DestinationCamp 2026

Brixen als Denk- und Erfahrungsraum für den Tourismus der Zukunft

Mittwoch, 13. Mai 2026 | 11:01 Uhr

Von: mk

Brixen – Drei Tage lang war Brixen Treffpunkt, Werkstatt und Schaufenster für den deutschsprachigen Destinationstourismus. Vom 5. bis 7. Mai 2026 fand in Südtirols ältester Stadt und im Kloster Neustift das 16. DestinationCamp statt. Mehr als 220 Expertinnen und Experten aus Tourismus, Wissenschaft, Beherbergung, Agenturen, Technologie und Plattformen kamen zusammen, um über die Zukunft von Destinationen, Transformation, Lebensraumentwicklung und neue Formen touristischer Zusammenarbeit zu diskutieren.

Dabei überzeugte Brixen nicht nur als Tagungsort, sondern vor allem als lebendiger Erfahrungsraum. Das Programm führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewusst hinaus aus klassischen Konferenzräumen und hinein in die Destination: Seminare fanden im historischen Ambiente von Kloster Neustift statt, Workshops wurden unter anderem bei den Unternehmen duka, Durst und Progress abgehalten. Die Gala-Dinner sowie weitere Programmpunkte machten sichtbar, wie eng in Brixen Tourismus, Wirtschaft, Architektur, Landwirtschaft, Kultur und Infrastruktur miteinander verwoben sind.

„In Brixen war Transformation für alle Teilnehmende auch im Rahmenprogramm unmittelbar erlebbar. Werner Zanotti von Brixen Tourismus und Bürgermeister Andreas Jungmann haben eindrucksvoll aufgezeigt, was Transformation in Beherbergung, Architektur, Stadt-, Regional- und Industrieentwicklung leisten kann“, so Benjamin Buhl, Geschäftsführer der netzvitamine GmbH und Organisator des DestinationCamp.

Gerade für lokale Gastgeberinnen und Gastgeber war das DSTNCMP26 ein starkes Signal: Die Veranstaltung zeigte, dass Brixen weit mehr ist als Kulisse für Kongresse. Die Stadt und ihr Umland wurden selbst zum Inhalt des Kongresses. Geführte Architekturspaziergänge, Einblicke in innovative Südtiroler Unternehmen, der Besuch des Griesserhofs als Beispiel für gewachsene Landwirtschaft im urbanen Raum sowie die Exkursion zum Brenner Basistunnel machten deutlich, wie vielfältig und zukunftsgerichtet die Destination aufgestellt ist.

Ergänzt wurde das Fachprogramm durch besondere kulturelle Eindrücke in der Stadt: Die Teilnehmenden konnten während ihres Aufenthalts auch die Installationen des Water Light Festivals erleben. Damit wurde Brixen am Abend zusätzlich zum sinnlichen Resonanzraum – zwischen Lichtkunst, Wasser, historischen Fassaden und zeitgenössischen Perspektiven auf den öffentlichen Raum.

„Wir entwickeln Tourismus, Landwirtschaft, Kultur und Industrie seit Jahren Hand in Hand“, betonte Werner Zanotti, Direktor von Brixen Tourismus. „Das DestinationCamp hat diese Haltung sichtbar gemacht: Nicht theoretisch, sondern konkret vor Ort. Die Teilnehmenden konnten erleben, wie eine Destination funktioniert, wenn Stadt, Berg, Betriebe, Höfe, Mobilität und Baukultur miteinander ins Gespräch kommen.“

Auch Bürgermeister Andreas Jungmann unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung für Brixen: „Ein Kongress wie das DestinationCamp ist für die Stadt wertvoll, weil er internationale Fachleute nach Brixen bringt und gleichzeitig den Blick auf jene Themen lenkt, die uns als Lebensraum beschäftigen: qualitätsvolle Entwicklung, wirtschaftliche Vielfalt, verantwortungsvoller Tourismus und ein bewusster Umgang mit unserem kulturellen und landschaftlichen Erbe.“

Mit 75 Prozent Teilnehmenden aus Deutschland, 15 Prozent aus Österreich, 8 Prozent aus Südtirol und 2 Prozent aus der Schweiz brachte das DSTNCMP26 eine hochkarätige Fachöffentlichkeit nach Brixen. Rund 53 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Destinationen, Verbänden und touristischen Leistungsanbietern, 28 Prozent aus Systemen, Dienstleistung und Plattformen, weitere 19 Prozent aus Hochschulen, Beratung, Werbung und Kommunikation.

Für Brixen bleibt nach drei intensiven Tagen eine starke Bilanz: Das DestinationCamp hat der lokalen Öffentlichkeit und der internationalen Fachbranche gezeigt, wie viel Zukunft in einer Destination steckt, wenn sie ihre verschiedenen Kräfte nicht nebeneinanderstellt, sondern miteinander verbindet. Zwischen Klostermauern, Altstadtgassen, Industriebauten, Weinbergen, Höfen, Lichtinstallationen und Tunnelbaustelle wurde Tourismus nicht nur diskutiert, sondern spürbar gemacht.

Bezirk: Eisacktal

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