Tschenett mahnt zu mehr Sachlichkeit

ASGB: Kritik nicht auf dem Rücken des Personals austragen!

Dienstag, 03. Dezember 2019 | 17:04 Uhr

Bozen – Es sei zu erwarten gewesen, so Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), dass der Abschluss des ersten Teilvertrages zum BÜKV zu Diskussionen innerhalb der Körperschaften führen wird. Es sei aber inakzeptabel, dass der Konflikt auf dem Rücken des Personals ausgetragen wird.

„Jüngst getätigte Aussagen diverser Bürgermeister sind nicht nur inakzeptabel, sondern auch unverschämt dem Personal gegenüber. Als Gemeindeverwalter hergehen, sich aufregen, dass das Land nach langen Verhandlungen Nikolaus spielen, aber an Privilegien nicht rütteln würde – da bin ich gespannt wie jene, die täglich dafür sorgen, dass die Dienste der Gemeinde funktionieren, reagieren. In dieser Diskussion wird oft vergessen, dass die Nutznießer des BÜKV keine Geschenke erhalten, sondern einen Teil der inflationär bedingten Kaufkraftverluste kompensiert bekommen. Ich mahne zu mehr Sachlichkeit in dieser Debatte“, so Tschenett in einer Presseaussendung.

Laut dem Chef des ASGB sei es betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, dass die Bürgermeister, als oberste Verwalter der Gemeinden, alles versuchen würden, die entstandenen Zusatzkosten auf das Land abzuwälzen. Dies mute aber vor dem Hintergrund, dass der Gemeindenverband auch Teil der öffentlichen Verhandlungsdelegation war, doch etwas opportunistisch und nicht sehr glaubwürdig an.

„Wir können einfach nicht nachvollziehen und tolerieren, dass dieser Konflikt zu Lasten der Angestellten ausgetragen wird. Deshalb fordern wir, dass diese Debatte vernünftig diskutiert wird. Wir sind schließlich nicht im Kindergarten“, schließt Tschenett.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

8 Kommentare auf "ASGB: Kritik nicht auf dem Rücken des Personals austragen!"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
thomas
thomas
Universalgelehrter
7 Tage 59 Min

bravo Herr Tschenett!

Savonarola
6 Tage 21 h

die Birgermoaschter solln die Pappn hebn, weil sie hobn a grod +7% und Renteneinzohlung erreicht. Und sischt tiamer wia in der SWZ schteat: Gemeinden zommenlegn. So eine Frechheit.

faif
faif
Grünschnabel
6 Tage 11 h

…100% genau getroffen !!

faif
faif
Grünschnabel
6 Tage 11 h

….i soogs amoll asoo: die svp suacht schun fleißig stimmen fir die nägschtn woohln …und mindestens 35.000 hobmsie schun wieder wianiger!…und olle minusdrucker hobm iatz nix verstonden wiea i dess moan.

nuisnix
nuisnix
Superredner
6 Tage 7 h

Eine Gleichstellung ist erst erreich, wenn die Privilegien der öffentlich Bediensteten auch für die Privatwirtschaft gelten – oder eben umgekehrt, wie es einige Bürgermeister anscheinend gefordert haben!

Savonarola
6 Tage 4 h

@ nuisnix

Einige dieser Bürgermeister sollen ihre Frauen fragen, ob sie damit einverstanden sind: die arbeiten selber beim Land!

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
6 Tage 8 h

gemeinden zusammenlegen ,des isch guat .

Clemmy
Clemmy
Grünschnabel
6 Tage 4 h

Ich fände es mehr als angebracht vor der Tätigung solcher Aussagen, mal das eigene Gehalt, die eigenen gearbeiteten Stunden und die eigenen Privilegien offenzulegen und ggf. zu hinterfragen. Dass sich dann gerade die Bürgermeister aufregen, finde ich schon mehr als lächerlich.

wpDiscuz