Tschenett hält wenig von Spekulationen zu Wettbewerb

ASGB: „Lächerliche Posse von Thomas Schäl“

Montag, 03. September 2018 | 12:05 Uhr
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Bozen – Die Gewerkschaft ASGB zeigt wenig Verständnis dafür, dass sich der EX-Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Thomas Schäl, wieder für denselben Posten bewirbt – „trotz eklatanter Fehler“  und trotz „einvernehmlicher, mit einer Abfindung von rund 180.000 Euro dotierten Auflösung des Arbeitsvertrages“.

Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB) kann „aufgrund dieser dreisten Vorgehensweise“ nur den Kopf schütteln und ist davon überzeugt, „dass aufgrund des nachhaltig gestörten Vertrauensverhältnisses zwischen öffentlicher Verwaltung und Thomas Schäl unbedingt verhindert werden müsse, dass dieser erneut einen Schritt in den Südtiroler Sanitätsbetrieb setzt.“

Der ASGB-Chef erinnert in diesem Zusammenhang an diverse Versäumnisse, Aussagen und zweifelhafte Handlungen des Generaldirektors: „Unsummen an Euros wurden für Aufträge außerhalb der Provinz vergeben, es wurde der Sager getätigt, älteren Menschen sollten nur Prothesen zweiter Klasse eingesetzt werden, die Verlängerung der Versicherung für Pfleger und Ärzte wurde verschlafen, die Digitalisierung im Gesundheitswesen stockt oder wird derart intransparent vorangetrieben, dass niemand Kenntnis über die Fortschritte des Projektes hat, das Arbeitsklima hat sich während der Führung Schäls signifikant verschlechtert. Dies um nur einige Punkte zu nennen. Summa Summarum kann man Schäl also attestieren, dass seine Ägide als Generaldirektor nicht nur von Erfolg gekrönt war. Deshalb kann die neuerliche Absicht Schäls, wieder Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes zu werden, nur als lächerliche Posse abgetan werden, die aber dennoch zweifelsfrei beweist, mit welcher Arroganz und welchem Narzissmus Thomas Schäl agiert. Ich – und vielen Bürgern geht es gleich – empfinde die Tatsache, dass Schäl effektiv damit spekuliert, wieder Generaldirektor zu werden als Provokation gegenüber der Südtiroler Bevölkerung.“ Laut Tschenett gelte es nun, mit äußerster Entschiedenheit alle Register zu ziehen, um eine Periode Schäl 2.0 im Südtiroler Sanitätsbetrieb zu unterbinden.

Den Spekulationen, wonach der Wettbewerb für die Ausschreibung zur Position des Generaldirektors des Südtiroler Sanitätsbetriebes nicht rechtens wäre, kann Tschenett wenig abgewinnen. „Das Landesgesetz 3/2017, welches die juristische Grundlage zur Ernennung des Generaldirektors bildet und das nationale Gesetz (sog. Madia-Gesetz) im Hinblick auf die Anforderungen unseres Autonomiestatutes ergänzt, wurde von Rom niemals angefochten und kann deshalb für den Wettbewerb als zulässig bezeichnet werden. Sofern also keine potentiellen Kandidaten oder die römische Regierung Beschwerde ob der Rechtsmäßigkeit einlegen, dienen solcherart Spekulationen nur zur Verunsicherung der Bevölkerung“, stellt der ASGB-Chef klar.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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3 Kommentare auf "ASGB: „Lächerliche Posse von Thomas Schäl“"


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wellen
wellen
Superredner
18 Tage 1 h
Tschenett, wenn die SVP in Umgehung der nationalen Liste einen Generaldirektor ernennt, will ich mal sehen , ob sich die sauberen Beamten vom Gesundheitsassessorat getrauen, die Ernennung zu unterschreiben. Weil die haften bei Rekursen, sie sowieso kommen, von Schäl selber, der in beiden Alben drin ist, oder von der Opposition. Ihre SVP hat da einen Bock nach dem anderen geschossen, auf Kosten von uns Steuerzahlern. So wäre es billiger, Schäl wieder einzustellen, man holt sich die 184.000 zurück und vermeidet weiters Chaos. Schäl hat das mit den Versicherungen gar nicht verschuldet, weiß inzwischen auch jeder. Sündenbock für die Inkompetenz der… Weiterlesen »
Tabernakel
18 Tage 47 Min

Da hat irgendjemand große Angst vor Thomas Schael.

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
18 Tage 59 Min

@ wellen
Ich muss Ihnen in dieser Sache vollkommen recht geben 👍
Ich bin auch vollends überzeugt dass Schäl nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet ABER und da liegt der Hase im Pfeffer die Hände gebunden  hatte.Sein Fehler: er hätte viel früher Luft machen sollen und nicht warten auf so schäbige Art und Weise verdrängt zu werden.

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