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Alpitec China: Erfolgreiche elfte Auflage mit Blick auf Olympia 2022

Mittwoch, 30. Januar 2019 | 16:40 Uhr

Peking – Vor kurzem ging in Peking die elfte Auflage der Alpitec China, Fachmesse für Berg- und Wintertechnologien, zu Ende. Von 16. bis 19. Januar 2019 war Alpitec China gemeinsam mit ISPO Beijing wieder Treffpunkt für die Wintersport-Branche des gesamten asiatisch-pazifischen Raumes. Mit dabei waren auch die Südtiroler Marktführer Technoalpin sowie Leitner mit Prinoth und Demaclenko.

67 Aussteller und Brands aus zwölf Ländern präsentierten vier Tage lang auf 4.500qm die gesamte Produktpalette der Wintertechnologien am neuen Standort, China International Exhibition Center in Peking: Seilbahnsysteme und Schneeanlagen, Pistenbearbeitungsmaschinen, Schneemobile, Ausstattung für den Skiverleih und die Sicherheit, Ticket- und Zulassungssysteme, Skigebiets-Planung, Resort-Design und Anlageberatung. Die elfte Auflage bestätigte die Position der Fachmesse als führende Plattform für Berg-und Wintertechnologien im asiatisch-pazifischen Raum: 30.000 Besucher konnte Alpitec China gemeinsam mit ISPO Beijing verzeichnen.

„Wir sind bereits 2009 auf den Zug der wachsenden chinesischen Wintersportindustrie aufgesprungen und sehen uns jetzt in dieser Entscheidung bestätigt. Der gesamte Markt hat durch den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele in Peking 2022 Aufwind bekommen; davon haben wir in den letzten Jahren profitieren können. Und die Entwicklung geht über die Olympischen Spiele hinaus weiter, wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so rasant:  Es sind einige neue Skiresorts bzw. der Ausbau bestehender Skigebiete in Planung“, unterstreicht Thomas Mur, Direktor der Messe Bozen. „Einige davon haben wir gerade erst im Rahmen der von ISPO Beijing organisierten Ski Resort Tour besuchen und uns selbst ein Bild machen können.“

Besonders attraktiv war für die Fachbesucher das messebegleitende Informationsprogramm der Alpitec China. Die Asia Pacific Snow Conference APSC, die traditionell gemeinsam mit ISPO Beijing ausgerichtet wird, war mit 350 Teilnehmern wieder gut besucht. Ein Highlight der APSC 2019 war die Präsentation des „White Book 2018“ von Wu Bin – die einzige Publikation, die den Status quo der chinesischen Wintersportbranche analysiert. Die Zahlen illustrieren ein kontinuierliches, inzwischen eher lineares als exponentielles Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren: 14 neue Seilbahnen wurden in Betrieb genommen, was einem Wachstum von knapp 6% auf 250 Seilbahnen entspricht.

Der größte Anstieg war laut Wu Bin bei der Anzahl der Skilifte mit +12,5 Prozent auf 54 Lifte und der Anzahl an Schneekanonen mit + 12,27 Prozent auf 7.140 zu verzeichnen.

Die zweite Auflage des APSC Technical Workshops bot den Fachbesuchern wertvolles Know-How zu konkreten technischen Aspekten des Skiresorts-Betriebs: So gaben die Referenten Tipps, wie eine Piste für den Nachtskilauf präpariert und beleuchtet werden sollte, welche Pistenraupe für welche Piste geeignet ist oder wie ein Sicherheitskonzept für große Ski-Events aufgestellt werden kann.

Die Aussteller der Alpitec China 2019 kamen aus China, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Österreich, Slowenien, Schweden, Finnland, Chile, der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Zum ersten Mal dabei war der chilenische Snowpark-Planer Longride Snowparks. CEO Miguel Brzovic Cordero sieht Alpitec China als Sprungbrett in den chinesischen Markt: „Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität und Quantität der geknüpften Kontakte. Es gab so viel Interesse an unserem Unternehmen, dass wir uns jetzt auf die Suche nach einem chinesischen Partner machen, um ein Geschäftsmodell für China zu entwickeln.“

Unter den Ausstellern waren auch wieder einige Südtiroler Firmen: Leitner mit Prinoth und Demaclenko (beide seit der ersten Auflage 2009 dabei) und Technoalpin (Aussteller seit 2010) nutzten die Gelegenheit, sich auf der Alpitec China 2019 dem asiatisch-pazifischen Markt zu präsentieren. John Calverley und Andreas Muigg von Prinoth waren darüber hinaus als Referenten am APSC Technical Workshop beteiligt.

Die Südtiroler Aussteller zeigten sich durchwegs mit ihrer Teilnahme an Alpitec China 2019 und größtenteils auch mit dem neuen Standort zufrieden, der zwar weiter vom Stadtzentrum entfernt, dafür aber nahe am Flughafen liegt.

Für Michael Mayr, Sales Area Manager bei Technoalpin, ist Alpitec China seit Jahren eine sehr gute Gelegenheit, die Kunden der Region vor Ort zu treffen. „Sehr zufrieden waren wir dieses Jahr auch mit den messebegleitenden Rahmenveranstaltungen; beim Asia Pacific Snow Conference Dinner etwa waren hochrangige Vertreter der Skiindustrie dabei.“

Für Erika Brunello, Key Account Manager China bei Demaclenko, ist es nach wie vor ein Muss, auf der Alpitec China Präsenz zu zeigen. „Ein großes Lob an die Messe Bozen für die reibungslose und effiziente Organisation in einem nicht immer einfachen Umfeld.“ Froh ist Brunello darüber, dass Alpitec China im nächsten Jahr nicht mehr vor, sondern nach dem chinesischen Neujahrsfest und damit nach der im Verhältnis zu Europa sehr kurzen Wintersport-Hochsaison in China stattfindet: Von 12.-15. Februar 2020 trifft sich die Branche wieder auf der Alpitec China im China International Exhibition Center in Peking!

Von: luk

Bezirk: Bozen

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