Von: APA/Reuters
Das deutsche Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes beschlossen. Damit sollen Investitionen in das Glasfasernetz erleichtert werden, indem Hindernisse beseitigt werden. Genehmigungsprozesse sollen dafür verschlankt und effizienter gestaltet werden. Zudem soll der Ausbau im Gebäude schneller und einfacher erfolgen können.
Der deutsche Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) hatte vor wenigen Tagen mit Ländern, Kommunen sowie Telekommunikationsunternehmen und Branchenverbänden einen schnelleren Netzausbau in Deutschland vereinbart. Geplant sei, dass die Telekommunikationsbranche 2026 rund 8,5 Milliarden Euro in Glasfaser- und rund 2,4 Milliarden Euro in Mobilfunknetze investiere, hatte das Ministerium am Montag mitgeteilt. Damit können 2026 rund 5,6 Millionen Glasfaseranschlüsse für die Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt werden, davon rund 3,1 Millionen direkt nutzbar.
Mangelndes Kundeninteresse
Allerdings: Gegenwärtig nutzen nur 15 Prozent der Kunden einen – meist teureren – Glasfaseranschluss. Das mangelnde Interesse der Kunden ist das größte Hindernis beim Versuch, das Glasfasernetz flächendeckend zu nutzen.
Der BDEW begrüßte die Novelle. “Es ist ein wichtiger Schritt, dass die Bundesregierung den Glasfaser- und Mobilfunkausbau in Deutschland weiter beschleunigen will”, teilte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, mit. Positiv sei insbesondere, dass schnellere Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren vorgesehen seien.




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