Das Leben als Geschenk sehen

Caritas: „Zeichen der Hoffnung”

Montag, 29. August 2016 | 16:15 Uhr

Bozen – In Äthiopien gibt es auch dank der Hilfe der Südtiroler Kirche und der Caritas wieder neue Hoffnung nach der schrecklichen Dürre der vergangenen Monate: Bischof Ivo Muser ist heute gemeinsam mit dem emeritierten Erzbischof von Trient, Luigi Bressan, den beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente sowie dem Leiter des Missionsamtes, Wolfgang Penn von einer Reise im ostafrikanischen Land zurückgekehrt. Die Delegation hat verschiedene Hilfsprojekte in Augenschein genommen, die mit Südtiroler Hilfe durchgeführt werden. „Wir können von den Menschen in diesem Land viel lernen, die trotz der Not und dem Hunger weitermachen und die Hoffnung nicht aufgeben“, berichten die Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente, die sich sehr zufrieden mit dem Werdegang der Projekte zeigen. „Unsere Freunde in Äthiopien lehren uns, das Leben als Geschenk zu sehen“, so Kripp und Valente.

Die Delegation aus Südtirol und dem Trentino hat in Begleitung der Caritas-Mitarbeiterin Judith Hafner verschiedene Hilfsprojekte besucht, welche die Südtiroler Caritas gemeinsam mit der Caritas Meki (Äthiopien) durchführt. So konnten sich die Mitglieder davon überzeugen, dass die „Sinnvollen Geschenke“, welche die Südtiroler Caritas anbietet, den Menschen eine wichtige Starthilfe geben, um sich eine Lebensgrundlage aufzubauen. Die Spenden, die im Rahmen der Kampagne „Hunger macht keine Ferien“ gesammelt wurden, werden heuer vor allem in der Nothilfe eingesetzt, um die Folgen der schrecklichen Dürre und der daraus resultierenden Hungerkatastrophe zu lindern. Weitere Projekte zur Entwicklungszusammenarbeit, wie das landwirtschaftliche Zentrum in Graba Jarso und das „McAnthony Center“, das im Andenken an den verstorbenen Südtiroler Country-Sänger 360 Frauen Berufsbildung anbietet, sind weitere positive Beispiele für die gute Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Äthiopien. „Diese Projekte wurden vor mehreren Jahren ins Leben gerufen und tragen heute zur Entwicklung in der ganzen Region bei. Die Familien werden dabei unterstützt, sich langfristig eine sichere Existenzgrundlage aufzubauen und sich damit vor dem Hunger und vor weiteren Dürreperioden zu schützen“, betonen die beiden Caritas-Direktoren Kripp und Valente.

Auch wenn ein relativ kleiner Teil der äthiopischen Bevölkerung, nämlich ca. ein Prozent, der katholischen Kirche angehört, ist diese doch sehr anerkannt in ihrem Einsatz für den Frieden, den Dialog und die Weiterentwicklung: Davon konnte sich Bischof Ivo Muser beim Lokalaugenschein in Äthiopien überzeugen. In der Hauptstadt Addis Abeba und in Meki haben sich die Bischöfe und die Caritas-Direktoren mit verschiedenen kirchlichen Vertretern getroffen und ausgetauscht, so auch mit dem Bischof von Meki, Abraham Desta, mit dem Erzbischof von Addis Abeba, Kardinal Barhaneyesus Demerew, mit dem Missionsschwestern Missionary Sisters of Mary Help of Christians und mit zahlreichen Vertretern der lokalen Kirche und Caritas. „Ich komme mit vielen Eindrücken nach Südtirol zurück, die mich nachdenklich stimmen“, sagt Bischof Ivo Muser, „Die vielen Kinder, die überall auf den Straßen spielen, sind mit ihrer Fröhlichkeit wahre Botschafter für das Leben. Die Hilfsprojekte, die wir unterstützen und die wir begutachtet haben, geben weiteren Grund zu Hoffnung und Zuversicht. Zu sehen, wie die Menschen in Äthiopien leben, ist eine Erfahrung, die ich vielen Menschen wünschen würde: Es erweitert den persönlichen Horizont. Viele Probleme, die wir hier in Südtirol haben, rücken in ein ganz anderes Licht. Ich komme zurück mit vielen neuen Erfahrungen und mit großer Hochachtung für die Menschen, die ich getroffen habe. Ich kann nur hoffen, dass wir weiterhin mit so viel Einsatz an der Brücke der Menschlichkeit zwischen unseren Diözesen bauen“, so Bischof Muser.

Von: sr

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Caritas: „Zeichen der Hoffnung”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Krissy
Grünschnabel
30 Tage 2 h

Anstatt den Bischöfen und den zwei (!!!!!) Caritasdirektoren einen Urlaub zu ermöglichen, das nächste Mal das Geld für Brunnen und Wasserleitungen verwenden.
Im 21. Jahrhundert muss es möglich sein, die Verwirklichung solcher Projekte durch die dortigen Missionare über Satelit zu senden.

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