Daten des ASTAT

So schneidet Südtirols Arbeitsmarkt im territorialen Vergleich ab

Mittwoch, 15. Juli 2026 | 14:11 Uhr

Von: mk

Bozen – Im Jahr 2025 weist Südtirol im Vergleich zu den benachbarten Gebieten insgesamt einen stabileren Arbeitsmarkt auf. Dieser zeichnet sich durch höhere Erwerbstätigenquoten und geringere Arbeitslosigkeit aus, wie das Landesstatistikstatut ASTAT mitteilt.

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Die für 2025 errechnete Erwerbstätigenquote für Südtirol liegt über dem Durchschnitt der EU‑27, und zwar sowohl für die Altersgruppe der 15‑ bis 64‑Jährigen (73,9 bzw. 71,0 Prozent) als auch für jene der 20‑ bis 64‑Jährigen (80 bzw. 76,1 Prozent).

Die Arbeitslosenquote (15–74 Jahre) sinkt in Südtirol auf 1,8 Prozent, ein Wert, der weniger als einem Drittel der in der EU‑27 verzeichneten Quote entspricht (sechs Prozent).

Für das Jahr 2025 weist Südtirol mit 19,5 Prozent den niedrigsten Anteil an Erwerbstätigen mit Hochschulabschluss auf (EU‑27: 39,6 Prozent). Die NEET-Quote (Personen zwischen 15 und 29 Jahren, die weder eine Arbeit haben noch in Ausbildung sind) beträgt 5,6 Prozent, in der EU-27 11,0 Prozent. Damit weist Südtirol den niedrigsten Wert unter den betrachteten Gebieten auf.

Südtirol im Mittelfeld

Bei den untersuchten Gebieten liegt Südtirol mit der Erwerbstätigenquote in beiden Altersklassen im Mittelfeld. Die Ostschweiz erreicht die höchsten Werte (83,1 bzw. 84,8 Prozent), in Italien sind sie am niedrigsten (62,5 bzw. 67,6 Prozent).

Die Analyse der Daten nach Geschlecht zeigt, dass die Erwerbstätigenquoten der Frauen in allen Gebieten und in beiden Altersklassen niedriger sind als jene der Männer. Bei den Frauen im Alter von 15 bis 64 Jahren liegt der Wert in Südtirol um 10,7 Prozentpunkte (EU‑27: -8,7 Prozentpunkte) und in der Altersklasse der 20- bis 64-Jährigen um 11,2 Prozentpunkte (EU‑27: -9,6 Prozentpunkte) unter jenem der Männer.

Im Jahr 2025 steigt die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen in etwa der Hälfte der betrachteten Gebiete gegenüber dem Vorjahr. Die größten Zunahmen in Prozentpunkten verzeichnen das Trentino, Tirol und Italien (jeweils +0,7, +0,5 und +0,3). Die deutlichsten Rückgänge gibt es hingegen in der Ostschweiz (-0,8) und in der Schweiz (-0,5).

Sinkende Jugendarbeitslosenquote

Im Jahr 2025 ist die Arbeitslosenquote in der Altersklasse der 15- bis 24-Jährigen gegenüber dem Vorjahr in allen betrachteten Gebieten gestiegen, außer im Trentino (-3,1 Prozentpunkte) und in Südtirol (-0,9 Prozentpunkte).

In dieser Altersklasse weist Südtirol die niedrigste Arbeitslosenquote auf (4,9 Prozent), gefolgt von der Ostschweiz (5,4 Prozent) und Deutschland (7,1 Prozent).

Der Wert für Italien ist gegenüber 2024 um 0,3 Prozentpunkte gestiegen, liegt jedoch weiterhin unter dem Wert von 2023 (22,7 Prozent).

In der Altersklasse der 15- bis 74-Jährigen weist Südtirol ebenfalls die niedrigste Arbeitslosenquote (1,8 Prozent) unter den  betrachteten Gebieten auf. Dies entspricht einem Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Zum Vergleich: In den angrenzenden Gebieten beträgt die Arbeitslosenquote 2,2 Prozent im Trentino, 3,3 Prozent in der Ostschweiz und jeweils 3,8 Prozent in Tirol und Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosenquote nur in drei Gebieten gesunken: im Trentino, in Italien und Südtirol (jeweils -0,5, -0,4 und -0,2 Prozentpunkte).

Bezirk: Bozen

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