Von: mk
Bozen – „Die nächste Generation wird es besser machen als ich“ – mit diesen Worten trat der bisherige Präsident und Gründer der Oberalp Gruppe, Heiner Oberrauch, in der vergangenen Woche vor die rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens, um den Generationswechsel an seine Tochter Ruth Oberrauch anzukündigen.
Vor mehr als 40 Jahren hatte Heiner Oberrauch das Unternehmen mit zwei Halbtagskräften gegründet. „Damals gab es einen großen Bedarf an hochwertigen Sportartikeln aus dem Ausland, die ich nach Italien importieren konnte“, blickt er zurück. Aus diesem Start-up entwickelte sich ein managementgeführtes Familienunternehmen, das heute ein Portfolio von 18 Sportmarken unter einem Dach vereint: Sieben Bergsportmarken – darunter Salewa, Dynafit und LaMunt – stehen im Eigentum des Unternehmens. Darüber hinaus agiert die Oberalp-Gruppe als Markenentwickler und Vertriebspartner für elf exklusive Sportmarken wie Under Armour, Fischer, Bollé und Blackroll in Italien und weiteren europäischen Märkten.
Ruth Oberrauch stellt ihre Präsidentschaft unter das Motto „Brücken bauen“. „Ich fühle mich in meiner Rolle als Brückenbauerin wohl, weil ich weiß, dass ich damit dem Unternehmen eine gute Richtung für seine Zukunft geben kann“, sagte sie in ihrer Ansprache an die internationale Belegschaft. Partnerschaften seien ein zentraler Erfolgsfaktor der Zukunft – sowohl innerhalb des Unternehmens als auch nach außen. „Niemand gewinnt mehr allein“, beschreibt sie ihren zukünftigen Kurs für die Unternehmensgruppe.
Heiner Oberrauch bleibt Mitglied des Verwaltungsrats der Oberalp AG und wird sich künftig verstärkt anderen Geschäftszweigen der Familie widmen, darunter den Modegeschäften und der Landwirtschaft. Ruth Oberrauch wiederum gibt im Zuge ihrer neuen Verantwortung die Markenleitung von LaMunt intern ab. Die Marke hatte sie 2022 selbst gegründet und damit eine Lücke im Outdoor-Markt geschlossen: LaMunt richtet sich als Community Brand an selbstbewusste Frauen und entwickelt von Frauen konzipierte Bekleidung für vielfältige Bergsportaktivitäten. „Die Erfahrung, eine Marke selbst entwickeln zu können, hat es mir ermöglicht, in alle Unternehmensprozesse tief einzutauchen“, blickt die neue Oberalp-Präsidentin auf die letzten intensiven fünfzehn Arbeitsjahre zurück, in welchen sie in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens mit Management-Aufgaben betraut war. „Jetzt macht es mir eine Freude, in die größere Verantwortung für das gesamte Markenhaus zu kommen“, so Ruth Oberrauch.
Ein weiterer Schritt des Generationswechsels folgt im Herbst: Christoph Engl, seit 2018 CEO der Oberalp-Gruppe, wird seine Funktion mit 1. Oktober an den derzeitigen CSO Stefan Rainer übergeben und ab Jahresbeginn 2027 als Senior Advisor für das Unternehmen tätig sein. Weitere Details zum organisatorischen Umbau und der Zukunftsstrategie des Unternehmens werden im Rahmen einer Pressekonferenz am 21. September bekanntgegeben.




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