„Ökonomische Ungleichbehandlung nicht hinnehmbar“

ASGB macht sich für Lehrpersonen staatlicher Schulen stark

Mittwoch, 16. Dezember 2020 | 09:02 Uhr

Bozen – Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), fordert eine ökonomische Aufwertung für die Lehrpersonen und das Erziehungspersonal aller Schulstufen der Schulen staatlicher Art.

„Aktuell ist es so, dass die Lehrkräfte der Landesschulen den vom BÜKV vorgesehenen Inflationsausgleich und weitere Leistungen erhalten, während die Lehrkräfte der Schulen staatlicher Art durch die Finger schauen, weil der BÜKV für diese keine Anwendung findet. De facto resultiert darauf eine finanzielle Ungleichbehandlung, die behoben werden muss“, so der Vorsitzende des ASGB.

Analog zum Personal der Landesschulen müsse deshalb auch das Personal der Schulen staatlicher Art Anrecht auf einen Inflationsausgleich haben. „Wir können nicht in Sonntagsreden die Bedeutung der Ausbildung unserer Kinder lobpreisen und am Montag zur Tagesordnung übergehen und den Ausbildnern einen längst fälligen Ausgleich der Kaufkrafteinbußen verwehren. In dieser Beziehung muss das Land ein Gleichgewicht finden und auch Prioritäten setzen, denn wenn für tausend Führungskräfte des Landes zehn Millionen Euro an Lohnerhöhungen vorgesehen werden, dann wird es wohl einleuchten, dass 15 Millionen Euro an vorgesehenen Mitteln für zehntausend Bedienstete in den Schulen staatlicher Art kaum eine annehmbare Relation darstellen“, so Tschenett.

Deshalb müsse das Land im Haushaltsplan für 2021 ausreichend Geldmittel für den Bereich Bildung zweckbinden und im schlimmsten Fall auch Umschichtungen vornehmen, um den „berechtigten Forderungen einer längst fälligen Gehaltsangleichung“ für das Personal der Schulen staatlicher Art an jenes der Landesschulen nachzukommen. Denn Einsparungen im Bildungswesen würden lang nachhaltende negative Effekte auf die Ausbildung der Schüler mit sich bringen, die kaum zu rechtfertigen seien.

Der ASGB-Chef fordert die zuständigen Landesstellen mit Nachdruck auf, einen für alle Beteiligten akzeptablen Weg zu gehen und eine ökonomische Gleichstellung zwischen Lehrpersonen und Erziehungspersonal der Landesschulen und der Schulen staatlicher Art zu schaffen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "ASGB macht sich für Lehrpersonen staatlicher Schulen stark"


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Guri
Guri
Superredner
1 Monat 8 Tage

Den ganzen Sommer Frei haben ! und immer fordern und jammern .

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Interessant, bisher hat man gehört, die Lehrer sind froh, einen Fuß beim Staat zu haben, weil man dort besser aufgestellt sei, vor allem was gewerkschaftliche Rechte anbelangt und den hiesigen misstrauen. Nicht zu Unrecht wie man beim IT Bonus sieht.

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Wird auch höchste Zeit! Bravo ASGB!

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