Karerseestraße wird sicherer und umweltfreundlicher 

Anblick des Karersees ohne Motorenlärm: Bald Realität

Dienstag, 10. April 2018 | 13:33 Uhr

Um den Karersee und damit das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten aufzuwerten und die Sicherheit der Straße zu garantieren, wird deren Verlauf verändert.

In Zukunft werde es möglich sein, den Anblick des Karersees ohne Motorenlärm zu genießen. Das kündigte heute (10. April) Landeshauptmann Arno Kompatscher an. “Nachdem die abrutschgefährdete Straße längs des Seeufers dringend in Stand gesetzt werden muss, standen wir vor zwei Alternativen”, erklärte nach der heutigen Regierungssitzung der Landeshauptmann, “entweder die Straße auf der bestehenden Trasse zu sanieren oder sie zugunsten von Landschaft und Umwelt zu verlegen, dabei aber doppelt so tief in die Tasche zu greifen.” Die Landesregierung hat sich heute für die Straßenverlegung ausgesprochen und die technischen Eigenschaften für den neuen, rund einen halben Kilometer langen Abschnitt genehmigt. “Der Verkehr wird damit weg vom See und hin zum Besucherzentrum gelotst, der Karersee an der Grenze zum UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiet Dolomiten besser geschützt und aufgewertet”, betonte der Landeshauptmann. Er verwies auch auf die durchwegs positive Projektbewertung durch alle Ämter und Dienststellen.

LPA/Angelika Schrott

Dolomitengebiet aufgewertet

In diesem Jahr werden UNESCO-Fachleute überprüfen, ob im Weltnaturerbe-Gebiet Nachhaltigkeitsmaßnahmen umgesetzt wurden. In diesem Zusammenhang ist die Verlegung der Straße als landschaftliche und ökologische Aufwertung des Karersees und dessen Umgebung zu sehen, sagt Kompatscher. Der Karersee gelte als Juwel der Dolomiten und ziehe jährlich rund 600.000 Besucher an, so der Landeshauptmann.

Die derzeitige Staatsstraße soll von Bozen kommend etwa 100 Meter vor dem See abgefangen und hinter dem Felsknopf zum bereits bestehenden Parkplatz und dann östlich durch einen hundert Meter langen Tunnel am Besucherzentrum vorbei bis zur Kehre nach dem See verlaufen, die derzeit saniert wird.

Mobilität insgesamt verbessert

“Die gesamte Mobilitätssituation rund um den Karersee wird optimiert, die Anbindungen der Straße an Parkplatz und Besucherzentrum werden verbessert. Es gibt zudem eine neue Bushaltestelle mit Verbindungen für Fußgängerzu diesen beiden Strukturen”, betont Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Dazu wird der Kreisverkehr etwas erhöht und schließt mit jeweils einer Rampe an den Parkplatz und an das Besucherzentrum angeschlossen, das somit auch für Zulieferer und Rettungsfahrzeuge leichter erreichbar ist.

Gemeinsame Lösung

Der neue Straßenabschnitt wird über zwei Fahrspuren mit je drei Metern Breite und jeweils 50 Zentimeter breite Randstreifen verfügen. Für die Mauern ist eine Verkleidung mit typischen Kalkstein vorgesehen.

In die neue Mobilitätslösung investiert das Land rund 9,7 Millionen Euro. Der Eingriff wurde vom Landesamt für Straßenbau Mitte-Süd und dem Straßendienst Salten-Schlern mit dem Landesbetrieb für Forst und Domänenverwaltung sowie den Ämtern für Landschaftsplanung, Landschaftsökologie und Landschaftsschutz sowie mit der Gemeinde Welschnofen abgestimmt. Nachdem die Landesregierung heute die technischen Eigenschaften vorgegeben hat, kann nun die Projektplanung in Angriff genommen werden.

Von: luk

Bezirk: Salten/Schlern

Kommentare

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5 Kommentare auf "Anblick des Karersees ohne Motorenlärm: Bald Realität"


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Tschoegglberger
Tschoegglberger
Tratscher
9 Tage 13 h

E Autos erzeugen keinen Lärm. Haben solche Fahrzeuge jetzt überall Vorfahrt?

Lana2791
Lana2791
Neuling
9 Tage 12 h

Gscheider mol olte Projekte ausführn und obschliasn ! Men hot sich für a nuie Variante entschlossn wos doppelt sou viel kostet wia a Sanierung… logisch mir hobns jo 😂 , nor hoff mer dass bis zum Obschluss der orbeitn nou a Wosser im Sea isch !

der echte Aaron
der echte Aaron
Tratscher
9 Tage 8 h

Gescheiter wäre es, mal die Verbindung Passaier – Meran Bhf. zu bauen

der echte Aaron
der echte Aaron
Tratscher
9 Tage 8 h

Wegen dem kleinen ,,Lakel” so eine riesen Investition? Da geht es wohl eher um Abzuzocke, so muss man fürn Parkplatz ordentlich bezahlen, um das mini Lackel zu sehen. Bis jetzt konnte man vorbei fahren und einen kurzen Blick drauf werfen und das wars.

Albatros
Albatros
Neuling
9 Tage 7 h

Ein Kompliment an alle die dieses Projekt vorangetrieben haben. Nun kommt der Karersee doch noch zu einer Umfahrung die seiner berühmten Idylle gerecht wird. Die Landesregierung finanziert ein Projekt, welches den Bedürfnissen der Verkehrsteilnehmer, hinsichtlich Verkehrsfluss u. Sicherheit und ebenso den Naturliebhaber mit ihrer Hoffnung auf Ruhe und Abgeschiedenheit, entgegen kommt. Das Geld ist ohne Zweifel besser investiert, als in Lift- bzw. Aufstiegsanlagen welche den Betrieb von Jahr zu Jahr nur mit frischem Kapital aufrecht erhalten können.

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