hds-Spitze stellt Landeshauptmann Vorschlag für Landesgesetz vor

Einzelhandel: Acht Sonn- und Feiertagsöffnungen im Jahr möglich

Dienstag, 11. September 2018 | 09:48 Uhr

Bozen – Der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol hat einen Vorschlag für ein Landesgesetz ausgearbeitet, mit dem die Sonn- und Feiertagsschließungen im Einzelhandel hierzulande wieder gesetzlich geregelt werden sollen.

Das Konzept wurde in den vergangenen Wochen vom höchsten Gremium des Verbandes, dem Exekutivausschuss, besprochen und wird in diesen Tagen in den einzelnen Bezirksausschüssen des hds diskutiert und optimiert. Zudem wurde die lokale, auf die Bedürfnisse Südtirols zugeschnittenen Lösung, Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher bei einem Treffen vorgestellt. Das Fazit: Die vorgeschlagene Regelung hat beim obersten Regierungsvertreter sofort Anklang gefunden und wird nun auf ihre rechtlichen Aspekte hin geprüft.

„Wir haben versucht, einen Konsens aufgrund der vielen Bedürfnissen unserer Handelsbetriebe und im Sinne der Vielfalt unseres Handels zu finden. Das ist uns gelungen“, zeigt sich hds-Präsident Philipp Moser erfreut, der zugleich ankündigt, dass es für zwei Kategorien von Tourismusorten sowie für Nahversorgungs- und Traditionsbetriebe Ausnahmen zur Reglung geben soll.

Grundsätzlich sieht das Konzept des hds vor, dass im Jahr bis zu acht Sonn- und Feiertagsöffnungen erlaubt sind. In 24 hochtouristischen Gemeinden und in neun touristischen Gemeinden (darunter alle großen Städte) sind die Öffnungen hingegen in den Monaten der Winter- und Sommersaison erlaubt – außer in den Gewerbegebieten und bei den touristischen Gemeinden nur im historischen Ortskern. Regelungen mit einem Limit soll es auch für die täglichen Öffnungszeiten an Werktagen und für jene an Sonn- und Feiertagen sowie für verlängerte Abendöffnungszeiten geben.

„Sieben Jahre totale Liberalisierung im Handel haben keine Vorteile gebracht: Der Umsatz ist gleich geblieben und verteilt sich lediglich auf sieben anstatt auf sechs Wochentage. Liberalisierte Öffnungszeiten sind für Klein- und Mittelbetriebe wirtschaftlich nicht vertretbar, fördern letzten Endes die Bildung von Konzentrationen und führen zu Wettbewerbsverzerrungen“, erklärt Moser. Zudem sei der Sonntag, so wie es unsere Tradition vorsehe, ein Ruhetag und schaffe damit Freiraum für persönliche Interessen, Gemeinschaft und Familie. „Von daher ist die Regelung der Thematik sinnvoll“, resümiert abschließend der hds-Präsident.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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13 Kommentare auf "Einzelhandel: Acht Sonn- und Feiertagsöffnungen im Jahr möglich"


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kikuta1A
kikuta1A
Grünschnabel
11 Tage 11 h

an keinem Sonn-oder Feiertag sollen die Geschäfte offen haben! Wenn man will dann findet man die Zeit um einzukaufen. Denken wir doch mal an die Arbeiter die Sonntags auch arbeiten müssen. Dass muss doch wirklich nicht sein!

Brixbrix
Brixbrix
Tratscher
11 Tage 9 h

Ah de ormen gschäftsorbeiter . sunntigs jo net orbatn .

so kennen se donn aufn Berg , Schwimmbod , Pizza essn usw gian .pa die sem ischs jo gleich wenn se in sunntig orbatn tian.
so ah scheinheiliges getuae zwecks Sunntigsorbat

hefe
hefe
Grünschnabel
11 Tage 12 h

Solonge as der Stoot as gleiche Gesetz gmocht ,sunst werd holt gejammert die Leit fohrn Affi Bergamo ecc.und as Geld bleibt net im Lond

Dublin
Dublin
Kinig
11 Tage 11 h

…die Leute sind nicht blöd und fahren dorthin, wo es günstiger ist…

Krissy
Krissy
Superredner
11 Tage 10 h

@Dublin
die Leute bestellen immer öfters im Internet.
billiger, reiche Auswahl, brauche keine Spritkosten, keine Angst ausgeraubt zu werden ….

traurig
traurig
Grünschnabel
11 Tage 10 h

A so a Schmorrn. Do untn sein jo koane gscheide Gschäftr dass sichs auszohln tat extra oizufohrn. Wenn ibrhaup eppes offn isch……wenn nor war Innsbruck intressant. Obr di sem sein Gott sei Donk gscheider und lossn net 1 Sunnte im Johr offn👍. Und………?? Lebm olle guet…..

hefe
hefe
Grünschnabel
11 Tage 8 h

Erklär mir wos in Innsbruck interssant isch ?? Mode sicher net weil Ö und D sein lichtjohre hinten, IKEA a net denn bei die groassen Artikel Isch Verona und Brescia günstiger! I glab du wors no nia in Grande Mela oder im Orio Center säm is Dez nox zui …….
Säm sollen die Restaurants und Caffes a zuatian miassen denn a Koch oder a Kellnerin hot a Familie und die Leit sollen hefälligst dorhome kochen essen und trinken

traurig
traurig
Grünschnabel
11 Tage 6 h

@hefe i tat a net Innsbruck aussifohrn wenn in Sunntig offn war. Gleich wie i net Affi usw. fohret. Wenn i eppes brauch donn nimm i mir die Zeit untr dr Woch. Und wenn in ondre Städte sowiso olls billiger isch nor kennen mir do mit ruhigen Gewissen die Gschäfte zuelossn weil jo eh olle auswärts kafn….odr???

Storch24
Storch24
Tratscher
11 Tage 10 h

Finde ich richtig. Jeder hat unter der Woche Zeit, so immer er will, einkaufen zu gehen. Niemand denkt an das Personal, das sicher auch Familie zu Hause hat. Hier profitieren nur die Händler

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
11 Tage 7 h

Das Personal in Tourismusgemeinden hat anscheinend keine Familien, genausowenig wie die Angestellten in Gastronomie und Entertainment.

ebbi
ebbi
Grünschnabel
11 Tage 9 h

zum Thema der Sonntag ist Ruhetag möchte ich mich hier mal bei allen bedanken, die Sonntags für uns alle arbeiten (müssen), und es sind nicht mal so wenige (tut mir leid wenn ich jemand vergesse): Gesundheits-und Pflegeberufe, alle im Gastgewerbe, Personal im öffentlichen Nahverkehr, Autobahnpersonal, Tierärzte, manche Bauarbeiter und Handwerker, Liftarbeiter, Bestatter, Reinigungspersonal, Personal in stationären sozialen Einrichtungen, Gefängniswärter, Bäcker, Konditoren, Pfarrer, Museumspersonal, Bauern…..es sind sicher noch viele mehr, Danke Euch allen!

OrB
OrB
Universalgelehrter
11 Tage 10 h

Ein Gesetz für den ganzen Staat, nicht immer eigenes Süppchen kochen!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
11 Tage 8 h

” In 24 hochtouristischen Gemeinden und in neun touristischen Gemeinden
(darunter alle großen Städte) sind die Öffnungen hingegen in den Monaten
der Winter- und Sommersaison erlaubt – außer in den Gewerbegebieten und
bei den touristischen Gemeinden nur im historischen Ortskern”
… denn die Leute, die dort arbeiten, haben keine Familie. Heuchler!😡

Wozu dann überhaupt Einschränkungen? Wenn sich’s finanziell nicht lohnt, bleiben die Geschäfte eh zu. Es steht ja jedem Betreiber frei, *nicht* aufzusperren.

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