"Südtirol braucht autonome Zuständigkeiten in der Energiepolitik"

FH: “Erhöhung der Strom- und Gaspreise nicht nachvollziehbar”

Freitag, 13. Juli 2018 | 15:18 Uhr

Bozen – Die Behörde für die Überwachung der Strom- und Gaspreise hat jüngst beschlossen, dass mit Anfang Juli die Preise für Energie angehoben werden. So soll der Tarif für den Strom um 6,5 Prozent steigen, jener für das Gas um 8,2 Prozent.

Für Lois Taibon von den Freiheitlichen sind diese Teuerungen im Bereich der Energieversorgung nicht nachvollziehbar. „Die von der Energiebehörde stattgegebenen Kostensteigerungen wirken sich negativ auf den Markt aus. Die Teuerungswelle wird wieder einmal auf die Konsumenten abgewälzt und trägt dazu bei, dass die Inflation nach oben geht.“

Auch in Bezug auf die besondere Situation in Südtirol, wo sich mittlerweile die zwei großen Energieanbieter Alperia und Sel gegenseitig Konkurrenz machen, werde es wohl keine Erleichterungen geben. „Obwohl Südtirol einer der größten Energieproduzenten in Italien ist, hat das Land keine Zuständigkeiten im Bereich der Preispolitik“, bemängelt der freiheitliche Obmannstellvertreter Lois Taibon. „Jede Maßnahme, die in Rom beschlossen wird, muss von unseren Leuten mitgetragen werden. Dabei hätten gerade die Gründungen der Energiegesellschaften Alperia und Sel seitens des Landes diesen Entwicklungen entgegenwirken müssen und für autonome Regelungen sorgen sollen“, so Lois Taibon.

Der Umstand, dass das Land Beiträge für alternative Energiequellen vergibt, sei zwar zu begrüßen, habe aber keine Auswirkungen auf jene Bürger, die in Südtirol keine Möglichkeit auf einen alternativen Umstieg hätten. „Diese Preiserhöhungen machen erneut deutlich, dass Südtirol im Bereich der Energie die primären Zuständigkeiten erhalten muss. Die Heimholung der Energie ist nicht zuletzt aufgrund des Sel-Skandals gescheitert. Jetzt braucht es einen neuen Anlauf, wobei die Spielregeln für Produzenten, Vertreiber und Konsumenten von Beginn an klar definiert werden müssen“, fordert der freiheitliche Obmannstellvertreter abschließend in seiner Aussendung.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "FH: “Erhöhung der Strom- und Gaspreise nicht nachvollziehbar”"


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Blitz
Blitz
Superredner
5 Tage 8 h

Miar produziern a Vielfoches an Strom vor insrer Haustür, und miassn in donn zu Wucherpreissn kafn;….a bodnlose Schweinerei !!

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
5 Tage 7 h

Das Zauberwort: Los von Rom

Staenkerer
5 Tage 3 h

jo, und jetz dorfn de bauern a no strom produziern und verkafn ober das der für olle ondern teurer werd werd wieder amoll mitn zeigen nach rom hingenummen!
des VOLK in enkern logo kennt es streichn!

Paul
Paul
Universalgelehrter
5 Tage 7 h

richtig ankreuzen im Herbst ….sel wol

traktor
traktor
Universalgelehrter
5 Tage 3 h

kaum zu glauben.
den teuersten strom, den teuersren sprit….
auf diese autonomie kann ich verzichten

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
4 Tage 16 h

Wenn man weiterhin “edelweiss” onkreizlt,nor weart noamol ols viel tuirer! Deswegen passts auf ba di kemmendn Wohln!!!!

Gescheide
Gescheide
Grünschnabel
5 Tage 45 Min

Alles wird teurer – nur der Lohn bleibt gleich bzw. sinkt durch die immer höheren Steuern/ Beiträge! Da läuft doch was falsch…

Paul
Paul
Universalgelehrter
3 Tage 12 h

für sozial schwache. “Südtiroler ” sollte Strom und. Wasser gratis sein !

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