Preisschub für Gas zum Wochenauftakt

Europäischer Gaspreis steigt deutlich

Montag, 23. März 2026 | 09:20 Uhr

Von: APA/dpa-AFX

Der Preis für europäisches Erdgas ist nach der jüngsten Entwicklung im Iran-Krieg mit gegenseitigen Drohungen der USA und Irans deutlich gestiegen. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Montag im frühen Handel um mehr als vier Prozent auf 61,75 Euro je Megawattstunde (MWh) zu.

Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vor mehr als drei Wochen war der Gaspreis zeitweise stärker gestiegen und hatte Notierungen von bis zu 74 Euro erreicht. Der Preisschub zum Wochenauftakt erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump in der Nacht auf Sonntag (MEZ) mit der Zerstörung von Energieanlagen im Iran gedroht hatte, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormuz vollständig und “ohne Drohungen” öffnen.

Der Iran reagierte unmittelbar und drohte mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormuz, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen sollten. Zuletzt hatte der Iran einigen ausgewählten Handelsschiffen die Durchfahrt durch die für den Ölhandel wichtige Meerenge erlaubt.

Keine Deeskalation in Sicht

In der vierten Woche des Iran-Kriegs sind weiter keine Anzeichen einer Deeskalation erkennbar. Der Schiffsverkehr durch die für Energietransporte wichtige Straße von Hormuz ist in dieser Zeit praktisch zum Erliegen gekommen, wodurch fast 20 Prozent der weltweiten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) ausgefallen sind. Mittlerweile ist die weltgrößte LNG-Anlage in Katar stillgelegt und teilweise beschädigt. Katar geht davon aus, dass es Jahre dauern könnte, bis das Land wieder das Vorkriegsniveau erreichen wird.

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