"Landesrat Alfreider muss Baustellen angehen"

FH: “Pendlerbonus löst keine Probleme im öffentlichen Nahverkehr”

Mittwoch, 13. Februar 2019 | 10:43 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair sieht im sogenannten „Pendlerbonus“, auf welchen die Fahrgäste im Falle von Verspätungen und Ausfällen ein Anrecht haben, “ein Trostpflaster, das von den wahren Problemen ablenkt”.

„Der neue Mobilitätslandesrat muss umgehend die vielen Baustellen im öffentlichen Nahverkehr angehen, denn der Pendlerbonus löst die Probleme keinesfalls“, hält die freiheitliche Landtagsabgeordnete fest. „Maximal 50 Euro sollen die Geschädigten von Verspätungen und Ausfällen bekommen, obwohl mit der Ursachenbekämpfung für die Pendler mehr erreicht würde“, so Mair.

„In erster Linie muss die Informationsqualität bei Ausfällen und Verspätungen bei der Bahn verbessert werden. Es kann nicht angehen, dass die Pendler bei den Auskünften im Regen gestehen lassen werden. Darüber hinaus sind funktionierende Anzeigetafeln zu garantieren“, gibt die freiheitliche Landtagsabgeordnete zu bedenken.

„Es steht außer Frage, dass den Gemeinden für die Wartung und Instandhaltung der Parkplätze Kosten entstehen und diese natürlich gedeckt werden müssen. Es darf jedoch nicht sein, dass Berufspendler, die gezwungenermaßen für eine Teilstrecke das Auto benutzen müssen, um im Anschluss auf ein öffentliches Verkehrsmittel umzusteigen, zur Kassa gebeten werden“, betont die freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Es muss im Sinne der umweltfreundlichen Mobilität eine Übereinkunft zwischen den betroffenen Gemeinden und dem Land gefunden werden, die es ermöglicht die Berufspendler zu entlasten. An den Zugbahnhöfen sollten deshalb genügend freie Parkplätze für die Pendler zur Verfügung gestellt werden, die ein Umsteigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel zulässt“, fordert Ulli Mair.

„Zudem ersetzt der Pendlerbonus nicht die wirtschaftlichen Schäden, welche durch die Verspätungen und Ausfälle auftreten. Angestellte und Arbeiter verlieren Arbeitszeit oder müssen diese nachholen. Deshalb gilt es zuverlässige Infrastrukturen bereitzustellen, die es den Konzessionären ermöglichen ihren Dienst planmäßig versehen zu können“, so die Abgeordnete.

„Nicht außer Acht gelassen werden darf die Situation an den Bahnhöfen. Die Zweckentfremdung der Wartsäle durch Asoziale muss endgültig unterbunden werden, da sowohl Pendler als auch Reisegäste Bahnhöfe vorfinden sollen und keine Unterkünfte für Herumlungerer“, kritisiert Ulli Mair abschließend und fordert ein Abarbeiten der vielen Baustellen im öffentlichen Nahverkehr durch die neue Landesregierung.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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