Sanitätsbetrieb will in unsicheren Zeiten Klarheit schaffen

Betriebsklausur: Vorbereiten auf das Neue

Mittwoch, 24. August 2016 | 17:54 Uhr

Bozen – In unsicheren Zeiten Klarheit schaffen, das ist Ziel und Wunsch der Führung des Sanitätsbetriebes: Die Betriebsdirektion hat heute den Grundriss für die Entwicklung der Ziele der Jahre 2017 bis 2019 gezeichnet.  Die Ergebnisse sind demnächst Ausgangspunkt einer Betriebsklausur mit rund 40 Führungskräften zu zentralen Themen der zukünftigen Leistungserbringung im Krankenhaus und vor Ort. In den nächsten Monaten wird es auch im Sanitätsbetrieb zu einem weiteren Führungswechsel kommen.

Neben der bereits angelaufenen Betriebsoptimierung und der Umsetzung der Projekte kommt es im Südtiroler Sanitätsbetrieb in den nächsten Monaten zu großen personellen Änderungen. Sanitätsdirektor Oswald Mayr, Pflegedirektor Robert Peer und Verwaltungsdirektor Marco Cappello werden im Herbst von ihren Positionen abtreten, die Ausschreibungen für diese Posten sind bereits beendet. Auch der Gesundheitsbezirk Brixen erhält, nach einem Jahr Interims-Führung durch den Bezirksdirektor von Bruneck, Walter Amhof, eine neue Leitung. Auf diese Wechsel will man sich vorbereiten, denn Planbarkeit und zielgerichtetes Handeln ist in jedem Unternehmen ein zentraler Auftrag. Gleichzeitig gilt es auch die Schwerpunkte für die Gestaltung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung für 2017 und Folgejahre zu definieren. Die Einleitung für den Strategie-Entwicklungsprozess, der für die Jahre 2017 bis 2019 richtungsweisend wird, hat heute in der Betriebsdirektion stattgefunden.

„Wir haben eine Phase vor uns, die eine große Chance darstellt“, so Generaldirektor Thomas Schael. „Auch in Erwartung der Novellierung des Landesgesetzes 7 haben wir als Betrieb trotzdem die Aufgabe uns für die anstehenden Herausforderungen zu rüsten. Es gibt viel zu tun, aber man muss auch das Gute sehen, wir haben eine gute finanzielle Basis und hochmotivierte Leute, die ihr Bestes tun.“

Auch die scheidenden Direktoren geben in den letzten Wochen ihres Amtes noch wertvolles Wissen mit auf den Weg: „Wir sind eine Institution, die gesellschaftlich wichtig ist, denn wir sind für die Gesundheitsversorgung von über 520.000 Menschen zuständig“, stellte Sanitätsdirektor Oswald Mayr im Rahmen des Workshops fest. „Und bei den Entscheidungen, die in diesem Bereich getroffen werden, müssen wir auch schauen, was es mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern macht.“

Pflegedirektor Robert Peer hob die Bedeutung der Personalentwicklung hervor: „Wir haben als großer Arbeitgeber in Südtirol auch eine soziale Aufgabe, zum einen was die angebotenen Leistungen angeht, zum anderen auch für das Wohlergehen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch dafür braucht es klare Vorstellungen und eine solide und moderne Personalentwicklung.“

Verwaltungsdirektor Marco Cappello unterstrich die steigenden rechtlichen Ansprüche an Bedienstete: „Im Verwaltungssektor kommen viele Neuerungen juristischer Natur auf uns zu. Die Ausrichtung der nächsten drei Jahre muss auch dem Thema Transparenz und Datenschutz Rechnung tragen, denn die Bürgerinnen und Bürger legen darauf großen Wert.“

Anfang September wird der heute gezeichnete Grundriss der strategischen Ausrichtung 2017-2019 in eine Klausur mit 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebracht. Dort wird er mit den Beteiligten diskutiert und gefestigt. Bei der Entwicklung der strategischen Ziele setzt der Sanitätsbetrieb auch auf die Hilfe von Experten im Bereich der Kommunikations- und Organisationsberatung Ruth Gschleier und Helmut Hell, die den Sanitätsbetrieb in den nächsten Monaten begleiten werden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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