„Tirol muss endlich einlenken“

Frächter fordern wochentags freie Befahrbarkeit des Brennerstrassenkorridors

Mittwoch, 06. Februar 2019 | 18:28 Uhr

Rom – Der italienische Frächterverband Anita fordert freie Fahrt für Lkw an Wochentagen rund um die Uhr auf dem gesamten Brennerstrassenkorridor, zumal die Bahn noch keine echte Alternative darstelle.

Sowohl die Trasse als auch die Bahnterminals seien derzeit nicht in der Lage, eventuelle Zusatzladungen zu bewältigen.

Am gestrigen 5. Februar sei beispielsweise am Bahnterminal Köln/Eiffeltor ein Annahmestopp von huckepacktauglichen Transporten verfügt worden, weil man an die eigenen Grenzen gestoßen sei. Dieser Annahmestopp gilt vorerst bis heute 18.00 Uhr. Ebenso hat RFI (Rete ferroviaria italiana) am vergangenen Freitag, noch bevor sich die Situation auf den Straßen richtig zugespitzt hatte, ab Mittag teilweise und ab abends sämtliche Warenverkehre auf der Schiene über den Brenner eingestellt und sie erst wieder ab Montag, den 4. Februar, zur Mittagszeit wieder ausgenommen.

“Wir verladen ohnehin so viel wie möglich auf die Schiene, um die Brennerautobahn nicht unnütz tagsüber zu belasten und in Zukunft Verkehrschaos zu vermeiden; mehr über die Schiene ist derzeit nicht möglich. Tirol muss endlich einlenken und die Lkw auch nachts fahren lassen”, erklärt Anita-Präsident Thomas Baumgartner.

Außerdem ist Baumgartner zuversichtlich, dass bei künftigen Verkehrsgipfelgesprächen neben den Politikern auch Experten der Transportbranche und des Eisenbahn- und Straßentransports eingeladen werden. Italiens Wirtschaft könne nicht von Nordeuropa abgeschnitten werden, auch dürften die Transporte nicht künstlich verteuert werden, um zu vermeiden, dass die Wirtschaft Italiens und Südtirols langfristig geschädigt werde.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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