Zwei Millionen für 40.000 Angestellte

Entwurf zum Haushaltsvoranschlag: Gewerkschaften laufen Sturm

Donnerstag, 14. März 2019 | 07:16 Uhr

Bozen – Die Gewerkschaften laufen Sturm gegen jenen Artikel im Gesetzentwurf zum Haushaltsvoranschlag des Landes, der vorsieht, dass für drei Jahre je zwei Millionen Euro Höchstausgabe für Kollektivvertragsverhandlungen veranschlagt sind. „Das sind bei rund 40.000 Angestellten drei bis vier Euro brutto im Monat. Man nimmt uns auf den Arm“, sagt CGIL/AGB-Chefin Cristina Masera. Für heute ist ein Krisentreffen angesetzt, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

„Ich habe es nicht geglaubt, als ich den Artikel im Gesetzentwurf gesehen habe. Dieser Betrag ist lächerlich, denn es stehen die Bereichsverträge für das nichtärztliche Personal, für die Landesangestellten, für Lehrer und Kindergärtner usw. an und zudem der bereichsübergreifende Vertrag für Landesbedienstete, Gesundheitswesen und Gemeinden“, erklärt der ASGB-Vorsitzende Tony Tschenett.

Er erinnert daran, dass das Land für rund 500 Führungskräfte im Juni 2018 „über fünf Millionen Euro“ zur Verfügung gestellt hat und hier rede man von 40.000 Leuten. Damals habe man die hohen Lebenshaltungskosten als Argument für die Gehaltsaufbesserung ins Feld geführt. „Aber die anderen müssen ja auch einkaufen. Bei zwei Millionen brauchen wir erst gar nicht anzufangen, zu verhandeln“, so Tschenett.

Für rund 1300 Ärzte habe das Land 2018 rund elf Millionen Euro locker gemacht und das restliche Personal werde vertröstet, kritisiert Tschenett. Dass es zu Protesten kommt, wollen die Gewerkschaften nicht ausschließen.

Mehr lest ihr in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts Dolomiten!

 

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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31 Kommentare auf "Entwurf zum Haushaltsvoranschlag: Gewerkschaften laufen Sturm"


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moler
moler
Tratscher
5 Tage 8 h

nocher miesn sie holt in die privatwirtschoft gien….

aso…..
sem muas man jo orbeitn firs geld😂😂😂

ahiga
ahiga
Tratscher
5 Tage 8 h

dann zeig mal den privaten lehrer, arzt. gemeindeangestellten usw…alle können nicht in der privatwirtschaft arbeiten..Gewisse sachen brauchts einfach öffentlich

Seidentatz
Seidentatz
Tratscher
5 Tage 8 h
@moler, ziemlich schwacher Kommentar. Es gibt im öffentlichen und privaten fleißige und weniger fleißige Mittarbeiter. Und glaub mir ich weiß wovon ich rede. Habe beide Erfahrungen selbst lange genug gemacht. Du kannst dich ja umgekehrt einmal im öffentlichen bewerben. Schauen ob sich ein “moler” gegen ca. hundert Mitbewerber durchsetzt. Und wenn du den Wettbewerb gewonnen und die Probezeit überstanden hast, darfst du schauen wie du mit 1300 Euro monatlich über die Runden kommst. Überstunden werden ausgeglichen, nicht bezahlt, und Schwarzgeld gibt es rein gar keines. Auf die Abfertigung darfst du 2 Jahre warten, von wegen Benefits laut Landeshauptmann. Aber selbst… Weiterlesen »
enkedu
enkedu
Kinig
5 Tage 5 h

@ahiga jeder der sichs leisten konn braucht heit an privaten Arzt und Lehrer.

ahiga
ahiga
Tratscher
5 Tage 3 h

oh je..dann muss ich wohl noch sehr lange arbeiten bis ich privat lehrer und privat doc habe

berthu
berthu
Superredner
5 Tage 8 h

2Mio/40000 wären 50000 pro Kopf im Durchschnitt.
Wo in der Privatwirtschaft gibt’s das?
Abgesehen von den Summen der Höhergestellten (Ärzte und Führungskräfte)

Rene
Rene
Grünschnabel
5 Tage 7 h

Woll eher lei 50 Euro pro Kopf wenn man richtig rechnet und sell net pro Monat , sondern aufs Johr gerechnet

Loam
Loam
Grünschnabel
5 Tage 7 h

Bitte rechnen lernen.
Es sind durchschnittlich 3,84 Euro.

Spartacus
Spartacus
Grünschnabel
5 Tage 9 h

Da sieht man, dass es den Politikern nicht mal für notwendig erscheint, eine kleine Rechnung, wegen der Probleme der Arbeitnehmer, zu machen.
Nur 3 – 4 Euro brutto im Monat (netto ein Eis am Stiel ) anzubieten, ist eine Provokation.

elvira
elvira
Superredner
5 Tage 8 h

men heart olm dass die gewerkschoftn sich aufregn…ober brengen tuan sie dar untern strich nit sou viel!!

Mistermah
Mistermah
Kinig
5 Tage 6 h

nein bringt nicht viel hast du recht. denn solange man bei einem streik eine beteiligung von unter 10% hat und die arbeit trotzdem gemacht wird, lachen die nur darüber. unterm strich haben sie noch verdient, da dem streikenden der tageslohn abgezogen wird und die arbeit trotzdem innerhalb kurzer zeit gemacht wird. vorallem in der sanität, kannst du einen patienten der monate auf einen termin wartete nicht wegschicken und wieder monate warten lassen. da hat man einfach zu viel mitleid mit diesen patienten, die ja nichts dafür können. dieser umstand wird von den da oben schamlos ausgenützt.

Spartacus
Spartacus
Grünschnabel
5 Tage 5 h

Die Gewerkschaften können nur mit den Arbeitgebern verhandeln, haben aber keine Macht, wenn die Arbeiter nicht hinter ihnen stehen, also müssen wir, um sie zu unterstützen, auch bereit sein, geschlossen zu Streiken !!!

wellen
wellen
Superredner
5 Tage 8 h

Die Führungskräfte bedienen, die einfachen Mitarbeiter abspeisen. Dann jamnern sie über Personalmangel und wundern sich dass niemand mehr in der Sanität und beim Land arbeiten will.

werner66
werner66
Superredner
5 Tage 8 h

Tja, so ist das eben. 30 Millionen für ein privates Foto- Museum am Kronplatz sind kein Problem, aber ein Inflationsausgleich fürs Personal kommt nicht in Frage.
Die Strategie der Gewerkschaften, sich kurz nach der Wahl aufzuregen ist durchschaubar. Vor den Wahlen hätte man bessere Karten gehabt, aber da ist man lieber still.

ghostbiker
ghostbiker
Grünschnabel
5 Tage 7 h

2023 wieder SVP wählen u.5 Johr verarschen lossn u.immer jammern

Boerz
Boerz
Grünschnabel
5 Tage 6 h

die arbeitende Bevölkerung, wenn ich so sagen darf ist den Politiker und der Wirtschaft angeblich NIX wert ! obwohl genau diese den Karren ziehen worauf es sich diese gut gehen lassen!! alles Gratis und Überbezahlt die Politiker und die Wirtschaft kann den Hals nicht voll kriegen….Gier gehört behandelt!!

buggler2
buggler2
Neuling
5 Tage 7 h

Ja das ist die logische Folge zuerst mussten sie ja ihre eigenen Taschen füllen, da habt ihr Gewerkschaften schön still gehalten.

JingJang
JingJang
Tratscher
5 Tage 9 h

Es sollte klar sein, sobald eine kritische Schwelle überschritten wird, es mit dem Frieden vorbei ist. Gerade Besserverdiener haben dann viel zu verlieren. Die Unterschicht ist das Fundament unserer Gesellschaft.

peterle
peterle
Superredner
5 Tage 10 h

Das schreit nach Aufklärung und Versammlungen in allen Teilen Südtirols. Streik wird es keinen geben da die Gewerkschaften nicht auf dem Stand anderer EU Staaten sind und ihren Mitgliedern die Ausfallzeiten zahlen können/wollen. Man wied die nächsten Monate „verhandeln“ um vor den nächsten Gemeinderatswahlen mit anderen Zahlen aufwarten zu können. Man kennt Es ja und muss das Gross im Auge behalten.

Mistermah
Mistermah
Kinig
5 Tage 6 h

in italien sind streikkassen leider verboten.

peterle
peterle
Superredner
5 Tage 4 h

@Mistermah
Was die ganzen Linksregierungen der letzten Jahre nicht geändert haben.

enkedu
enkedu
Kinig
5 Tage 5 h

Es ist höchste Zeit die Beamten zu reduzieren.
Wenn die Digitalisierung nicht gewirkt hat sind die Führungskräfte zu entlassen.

kleinerMann
kleinerMann
Superredner
5 Tage 6 h

Ach ja, die Gewerkschaften !!! Sehe schon wie sie wiederum sang- und klanglos untergehen bzw. über den Tisch gezogen werden u. dann sich selbst einreden müssen, welch fantastische Siege errungen wurden . . Traurig !! Seit 10 Jahren Stillstand und was tun die Gewerkschaften – richtig: nicht´s ausser Pressemitteilungen zu verschicken, dass das so nicht geht !

Rosenrot
Rosenrot
Grünschnabel
4 Tage 23 h

Wie es aussieht, ist den Gewerkschaften noch nicht zu Ohren gekommen, dass das Land weniger Geld zur Verfügung hat. Vermutlich lesen sie keine Zeitungen. Jeder, auch das Landespersonal, soll dies zu spüren bekommen. Klar kommt es zu Protesten, aber nur wegen der Hetzerei der Gewerkschaften. Meiner Meinung nach sind die Landesangestellten bereits mit sehr vielen Privilegien bestückt, wie es aber eben so ist – wer viel hat, will noch mehr. Wem es nicht passt, kann gerne in die Privatwirtschaft wechseln, es steht jedem frei, zu gehen.

Audi
Audi
Superredner
4 Tage 22 h

Du bisch wirklich a Grünschnabel 😉

Aurelius
Aurelius
Superredner
5 Tage 1 h

die öffentlichen und private feinden sich hier sinnlos an. Besser wäre es wenn die gesamte Arbeiterschaft samt Gewerkschaften einmal an einem Strang ziehen, aber das wird der Arbeitnehmer nie lernen. in dieser Hinsicht können wir Arbeiter von den Bauern noch viel lernen….

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
4 Tage 21 h

diese Politikerrriege wird den Landeskarren endgültig an die Wand fahren. Leere Wahlkampfversprechen und keine Spur von Wertschätzung vergraulen die wenigen, noch verbliebenen guten und motivierten Landesangestellten. Der grösste Rest wird im Lauf von 5 Jahren im Ruhestand sein. Die Politik erkennt den Ernst der Lage offenbar nicht und unternimmt nicht die geringste Anstrengung, rechtzeitig neue Leute einzustellen und aufzubauen. In 5 Jahren wird der Default eintreten. Der einzige Kommentar der Politiker zu diesem Szenarium: “das ist eine Herausforderung”.

Tabernakel
4 Tage 21 h

@savonarola

Die Lega ist ein riesiges Problem.

Dolomiticus
Dolomiticus
Tratscher
4 Tage 20 h

In Südtirol herrscht Vollbeschäftigung, eigentlich fast immer. Seimer lei froah!

Blaba
Blaba
Tratscher
4 Tage 12 h
Ich weiß nichr, was in den Köpfen der Landesregierung vor sich geht, aber dass es schleunigst eine gerechte Erhöhung der Löhne für ALLE braucht, ist eine Tatsache. Ich empfinde es als eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass den Führungskräften ruckzuck die Erhöhung gewährt wurde, während die Bediensteten immer wieder vertröstet werden. Aber wahrscheinlich weiß Herr und Frau Politiker nicht, wie es sich anfühlt, mit den letzten paar Euro vor dem Discounter zu stehen und überlegen zu müssen, was man sich damit noch leisten kann… oder dem Pizzaessen mit Freunden absagen zu müssen, weil man mit den 20€ das Auto tanken muss, damit… Weiterlesen »
andr
andr
Superredner
4 Tage 11 h

hahaha dabei haben sie letztes Jahr 9mio nur für Führungskräfte aufgebessert 350€monatlich für diese kleine Sparte das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen 😄😖😖😖😖

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