hds: „Impuls für Wiedereröffnung leerstehender Geschäftslokale in den Orten“

Ersatzsteuer auf Mieteinnahmen von Wohnimmobilien auch für Geschäfte

Montag, 17. September 2018 | 19:39 Uhr

Bozen – Im Rahmen der Debatte um das bevorstehende Haushaltsgesetz in Italien sieht die Regierung vor, die Ersatzsteuer auf die Mieteinnahmen von Wohnimmobilien („cedolare secca“) auch für Geschäftslokale vorzusehen.

„Diese Maßnahme könnte den Mietmarkt wesentlich beleben und hätte somit auch positive Auswirkungen auf die Vermietung leerstehender Geschäftslokale in unseren Orten“, betont Philipp Moser, Präsident des der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol, der diese Ausweitung gemeinsam mit dem gesamtstaatlichen Dachverband Confcommercio seit geraumer Zeit fordert.

Der Vorschlag einer Ausweitung der begünstigten Besteuerung von Mieteinnahmen im Privatsektor auch auf Handelsimmobilien, wird derzeit vom Wirtschaftsministerium untersucht und soll bei positiver Bewertung des gesamten Steuerpakets im Haushaltsgesetz festgehalten werden.

Im Bereich der Vermietung von Wohnungen können private Vermieter seit 2011 von der begünstigten Steuer „cedolare secca“ – anstelle der progressiven Besteuerung – profitieren. Sie ist eine Ersatzsteuer in der Höhe von pauschal 21 beziehungsweise zehn Prozent der Mieteinnahmen.

“Erfolgreiches Leerstandmanagement sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, um leerstehende Geschäfte in absehbarer Zeit wieder zu öffnen und so Dörfer, Innenstädte sowie Stadtviertel lebendig und attraktiv zu halten. Dazu gehören auch Eingriffe steuerrechtlicher Natur”, so der hds. Der Verband hofft, dass der Vorschlag entsprechend umgesetzt wird.

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Ersatzsteuer auf Mieteinnahmen von Wohnimmobilien auch für Geschäfte"


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Bernd
Bernd
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage
Das ist alles nur Kosmetik und bring null Komma Josef.Das Problem ist der Online Handel der leider unkontrolliert, zu einem großen Teil an alle Steuern vorbei einen unlauteren Wettbewerb darstellt. Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, das mehr als 40% der Online Verkäufer die über Plattformen wie Amazon ihre Waren anbieten 0 Mehrwertsteuer, 0 Gewerbesteuer 0 Einkommensteuer und null Lohnsteuern Bführen!. Dazu kommt , dass Amazon z B .seine Geinne in Steueroasen mit 1-2% abführt und damit null zum Sozialsystem beiträgt . Und unser HDS schläft und hat nur ein Prblem dass ja niemand in Gewerbezonen verkauft , anstatt froh zu… Weiterlesen »
Mentar
Mentar
Neuling
27 Tage 2 h

Senkung ja – Befreiung Nein. Die gänzliche Befreiung von Einzelnen bedeutet letztlich, dass andere eine hohe GIS bezahlen müssen. Wenn schon weitere Immobilien von der GIS befreit werden sollten, dann (ich wiederhole mich) die als Erstwohnung vermieteten. Das wäre eher eine sozialie Maßnahme.

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