"Schlechter Scherz?"

ASGB: “Tolerieren keine Kürzungen beim Personal”

Dienstag, 26. Februar 2019 | 16:33 Uhr

Bozen – Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Tony Tschenett, hat zunächst an einen schlechten Scherz geglaubt, als er erfahren hat, dass als Maßnahme, die Fixkosten des Landes zu senken, angedacht wird, Gehaltskürzungen bei den öffentlich Bediensteten vorzunehmen.

Tschenett stellt unmissverständlich klar: „Gehaltskürzungen werden wir nicht hinnehmen. Die öffentlich Bediensteten waren bereits durch den Gehaltsstopp der Regierung Monti die Leidtragenden und mussten massive Verluste ihrer Kaufkraft hinnehmen. Die Lohnerhöhungen, welche anschließend durch den Bereichsübergreifenden Kollektivvertrag gewährt wurden, haben bei weitem die erlittenen Verluste nicht wettgemacht. Weitere Kürzungen können nicht toleriert werden.“

Der ASGB-Chef verweist auf die Tatsache, dass es im öffentlichen Dienst aktuell sowieso schwer sei, das dringend benötigte Personal zu finden, da die Privatwirtschaft als Arbeitgeber oft als attraktiverer Arbeitgeber erscheine. Die Stimmung nun anzuheizen und Lohnkürzungen anzudenken sei vor diesem Hintergrund völlig kontraproduktiv. Über eine Senkung der Fixkosten nachzudenken sei legitim, jedoch nicht auf Kosten des Personals.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "ASGB: “Tolerieren keine Kürzungen beim Personal”"


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Grünschnabel
27 Tage 10 h

Gehaltskürzungen bei den öffentlichen Bediensteten? Das heißt bei den “kleinen” öffentlichen Bediensteten? Die “großen” lassen sich bestimmt nicht die Butter vom Brot nehmen!
Aber wirklich aufräumen könnte man z.B. bei Vize-Zulagen (warum soll das nicht der Nächsthöhere automatisch und ohne extra Bezahlung tun müssen) oder den ganzen ad-personam-Zulagen (für nicht mehr geleistete Aufgaben) oder sonstigen zweifelhaften Prämien und Zulagen, die sich die Führungsrige untereinander zuschanzt?

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