Von: mk
Bozen – Ob traditionelle Holzzäune, Schindeldächer oder den Erhalt der Waale in Südtirols Schutzgebieten: Die Gestaltung und Pflege der Landschaft hat in Südtirol einen hohen Stellenwert und wird dementsprechend bezuschusst. “Im heurigen Jahr werden von der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung insgesamt 1,96 Millionen Euro zur Verfügung gestellt – 440 Gesuche wurden eingereicht”, berichtet Horand Maier, der Direktor des Verwaltungsamtes für Raum und Landschaft.
“Mit der Beitragsvergabe über die Schiene Landschaftspflege geht eine ästhetische, aber auch ökologische Bereicherung des Landes einher, der die Landesverwaltung weiterhin entsprechendes Augenmerk zukommen lässt”, erklärt Peter Brunner, der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport. Das Interesse an Förderungen sei weiterhin ungebrochen.
Erst 2025 hat das Land Südtirol die Kriterien für die Förderung von traditionellen Holzzäunen, Schindeldächern, Trockenmauern und die ordentliche Instandhaltung von Waalen und Wegen in den Südtiroler Schutzgebieten überarbeitet und die Beitragssätze für einige der schützenswerten Objekte erhöht, um den Preissteigerungen in diesem Bereich Rechnung zu tragen. Gleichzeitig wurde die Beitragsvergabe vollständig digitalisiert, um die Bearbeitung der Ansuchen zu modernisieren.
Großteil der Geldmittel fließt in Flächen außerhalb der Schutzgebiete
“Über 319.000 Euro der heuer vergebenen Beiträge betreffen die Förderung von Objekten in Schutzgebieten wie Naturparken, Biotopen und Naturdenkmälern sowie den Nationalpark Stilfserjoch. Auf die restliche Landesfläche, also außerhalb der ausgewiesenen Schutzgebiete, beziehen sich etwas mehr als 1,6 Millionen Euro der für die Landschaftspflege gewährten Fördermittel”, berichtet Maier.
Für Schindeldächer, Trockenmauern und Holzzäune am meisten Zuschüsse
Der größte Anteil der gewährten Landschaftspflegebeiträge betreffe weiterhin traditionelle Schindeldächer. Hier wurden rund 580.000 Euro bereitgestellt. Für ökologisch wertvolle Trockenmauern hingegen seien insgesamt etwa 563.000 Euro vorgesehen. Zahlenmäßig am meisten Gesuche seien zur Förderung traditioneller Holzzäune vorgelegt worden: “Für 202 Gesuche wurden knapp 530.000 Euro an Bezuschussung gewährt. Die Instandhaltung von Zufahrts- und Wanderwegen innerhalb der Naturparke und des Nationalparks werden hingegen mit rund 103.000 Euro gefördert, während die ordentliche Instandhaltung von Waalen inner- und außerhalb der Schutzgebiete mit insgesamt rund 180.000 Euro zu Buche schlägt”, schließt Maier.




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