Die „Arenenberger Erklärung“

Bauernbund sagt: Können volle Lebensmittelregale nicht mehr garantieren

Donnerstag, 20. Oktober 2022 | 16:08 Uhr

Bozen – Volle Lebensmittelregale sind zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Doch das könnte sich zukünftig ändern. Aufgrund der zahlreichen Krisen, die die bäuerlichen Betriebe besonders treffen, ist die Ernährungssicherheit alles andere als garantiert. Neun deutschsprachige Bauernverbände fordern daher in einer gemeinsamen Erklärung Maßnahmen zur Stärkung der Landwirtschaft und der Ernährungssicherheit.

Die zwischenzeitlichen Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln während der Corona-Lockdowns könnte ein Vorgeschmack auf das gewesen sein, was noch kommen könnte. Dass Lebensmittel immer und fast überall unbegrenzt zur Verfügung stehen, ist keine Selbstverständlichkeit mehr.

Um die Ernährungssicherheit und wie diese auch zukünftig garantiert werden kann, ging es anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums des Schweizer Bauernverbandes bei einem Gipfeltreffen von neun deutschsprachigen Bauernverbänden, darunter dem Südtiroler Bauernbund, diese Woche auf dem Arenenberg am Bodensee. „Wir waren uns einig, dass die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, die explodierenden Energie- und Betriebsmittelpreise, die nicht zufriedenstellenden Produzentenpreise, die zunehmenden Regulierungen und Auflagen sowie immer häufiger auftretende Wetterextreme die bäuerlichen Betriebe stark unter Druck setzen und die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln gefährden“, sagt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.

Mit der „Arenenberger Erklärung zur Bedeutung der Landwirtschaft für die Lebensmittelversorgung“ fordern die Bauernverbände aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland und Südtirol mehr Unterstützung von den jeweiligen Regierungen und zielgerichtete Maßnahmen. „Um die Menschen auch in Zukunft mit ausreichend, gesunden, erschwinglichen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln zu versorgen, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden.“ Obwohl die UNO den Hunger bis 2030 eliminieren wolle, gebe es so viele Hungernde wie nie zuvor. Das zeige, dass dringend gehandelt werden muss. „Wir fordern daher, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass die Landwirtschaft effizient und nachhaltig Lebensmittel produzieren kann, die auf stabilen Märkten zu fairen Preisen verkauft werden“, fasst Tiefenthaler zusammen. Maßnahmen, die die Lebensmittelproduktion und damit die Ernährungssicherheit behindern, seien hingegen zu vermeiden.

Die „Arenenberger Erklärung“ wird in den nächsten Tagen den jeweiligen Regierungen zugesendet.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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19 Kommentare auf "Bauernbund sagt: Können volle Lebensmittelregale nicht mehr garantieren"


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Superredner
1 Monat 18 Tage

Stärkung der Landwirtschaft? Die wohlen doch einen auf dem Arm nehmen, Europa ist einer der größten Milchpulverproduzenten überhaupt, als die Milchquote viel wurde sogar noch mehr produziert. Es ist so schlimm, dass unsere Exporte es rentabler gemacht haben, unser Milchpulver zu kaufen, als das irgendjemand in Südamerika selbst Milchpulver herstellt. Auch ist die Lebensmittelverschwendung, neben Kanada und den USA in Europa am höchsten.

leolee
leolee
Tratscher
1 Monat 18 Tage

dank der eu

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

Hast du Quellen?

Sellwertschunasosein
Sellwertschunasosein
Grünschnabel
1 Monat 18 Tage

liebe/lieber kingu Milchpulver werd net aus milch gemocht sondern aus molke

@
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Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

@Sellwertschunasosein
Erzähle keine Fakes 🤫
Milchpulver (bzw. Trockenmilch) wird hergestellt, indem der Milch das gesamte freie Wasser entzogen wird.
Molke ist die wässrige grünlich-gelbe Restflüssigkeit, die bei der Käseherstellung entsteht. Sie ist der flüssige Teil, der nach der Gerinnung der Milch zu Käse oder Quark abgesondert werden kann.
(Quelle Wikipedia)

@
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Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

@Spiegel
Google mal nach “Milchpulverexporte nach Afrika” , dann findest du genug Quellen.

diskret
diskret
Superredner
1 Monat 18 Tage

Was brauchst so viele Milch Produkte in den Regalen , alles übertrieben das ist nur ein Gier von den Hersteller dieser Produkte .

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 18 Tage

…Kuhmilch ist ungesund für Menschen…

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

@Doolin sagt der Veganer

PhilGrill
PhilGrill
Grünschnabel
1 Monat 18 Tage

Man kann auch jeden Schmarrn veröffentlichen und unsere lieben Politiker stehen daneben und klatschen…. die Bauern bekommen meines Erachtens sowieso schon zu viel Unterstützung für die Steuern die sie im Gegenzug zahlen (ein großes Minusgeschäft)

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

@PhilGrill… nach dieser Überlegung also soll ein Geringverdiener sich seinen Krankenhausaufenthalt selber zahlen? …welche Unterstützung/Beiträge bekommen z.B. Weinbauern? Die Beiträge für Bergbauern sind wirtschaftlich mehr als berechtigt, wenn wir die Berglandwirtschaft erhalten wollen!

obr jetz.
obr jetz.
Tratscher
1 Monat 18 Tage

Muss es auch nicht. Man muss nicht jeden Tag das volle Sortiment bis 19.00 Uhr HABEN. Es wird so viel zuviel weggeworfen.

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

@obr jetz….DDR-Nostalgie?

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

@Oracle was ist daran schlecht, wenn das Brotregal nach 18uhr nicht mehr aufgefüllt wird?

Staenkerer
1 Monat 18 Tage

ohhhh jej de drohgebärden konn man decht bold nimmer ernst nemmen … oder?
des kling jo wie des gebrüll von an verwöhnten, trotzigen kloankind des nit genau des krieg wos es sich in kopf gstetzt hot …..

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 17 Tage

…müssen halt Beiträge her…

@
@
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

Es sind nicht die Bauern, welche die Supermarktregale füllen, sondern es ist die Landwirtschaftsindustrie. Also braucht sich Tiefentaler keine Sorgen um die Bauern machen, es sei denn, er vertritt diese Industrie, die eigentlich nichts mit einem Bauer zu tun hat, außer dass sie die selben Produkte industrielle herstellt,die auch Bauern handwerklich produzieren.

Mico
Mico
Superredner
1 Monat 18 Tage

und das Fazit daraus….. der markt wird von billiganbieter und megakonzernen die nur chemie liefern überrollt…

Tina1
Tina1
Superredner
1 Monat 17 Tage

Was sind sind denn die einheimischen bäuerlichen Produkte? Eier, Milch, Butter und (dafür bekommen sie pro Kuh 300€) überteuerte Marmeladen, Säfte, Äpfel und Trauben soweit das Auge rund davon allein kann man nicht leben. Fleischpreis ein Griff nAlles andere ist nicht regionaleicht

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