"Notwendigkeit von guten Rahmenbedingungen"

Arbeitsmarktentwicklung: Handwerk sieht Chancen für Jugend

Donnerstag, 30. April 2026 | 16:39 Uhr

Von: luk

Bozen – Der lvh.apa zeigt sich erfreut über die aktuellen Entwicklungen am Südtiroler Arbeitsmarkt, wie sie in der heutigen ASTAT-Studie veröffentlicht wurden. Die niedrige Arbeitslosigkeitsrate sei ein positives Signal für unseren Wirtschaftsstandort und unterstreiche die Stabilität unseres Systems.

Besonders im Bereich der Jugend sieht der lvh eine ermutigende Entwicklung: „Wir erleben viele leistungs- und arbeitswillige Jugendliche. Dies bestätigt auch die Anzahl der erwerbstätigen jungen Menschen in der ASTAT-Untersuchung. Gerade für sie bietet das Handwerk spannende und zukunftssichere Perspektiven”, betont lvh-Präsident Martin Haller. Dies spiegle sich auch in einer leicht steigenden Zahl an Lehrlingen wider – ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des Handwerks.

Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel jedoch eine zentrale Herausforderung. Fachkräfte werden in nahezu allen Bereichen dringend gesucht. Deshalb müssen alle vorhandenen Potenziale bestmöglich genutzt werden.

In diesem Zusammenhang erneuert der Verband seine Forderung nach mehr Flexibilität für pensionierte arbeitswillige Fachkräfte: „Es ist wichtig, dass Menschen auch nach dem Pensionsantritt weiterarbeiten dürfen, wenn sie dazu in der Lage sind und dies möchten, ohne dass sie dafür steuerliche Nachteile haben. Der lvh hat sich auf staatlicher Ebene bereits mehrfach für entsprechende Lösungen eingesetzt“, erklärt lvh-Direktor Walter Pöhl.

Der Wirtschaftsverband unterstreicht zudem die Bedeutung geeigneter Rahmenbedingungen für die Zukunft des Handwerks. „Wer ein Unternehmen gründet oder einen bestehenden Betrieb übernimmt, braucht Planungssicherheit und gezielte Unterstützung. Gerade junge Unternehmerinnen und Unternehmer müssen gefördert werden, damit sie diesen Schritt wagen und unsere Wirtschaft langfristig stärken“, so Haller. Nun komme es darauf an, die positiven Entwicklungen gezielt zu nutzen und gleichzeitig strukturelle Maßnahmen zu setzen, um den Arbeitsmarkt nachhaltig abzusichern.

Bezirk: Bozen

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