Von: APA/AFP
Die EU-Kommission hat am Mittwoch eine Ausweitung des gebührenfreien EU-Roamings auf die Westbalkan-Länder vorgeschlagen. Wer einen Handyvertrag aus der EU hat, könnte bei Reisen auf dem Balkan dann ohne zusätzliche Kosten im Internet surfen – und umgekehrt. Die 27 EU-Länder müssen nun zustimmen, damit die Kommission die Verhandlungen mit den Balkanstaaten aufnehmen kann.
“Roaminggebühren sind ein Problem für Menschen in der gesamten Westbalkanregion. Sie betreffen Arbeiter und Familien, die einfach in Kontakt bleiben wollen”, erklärte EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos. Die Westbalkan-Staaten Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien gehören zu den EU-Beitrittskandidaten.
Ohne Roaming-Gebühren wird für Anrufe, SMS und mobiles Internet im Ausland der gleiche Betrag fällig wie dort, wo der Handyvertrag abgeschlossen wurde. Die Netzanbieter müssen zudem für eine gleichschnelle Internetverbindung sorgen. Notrufe sind kostenlos. Seit 2017 werden bei Reisen innerhalb der EU keine Roaming-Gebühren mehr fällig. Auch die Ukraine gehört seit Beginn dieses Jahres zur Roaming-Zone der EU.




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