Über 100 Anträge auf Vaterschaftsurlaub gestellt

Geschlechtergleichstellung: Volksbank als erste Regionalbank in Italien zertifiziert

Freitag, 20. Januar 2023 | 16:38 Uhr

Bozen – Als erste Regionalbank in Italien erhält die Volksbank die vom nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) vorgesehene Zertifizierung zur Geschlechtergleichstellung. Eine Auszeichnung, mit der die besonderen Leistungen der Bank bezüglich Elternschutz, Unterstützung der Familienangehörigen und Lohngleichheit gewürdigt werden. Mehr als 100 Volksbank Mitarbeiter haben in den letzten vier Jahren Vaterschaftsurlaub beantragt.

Die Volksbank ist die erste Regionalbank und das zweite Kreditinstitut auf nationaler Ebene, dem die Zertifizierung zur Geschlechtergleichstellung (UNI/PdR 125:2022) verliehen wurde. Die vom nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) vorgesehene Zertifizierung beruht auf der Analyse von sechs Makrobereichen: Kultur und Strategie, Governance, Personalprozesse (HR), geschlechtsneutrale Wachstumschancen im Unternehmen, geschlechtsneutrale Lohngleichheit, Elternschutz und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Die Zertifizierung der Geschlechtergleichstellung ist ein wichtiger Schritt, der vom Verwaltungsrat und vom Management ausdrücklich gewünscht wurde: Es handelt sich um einen Bottom-up-Prozess, der jede einzelne Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter einbezieht. Die Aufgabe der Bank ist es, den Prozess aktiv zu unterstützen und zu fördern. Es ist ein Ausgangspunkt für uns, kein Endpunkt, aber es bestätigt die bisherigen Bemühungen um Inklusion und Vielfalt, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das auf Zusammenarbeit und fruchtbarer Konfrontation basiert. Die zweite Bank in Italien zu sein, die diese Anerkennung erhalten hat, ist ein wichtiger Meilenstein”, unterstreicht Alberto Naef, Generaldirektor der Volksbank.

Die Volksbank hat das Auditverfahren bestanden und sich vor allem in den Bereichen Elternschutz, Unterstützung für pflegende Angehörige und Lohngleichheit hervorgetan. Die Bank kann auf eine lange Geschichte der kulturellen und sprachlichen Integration zurückblicken: Von den mehr als 1.350 Mitarbeitern sind 68% italienischer Muttersprache und die restlichen 32% deutscher Muttersprache. Der Anteil von Frauen und Männern im Unternehmen ist ausgewogen mit einem Anteil von Mitarbeiterinnen bei ca. 44%. Was Inklusion und Chancengleichheit betrifft, hat die Volksbank einen strategischen Pfad eingeschlagen, um ein durchgängig inklusives Arbeitsumfeld in Bezug auf Richtlinien, Prozesse, Betriebspraktiken und Verhaltenskodizes entwickeln.

„Als Arbeitgeber ist es unser Ziel, die Vielfalt und Einzigartigkeit unserer Mitarbeiter:innen zu erkennen und aufzuwerten. Im Einklang mit den Markenwerten fördert die Volksbank mit Weitblick eine inklusive Kultur für eine immer ausgeprägtere Geschlechtergleichstellung. Der Mehrwert und das Unterscheidungsmerkmal eines Unternehmens sind die Menschen, ihre Bedürfnisse und ihr körperliches sowie geistiges Wohlbefinden: Aus diesem Grund ist für uns die Gleichstellung der Geschlechter sehr wichtig. Dadurch drücken wir unsere Nähe zu den mehr als 1.350 Mitarbeitern der Bank aus“, so Ilse Steurer, Leiterin Human Resources der Volksbank.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – über 100 Anträge auf Vaterschaftsurlaub gestellt

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat in der Volksbank schon immer eine zentrale Rolle gespielt. In den letzten vier Jahren haben mehr als 100 Mitarbeiter Vaterschaftsurlaub beantragt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können von zahlreichen Benefits profitieren: Dazu zählt die flexible Arbeitszeit und die Möglichkeit, im Smartworking zu arbeiten. Darüber hinaus hat die Zahl der Teilzeitverträge in den letzten fünf Jahren um 16 Prozent zugenommen und macht nun 21 Prozent des gesamten Personals der Bank aus.

Schließlich werden Mitarbeitenden verschiedene Sozialleistungen geboten. So ist seit 2015 die betriebliche Kindertagesstätte im Hauptsitz in Bozen in Betrieb. Im Jahr 2023 wurden außerdem die Sozialversicherungsbeiträge für unterhaltsberechtigte Kinder und für die Betreuung von Kindern und Familienangehörigen mit Behinderung erhöht.

Lohngleichheit nach Geschlecht

Im Einklang mit den nationalen Vorschriften und den jüngsten EBA-Leitlinien für eine solide und umsichtige Vergütungspolitik will die Volksbank sicherstellen, dass die Mitarbeiter für dieselbe Tätigkeit gleich entlohnt werden. Konkret wurde mit Unterstützung der Organisationseinheit Human Resources ein formeller Prozess eingeleitet, der darauf abzielt, innerhalb der Bank ein Höchstmaß an Lohngleichheit zu erreichen.

UNI/PdR 125:2022 Zertifizierung: Struktur und Ziele

Die Zertifizierung, die für drei Jahre gültig ist, bescheinigt, dass das Unternehmen die Anforderungen erfüllt, die festgelegt wurden, um ein inklusives Managementsystem zu gewährleisten, das die Geschlechtervielfalt am Arbeitsplatz respektiert, basierend auf messbaren Daten und Zielen.

Ziel der Zertifizierung ist es, den Gender-Pay-Gap zu verringern, die Beschäftigung von Frauen, insbesondere in Führungspositionen, zu fördern und die Inklusion zu fördern. Es ist erwiesen, dass inklusivere Unternehmen in der Lage sind, einen höheren Wert zu generieren und zum Wirtschaftswachstum der Gesellschaft beizutragen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Geschlechtergleichstellung: Volksbank als erste Regionalbank in Italien zertifiziert"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Zugspitze947
13 Tage 4 h

Wichtiger wäre endlich die geschädigten Aktionäre FAIR zu entschädigen ! 😡😝👌

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
13 Tage 1 h

Jetzt wird’s mir klar: das ist also der Grund, warum ich in meiner Volksbankfiliale oft so lange warten muss, bis ich endlich dran bin.

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