mit Arsen belastet sind, ist nicht neu. Das deutsche Magazin Öko-Test weist in der Februar-Ausgabe („Voll Korn, voll Arsen“) nach, dass der Arsengehalt in Vollkornreisproben zum Teil sogar stark erhöht ist.

Arsen: die Fakten

Arsen kommt natürlicherweise in der Erdkruste vor. Durch natürliche, aber auch menschengemachte Prozesse gelangt es in die Böden sowie in das Grund- und Oberflächenwasser. In bestimmten Regionen, beispielsweise in Bangladesch, ist das Wasser stark mit Arsen belastet. Anorganische Arsenverbindungen gelten als krebsauslösend für den Menschen. Zudem können sie Haut, Gefäße und Nerven schädigen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern.

Die Reispflanze nimmt Arsen in stärkerem Ausmaß als andere Pflanzen über die Wurzeln aus der Erde und dem Wasser auf, und dieses lagert sich dann unter anderem in den Randschichten der Reiskörner ab. Auf diesem Grund schneiden die untersuchten Vollkornreisproben im Test deutlich schlechter ab als die Proben von weißem Langkorn- und Basmatireis. Laut Öko-Test enthalten sechs von sieben untersuchten Vollkornreisproben Arsen „in stark erhöhter Menge“. Bei den untersuchten Proben handelt es sich nicht nur um Reis aus asiatischen, sondern auch aus europäischen Ländern wie Italien, Spanien und Frankreich.

Vollkornreis enthält mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe als weißer Reis, da diese gesundheitsfördernden Stoffe hauptsächlich in den Randschichten der Körner stecken. Leider lagern sich auch Giftstoffe wie Arsen in eben diesen Randschichten an.

Wie können Verbraucher und Verbraucherinnen die Arsenaufnahme minimieren?

Die Verbraucherzentrale Südtirol empfiehlt eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung. Da vor allem Reis höhere Arsen-Gehalte aufweist, ist es sinnvoll, auch andere Getreideprodukte auf der Basis von Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel, Gerste, Hirse, Mais, Buchweizen, Quinoa, Amaranth oder aber Kartoffeln zu essen. Produkte wie Reiswaffeln und Reisgetränke können gelegentlich verzehrt werden, sollten aber nicht täglich auf dem Speiseplan stehen, schon gar nicht für Kleinkinder.

Im Rahmen einer glutenfreien Ernährung, bei einer Laktoseintoleranz oder Milchallergie und bei einer veganen Ernährung sollte nicht ausschließlich auf Produkte auf Reisbasis (z.B. Reismilch) gesetzt werden.

Darüber hinaus kann der Arsengehalt von Reis durch die Zubereitungsart verringert werden. Empfohlen wird, den (Vollkorn-)Reis vor dem Kochen gründlich unter fließendem Wasser zu spülen und ihn in der sechsfachen Menge an Wasser zu garen. Das überschüssige Wasser – und das darin gelöste Arsen – wird am Ende der Garzeit abgegossen. Auf diese Weise kann der Arsengehalt offenbar um bis zu 60 Prozent verringert werden.

Seit 1. Jänner 2016 gelten in der EU Höchstgehalte für anorganisches Arsen in Reis und Reisprodukten. Je nach Produkt liegen diese zwischen 0,10 und 0,30 mg Arsen pro kg Lebensmittel. Lebensmittel, die im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung höhere Arsengehalte aufweisen, werden beanstandet und aus dem Handel genommen. Laut EU-Kommission soll das Vorkommen von Arsen in Lebensmitteln in den Jahren 2016 bis 2018 stärker als bisher überwacht werden.

Von: luk

Kommentare

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12 Kommentare auf "So reduziert ihr Arsen im Reis"


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witschi
witschi
Superredner
10 Tage 22 h

wenn dir des inhorchsch terfesch bol nocht mehr essn. mein voter hot is gonze lebn olls gessn, gracht und gsoffn wia a loch und isch gsund über 90 gwordn.

Solbei
Solbei
Tratscher
10 Tage 18 h

MeinGrossvotor idem.

Alpenrepuplik
Alpenrepuplik
Universalgelehrter
10 Tage 19 h

Ach ja , nun ich bin eher besorgt wenn ich durch Bozen gehe,,, des is bei weitem gefährlicher als Reis…..

Solbei
Solbei
Tratscher
10 Tage 18 h

Da gebe ich dir Recht aber diese Gefahr ist nicht krebsauslösend.

knoflheiner
knoflheiner
Tratscher
10 Tage 22 h

Was ist nicht Krebsauslesend??
 Spinnen sie jetzt ganz !

gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
10 Tage 21 h

Sorry, liebe Redaktion, aber wenn ich den Reis mit Wasser vermansche, dann habe ich nicht den Reis, den ich essen will. Zudem müssten ja die Japaner, die Koreaner, die Burmesen und so weiter arsenverseuchte Völker sein und eine ganz geringe Lebenserwartung haben. 

Staenkerer
10 Tage 17 h

de essn ober in weißn reis u. nit in ach so gsundn vollkornreis!

wenn man heit des olles ernst nahm, nor dürfte man nix mehr essn,
nix mehr trinkn,
mimmer sex hobn
u. atmen a nit …
das olles ondre sowieso kronk mocht, wissn eh olle ….

Staatsfeind
Staatsfeind
Grünschnabel
10 Tage 20 h

Gesundes Essen birgt eben seine Risiken 😳
Schon die Heilige Hildegard von Bingen hat gesagt, dass nur  gesunde Menschen Wasser trinken sollten und alle anderen Wein und Bier.

Obelix
Obelix
Tratscher
10 Tage 16 h

@Staatsfeind, da gebe ich der Hildegard recht. Ich trinke vorsichtshalber auch nur so viel Wasser wie unbedingt sein muss.😄😄

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
10 Tage 20 h

@ witschi
Ja leider ist früher nicht mehr heute.Ist ja bald alles nur mehr gepanscht,liebr nicht anfangen auf zu zählen ………..
und man hat sogar noch die Schneid  Lebensmittel mit “echt”  und “DOC” zu beschriften 😀

witschi
witschi
Superredner
10 Tage 16 h

chinesen leben am längsten, komisch bei dem reiskonsum

offnzirkus
offnzirkus
Grünschnabel
10 Tage 16 h

Wir können bald gar nichts mehr essen. Alles was wir für gesund gehalten hatten ist nicht mehr gut für unsere gesundheit! Alles hausgemachte probleme. Mahlzeit

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