Studie bestätigt Trend

Bahnverbindungen stärken nachhaltige Mobilität

Montag, 24. August 2026 | 15:14 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Immer mehr Menschen nutzen den Zug nicht nur für den Arbeitsweg, sondern auch in ihrer Freizeit und für Urlaubsreisen. Darauf weist eine kürzlich veröffentlichte Studie von SWG (Marktforschungsinstitut) und Trainline in Zusammenarbeit mit IDM Südtirol hin. Demnach geben europaweit 61 Prozent der Befragten an, bereits einmal mit dem Zug verreist zu sein oder sich dies vorstellen zu können. In Italien liegt dieser Anteil mit 66 Prozent sogar noch höher.

Damit die Bahn tatsächlich zu einer attraktiven Alternative zum Auto für Städtereisen, Wochenendausflüge oder Sommerurlaube wird, braucht es komfortable Verbindungen, kurze Reisezeiten und attraktive Angebote. In der ersten Hälfte der laufenden Legislaturperiode wurden in diesem Bereich wichtige Fortschritte erzielt, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider: “Unser Ziel ist es, mit der Bahn eine angenehme, effiziente und kostengünstige Alternative zum Auto anzubieten, sei es für den täglichen Arbeitsweg, die Geschäftsreise nach Mailand, den Städtetrip nach Wien oder Rom oder den Urlaub am Meer in Apulien. Dafür haben wir viel gearbeitet und werden diesen Weg konsequent weitergehen.”

Auch für die Südtiroler Wirtschaft spielt eine leistungsfähige Bahnverbindung über den Brenner eine zentrale Rolle. Die Handelskammer Bozen setzt sich gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden und den Partnern entlang des Brennerkorridors seit Jahren für den Ausbau des Schienengüterverkehrs und bessere grenzüberschreitende Verbindungen ein. Ziel ist es, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren.

“In den vergangenen Jahren wurden im Bahnverkehr von und nach Südtirol zahlreiche wichtige Fortschritte erzielt. Gleichzeitig besteht weiterhin Handlungsbedarf. Insbesondere der grenzüberschreitende Bahnverkehr muss einfacher, verlässlicher und effizienter werden. Dazu gehören der Abbau technischer und administrativer Hürden zwischen den Ländern, zusätzliche Kapazitäten für den Güterverkehr, eine bessere Abstimmung der Fahrpläne sowie der rasche Ausbau der notwendigen Infrastrukturen entlang des gesamten Brennerkorridors. Nur so kann die Bahn ihr Potenzial als nachhaltiges Verkehrsmittel für Wirtschaft und Bevölkerung voll entfalten”, unterstreicht Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Bezirk: Bozen

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