VZS: "Unterschiede bis zu 159 Prozent - Gemeinden sind auf dem richtigen Weg"

Gemeindetarife steigen im Rahmen der Inflation

Dienstag, 07. November 2017 | 11:17 Uhr

Bozen – Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hat die aktuellen Gemeindetarife von 2017 mit denen von 2010 verglichen. Die Daten bezog man von der Webseite der Beobachtungsstelle für Preise und Tarife des Landesinstitutes für Statistik ASTAT. Mit einberechnet wurden der Irpef-Zuschlag (Einkommenssteuer der natürlichen Personen), Trinkwasser, Abwasser, Hausmüll und Kindergarten (ein Kind) laut der Beispielfamilie A (Vier Familienmitglieder, davon zwei Erwerbstätige, davon zwei Kinder, jährliches Bruttoeinkommen 50.000 Euro, 100 m² Erstwohnung im Eigentum, Katasterertrag (aufgewertet mit fünf Prozent) 800 Euro, Kategoriekoeffizient 100, Trinkwasserverbrauch (50 m³ / Person) 200 m³, Abwasser (50 m³ / Person) 200 m³, Müll (300 l / Person) 1200 l, PKW 90 kW).

Durchschnittlich ist eine Erhöhung der Tarife von 53,57 Euro zu verzeichnen, was einem Prozentwert von 11,7 Prozent entspricht. Während die Durchschnittskosten 2010 noch bei 459,33 Euro lagen, liegen sie jetzt bei 512,90 Euro. Die Inflation stieg im Zeitraum vom Jänner 2011 bis September 2017 um 11,3 Prozent. Die durchschnittliche Steigerung liegt damit im Rahmen der Inflation.

Zu den teuersten Gemeinden gehören Waidbruck (807,80 Euro), Salurn (785,31 Euro), Brixen (739,10 Euro), Pfatten (725,47 Euro) und Tramin an der Weinstraße (716,17 Euro).

Zu den günstigsten Gemeinden gehören Unsere Liebe Frau im Walde – St. Felix (312,20 Euro), Prad am Stilfserjoch (319,64 Euro), St. Martin in Passeier (344,49 Euro), Tisens (348,42 Euro) und Schenna (349,48 Euro).

Die höchste Verteuerung ist in folgenden Gemeinden zu finden: Schnals (100,31 Prozent), Waidbruck (64,52 Prozent), Stilfs (63,25 Prozent), Prags (59,95 Prozent) und Gais (58,68 Prozent).

Den größten Rückgang der Kosten im Vergleich zu 2010 gibt es in

Tisens (-29,72 Prozent), Montan (-23,56 Prozent), Bozen (-21,11 Prozent), St. Martin in Passeier (-17,52 Prozent) und Villanders (-14,58 Prozent).

Der Kostenunterschied zwischen der teuersten Gemeinde Waidbruck (807,80 Euro) und der günstigsten Unsere liebe Frau im Walde – St- Felix (312,20 Euro) beträgt im Jahr 495,60 Euro, was einem Unterschied von 159 Prozent entspricht.

Interessant ist laut VZS, dass die Tarife im Vergleich von 2017 zu 2015 im Durchschnitt weniger als die Inflation gestiegen sind. Nämlich um 0,67 Prozent gegenüber einer Inflation von 2,4 Prozent.

Sehr ähnlich verhält es sich mit der Beispielfamilie B (zwei Familienmitglieder, davon ein Pensionist, ein Hausfrau, jährliches Bruttoeinkommen 20.000 €, 70 m² Erstwohnung im Eigentum, Katasterertrag (aufgewertet mit fünf Prozent) 400 Euro, Kategoriekoeffizient 100, Trinkwasserverbrauch (50 m³ / Person) 100 m³, Abwasser (50 m³ / Person) 100 m³, Müll (300 l/Person) 600 l, PKW 45 kW).

Durchschnittlich ist eine Erhöhung der Tarife von 23,29 Euro zu verzeichnen, was einem Prozentwert von 11,4 Prozent entspricht. Während die Durchschnittskosten 2010 noch bei 204,28 Euro lagen, liegen sie jetzt bei 227,57 Euro.

„Die Gemeinden sind somit insgesamt gesehen auf einem guten Weg“, meint dazu der Geschäftsführer des VZS, Walther Andreaus. „Mit zurückhaltender Tarifanpassung und effizienter Dienstleistung können Gemeinden zur Kaufkrafterhaltung der Bürgerinnen und Bürger beitragen.“

Die Details zu den Tarifen finden sich auf: http://www.provinz.bz.it/beobachtungsstelle-preise-tarife/default.asp

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Gemeindetarife steigen im Rahmen der Inflation"


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Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
15 Tage 6 h

Nur die Löhne stiegen nicht um 11-12 % meine Herren!!!

traktor
traktor
Superredner
15 Tage 5 h

und die löhne?

Amadeus
Amadeus
Grünschnabel
14 Tage 22 h

Mistermah – natürlich stiegen die Löhne bei deinen Herren.

krakatau
krakatau
Superredner
11 Tage 1 h

Die Gemeinde Gais ist immer vorne mit dabei – zumindest solange eine Bürgermeisterin das Sagen hatte

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