Vermischtes

Agentur der Einnahmen stärkt ihre Präsenz in Südtirol

Dienstag, 10. März 2026 | 16:25 Uhr

Von: stnews

Bozen – Die Agentur der Einnahmen stärkt ihre Präsenz in Südtirol. Am Dienstag, 10. März, wurde im Palais Widmann die neue Organisation der Agentur der Einnahmen in der Region Trentino-Alto Adige/Südtirol vorgestellt. Der Direktor der Agentur, Vincenzo Carbone, Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Vizepräsident der Autonomen Provinz Trient, Achille Spinelli, erläuterten die wichtigsten Neuerungen in Anwesenheit des Vizeministers für Wirtschaft und Finanzen, Maurizio Leo. Anwesend war auch die Regierungskommissarin des Landes Südtirol, Maddalena Travaglini.

Die neue Regionaldirektion Trentino-Alto Adige/Südtirol, der die beiden Landesdirektionen von Trient und Bozen unterstellt sind, wird eine übergeordnete Leitungsstruktur sein. Damit werden insbesondere die Steuerungs- und Koordinierungsfunktionen der operativen Tätigkeiten gestärkt, vor allem in den Bereichen Service und Beratung, Kontrolle, Rechtsberatung sowie Unterstützung für Unternehmen.

Landeshauptmann Kompatscher erhofft sich durch die Einrichtung der Regionaldirektion “eine Stärkung der Behörde, um Steuerhinterziehung und Steuervermeidung zu unterbinden, im Sinne der Gerechtigkeit.”

Der Sitz der Regionaldirektion wird in Bozen sein, während der stellvertretende Regionaldirektor seinen Sitz in Trient haben wird, ebenso mehrere Ämter, darunter der Bereich Steuerwesen und Compliance sowie das Amt für Rechtsstreitigkeiten und Einhebung. Damit soll einerseits eine flächendeckende Präsenz im Gebiet gewährleistet werden, andererseits Stabilität beim Dienstsitz für das Personal.

“Das ist eine positive Neuerung für ein autonomes Gebiet wie das unsere, das seit jeher große Aufmerksamkeit und Verantwortung im Umgang mit öffentlichen Ressourcen zeigt”, sagte der Vizepräsident der Autonomen Provinz Trient, Achille Spinelli. “Die Regionaldirektion wird – unter voller Wahrung der Zuständigkeiten der beiden autonomen Provinzen – die Tätigkeit der Agentur im Gebiet noch wirksamer machen und die Fähigkeit verbessern, auf die Bedürfnisse von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zu reagieren.”

Von einer Stärkung der staatlichen Verwaltungen im Gebiet und von der Umsetzung von Funktionen, die eng mit dem Autonomiestatut verbunden sind, sprach in ihrem Beitrag auch die Regierungskommissärin für die Provinz Bozen, Maddalena Travaglini. “Die Einrichtung der neuen Regionaldirektion stellt einen weiteren Schritt dar, um das Verhältnis zwischen der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen, dem Leistungsniveau und den Bedürfnissen der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu festigen.”

Der Regionaldirektion werden zudem spezifische Zuständigkeiten im Zusammenhang mit der Einhaltung des Autonomiestatuts der Region Trentino-Alto Adige/Südtirol sowie der entsprechenden Durchführungsbestimmungen im Bereich des öffentlichen Dienstes und der Verwendung der Sprachen bei der Abfassung von Akten und in den jeweiligen Tätigkeiten zugewiesen.

Der Direktor der Agentur der Einnahmen, Vincenzo Carbone, nannte die Ziele der Neuorganisation: die Steuerungs- und Leitungsfunktion zu stärken, die Tätigkeiten zur Sicherung der Rechtmäßigkeit auszubauen, die Dienstleistungen und die Unterstützung für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen weiter zu verbessern sowie Maßnahmen zur Förderung der sogenannten steuerlichen Compliance zu intensivieren. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen dabei zwei Aspekte: Bürgerinnen und Bürger als “Auftraggeber” der Agentur der Einnahmen – “Wir existieren, um der Gemeinschaft einen Dienst zu leisten” – sowie die Fähigkeit der Agentur, ihre Organisation an die Besonderheiten des regionalen Territoriums anzupassen.

Abschließend ergriff Vizeminister Maurizio Leo das Wort. Er betonte, dass die neue Regionaldirektion ein Ziel sei, das in enger Abstimmung mit den Präsidenten der beiden autonomen Provinzen verfolgt worden sei, und unterstrich, dass sie im Einklang mit der Steuerreform der Regierung Meloni stehe. “Einer der zentralen Punkte der Reform ist ein neues Verhältnis zwischen Steuerverwaltung und Steuerzahlern. Ziel ist es, die Bedürfnisse von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zu hören und zu verstehen, den Dialog zu fördern und Streitverfahren vorzubeugen. Mit der neuen Regionaldirektion wird es möglich sein, diesen Weg weiter zu stärken”, so der Vizeminister.

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