Nachhaltige Art

Dolomiten-Welterbe in Prags sanft er-fahren: Sperre ab 10. Juli

Dienstag, 09. Juli 2019 | 15:45 Uhr

Bozen – Weniger Autos und Emissionen, dafür mehr Stille, saubere Luft und ein neues nachhaltiges Naturerlebnis im Pragser Tal: Darauf zielt der Plan Prags, das Mobilitätsmanagement von Land, Gemeinde und IDM für das Pragser Tal.

“Das Pragser Tal mit dem einzigartigen Dolomiten-Unesco-Welterbe soll nicht nur für die Urlaubsgäste, sondern vor allem für die Bürger vor Ort deutlich aufgewertet werden, damit es für sie mehr Lebensqualität gibt!, sagt dazu Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. “Wir wollen schrittweise eine neue nachhaltige alpine Mobilität in Südtirol entwickeln, die vernetzt, smart und sauber ist und zu der jeder beitragen kann!”

“Zusammen wollen wir den Verkehr im Pragser Tal besser managen und auch mehr einschränken. Vor allem wollen wir die Situation der Menschen verbessern, die im Tal leben. Daher setzen wir auf ein umwelt- und gesundheitsschonendes Konzept. Erste Maßnahmen starten nun”, sagt der Pragser Bürgermeister Friedrich Mittermair.

Bis zu 7000 Fahrzeuge wurden noch im Sommer 2017 jeden Tag auf der Straße zum See gezählt. Im Sommer 2018 hielten sich an Spitzentagen bis zu 10.000 Menschen rund um den See auf. Diese Zahlen wollen Land, Gemeinde und IDM nun senken. Aufgrund der im Sommer gemachten Erfahrungen und nach zahlreichen Absprachen mit den Vertretern der Gemeinde und den Interessensverbänden von Prags und den umliegenden Orten wurde der Plan Prags für 2019 weiterentwickelt.

Bereits an den Einfahrten bei Mühlbach, Olang, Winnebach und Schluderbach sowie am Eingang des Tals weisen Schilder auf den Respekt vor dem Weltnaturerbe hin und laden ein, dieses sanft zu „er-fahren“.

Vom 10. Juli bis zum 10. September 2019 ist das Pragser Tal von 10 bis 15 Uhr nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Für den motorisierten Verkehr gibt es eine Sperre, und zwar ab der Abzweigung der Landesstraße zum Pragser Wildsee (LS 47) und der Landesstraße nach Altprags (LS 80).

Vom Bahnhof Welsberg fährt im Halbstundentakt ein Shuttle-Bus bis zum Pragser Wildsee. Auch der bestehende Busdienst der Linie 442 ab Niederdorf wurde zu einem Halbstundentakt verdichtet. Jeder kann mithelfen, das Weltnaturerbe zu schützen, indem er umweltfreundlich unterwegs ist.

Von: luk

Bezirk: Bozen, Pustertal

Kommentare

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9 Kommentare auf "Dolomiten-Welterbe in Prags sanft er-fahren: Sperre ab 10. Juli"


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Mammy
Mammy
Tratscher
8 Tage 17 h

und jetzt plötzlich kommt die erkenntniss dass der massentourismus schleichend unsere strassen verstopft unsere luft verpestet, die städte verschmutzt und unsere natur zertrampeln…. es werden einfach zu viele…respecktlosigkeit ohne ende und bleiben tut nur ein kleines bisschen geld und viel müll…. aber schön weiter rießige hotelanlagen genehmigen die dann alle gefüllt sein sollen…

der echte Aaron
der echte Aaron
Superredner
8 Tage 16 h

zuerst holt man sich die Touristen her und dann will man sie verbieten. Gerückte Welt !!!

Dublin
Dublin
Kinig
8 Tage 11 h

…die azzurri mechten halt alle a un passo dal cielo sein…
😉

Arno
Arno
Grünschnabel
8 Tage 12 h

Es reicht, wir und die Natur können nicht noch mehr Touristen im Pustertal ertragen.
Die Gesundheit ist wichtiger als Reichtum die Armut erzeugt.

Mauler
Mauler
Superredner
8 Tage 12 h

Geld regiert die Welt (leider)
Schaugn wia long se des durchziachn…

Staenkerer
8 Tage 4 h

erst lockt man se des geldes willen, mit viel werbung, in scharen, wohlwissend das de schiene fleck damit zu grund richtet, und nor verbannt man se wieder mit der ausrede man will ihn schützn ….
wer schützn will, vermorktet es erst gor nit!

Frank
Frank
Grünschnabel
8 Tage 2 Min

Jo, die heutigen Probleme sind hausgemacht. Die Folgen solcher Massen hätte man auch erahnen können, bevor man darum wirbt. Den vielen Touristen kann man kaum einen Vorwurf machen, daß sie der Werbung folgen, eher der Tourismusbranche, in der es nur noch um imeer schneller, weiter, höher und letztendlich um noch viel mehr Geld geht. Und der Kommunalpolitik, die das ja immer als „große Chance für dir Region“ hinstellt. So manchem Bürgermeister werden die Dollarzeichen in den Augen geglänzt haben.

Frank
Frank
Grünschnabel
8 Tage 2 h

Man könnte jetzt natürlich noch einmal die ganzen Jubelkommentare heraussuchen, wie positiv das Drehen und die Ausstrahlung der Fernsehserie für die Entwicklung des Tourismus und damit den Wohlstand der Region ist.

Oder, wie war das doch mit der, wie mittlerweile festgestellt wurde, illegalen Erweiterung des Parkplatzes am See?

Erst wird um Touristen gebuhlt, wenn sie dann wirklich kommen, ist es auch nicht richtig. Eas will man denn nun?

Das läßt schon Einiges für den Rummel um Olympia in Südtirol erahnen.

Frank
Frank
Grünschnabel
7 Tage 20 h

Und um es klar zu machen, ich habe nichts dagegen, den Individualverkehr an solchen sendiblen Stellen einzubremsen, fas hätte aber schon viel früher und durchdachter passieren müssen. Bei den Plätzwiesen funktioniert das ja auch schon seit Jahren. Umweltfreundlichr Busse mit Gas- oder Elektroantrieb gibt es auch. Einen Halbstundentakt halte ich für zu lang, besser wäre wohl ein Viertelstundentakt mit kleineren Bussen und nur zu Stoßzeiten große Busse, dafür die Sperre 8-18 Uhr. Und von den Einnahmen für den Bus könnte man am See auch noch ausreichend Müllbehälter plazieren, inkl. regelmäßiger Leerung.

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