Hinweise für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Haftpflichtversicherung gegen grobe Fahrlässigkeit: Schael entschuldigt sich

Dienstag, 26. Juni 2018 | 17:22 Uhr

Bozen – Aufgrund hoher Forderungen vonseiten der Versicherungsgesellschaft konnten die Verhandlungen für die Haftpflichtversicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sanitätsbetriebs gegen grobe Fahrlässigkeit nicht abgeschlossen werden. Die Direktion hat heute in einer Sitzung mit den Gewerkschaften die wichtigsten Hinweise für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diskutiert.

Im Zuge einer Besprechung mit den Gewerkschaften erklärte die Direktion heute Hintergründe und gab wichtige Hinweise für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur weiteren Vorgangsweise. Generaldirektor Thomas Schael entschuldigte sich gleich zu Beginn bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erst letzte Woche entstandene Situation und die damit verbundene späte Information.

Historisch bedingt hat der Sanitätsbetrieb eine günstige Versicherung ohne Selbstbeteiligung und stellt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Zusatzversicherung für grobe Fahrlässigkeit zu guten Bedingungen und mit sehr guten Leistungen zur Verfügung. Anderswo ist es üblich, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen durch Konventionen ihrer wissenschaftlichen Organisationen oder Gewerkschaften versichern. Auf dem Markt gibt es zudem Standard-Polizzen der großen Versicherungsgesellschaften für Gesundheitsberufe.

Am 30. Juni 2018 läuft die derzeitige Versicherungspolizze für leichte Fahrlässigkeit aus, die der Sanitätsbetrieb mit der UNIQA Österreich Versicherungen AG abgeschlossen hat. Generaldirektor Thomas Schael erklärte: „In den Verhandlungen um die Verlängerung wurden von UNIQA vertragliche Änderungen gestellt und zwar mit 30 Prozent Aufschlag. Für vier Monate wären das 600.000 Euro. Das konnten wir nicht akzeptieren.“ Die grobe Fahrlässigkeit kann mit Inkrafttreten des Gelli-Gesetzes in Italien nur als Zusatzvertrag zur bereits bestehenden Versicherung gegen leichte Fahrlässigkeit verhandelt werden.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist nun wichtig, eine Versicherung für grobe Fahrlässigkeit ab 30. Juni 2018 abzuschließen, da sie vom Sanitätsbetrieb auf alle Fälle gegen leichte Fahrlässigkeit weiterhin gedeckt sind.

Aufgrund der Situation hat die Betriebsleitung heute per Beschluss eine Übergangslösung ab 1. Juli und für die nächsten vier Monate in die Wege geleitet. Insgesamt fünf Versicherungsunternehmen wurden eingeladen, umgehend ein Angebot zu unterbreiten. Damit wird eine Weiterführung aller Dienstleistungen sichergestellt.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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21 Kommentare auf "Haftpflichtversicherung gegen grobe Fahrlässigkeit: Schael entschuldigt sich"


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Nobodyisperfect
Nobodyisperfect
Grünschnabel
21 Tage 16 h

Wie kann man nur an einem so Unfähigen festhalten zum Schämen für Südtirol. Wenn wir so arbeiten wurden hätte unser Boss uns langst schon entlassen.

overmaltina
overmaltina
Grünschnabel
21 Tage 15 h

fürchterlich …tz,  um keine Vermögen der Welt möchte ich das bozner Krankenhaus leiten! Frau Marta Stocker und thomas schael machen in dieser ultra-italophilen Umgebung harte arbeit – Große ehre und Respekt vor den beiden!!

Nobodyisperfect
Nobodyisperfect
Grünschnabel
21 Tage 14 h

Wenn man die Arbeiter so im Stich lässt dann ist Unfähigkeit im Spiel und nichts anderes.

selwol
selwol
Grünschnabel
21 Tage 5 h

@overmaltina Und wer baut das Krankenhaus Bozen weiter aus und dezimiert die Periphären?
Wenn Leute vom Tuten und Blasen wenig Ahnung haben,passieren solche Sachen.

Storch24
Storch24
Tratscher
21 Tage 3 h

Overmaltina @ ja irgendwie schon richtig. So einen Job annehmen, wissend dass die vielen Jahre schon vorher enorme Fehler begangen wurden. Das kann nicht gutgehen. Beneide niemanden, der diese Arbeit jetzt übernimmt.
Aufräumen, besser machen geht nicht von heute auf morgen. Vergehen sicher wieder Jahre. Sollen sich doch die großen „ Plauderer“ dafür bewerben.

Obelix
Obelix
Superredner
21 Tage 19 h

Schäl, machen sie doch endlich einen Abgang. Keiner wird sie vermissen. Im Gegenteil.

Ralph
Ralph
Superredner
21 Tage 5 h

wer wollte schael und damit diese art:
genau, Arno und die Stockerin

Bernd
Bernd
Grünschnabel
21 Tage 14 h

Es geht hier um eine Versicherung um grobe Fahrlässigkeit ! Ich finde das es das mindeste ist , dass jemand der grob Fahrlässig handelt dafür auch gerade zu stehen hat und sich notfalls dafür auch selbst versichert. Mir zählt auch niemand eine Kako wenn ich grob fahrlässig bin.Kann die Aufregung hier überhaupt nicht nachvollziehen, schließlich verdienen die Götter in weiß genug um sich selbst abzusichern, abgesehen dass es das mindeste was ich verlangen kann , dass diese Herrn nicht grob Fahrlässig handeln!

Mezcalito
Mezcalito
Neuling
21 Tage 11 h

du hast es nicht verstanden. das personal zahlt die versicherung selbst ca 600euro im Jahr.
der sanitätsbetrieb hatte die polizze vermittelt und pflegern und ärzten erst jetzt bescheid gesagt, dass sie in wenigen tagen unversichert sein werden.

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
21 Tage 6 h

um fehler zu vermeiden ,da musst du dem personal die zeit geben für eine gute arbeit und net dauernd unterbesetzt und unter stress arbeiten lassen

ma che
ma che
Grünschnabel
21 Tage 5 h

Die Versicherung wurde von jedem Angestellten selbst bezahlt, der Sanitätsbetrieb hat sie nur zur Verfügung gestellt.
Das Problem ist, dass diese Versicherung seit 1.1.2018 gesetzlich verpflichtend ist und deshalb plötzlich das Personal straffällig wird, weil Schäl geschlafen hat.

ma che
ma che
Grünschnabel
21 Tage 5 h

Bsp: Wenn ein Arzt oder Pfleger einen Doppeldienst schieben muss, was ja öfters vorkommt weil ja Personalmangel herrscht, und da nen Fehler wegen Übermüdung macht, dann ist das grob fahrlässig.

Sonne
Sonne
Grünschnabel
21 Tage 5 h

wenn du den text genau gelesen hast, hat jeder Angestellte dies sekbst gezahlt. es wurde monatlich auf dem Lohnstreifen abgerechnet.

Tirol
Tirol
Grünschnabel
21 Tage 5 h

die Versicherung wird von den Ärtzen bezhalt…diese wird nur vom Sanitätsbetrieb angeboten…..aus den Kommentar wird ersichtlich dass Sie irgendwie keine Ahnung haben welchen Arbeitsdruck durch personalmangel vorherscht, Doppelschichchten….NotOP in der Nacht….usw…..

Obelix
Obelix
Superredner
21 Tage 5 h

@Bernd, du hast keine Ahnung wovon du schreibst. Bei den Ärzten und dem restlichen Personal geht es um Gesundheitsberufe. Da kann der kleinste, unbedachte Fehler gravierende Folgen haben. Nicht nur für die Ärzte, auch für den Sanitätsbetrieb, der ja der Arbeitgeber ist. Und wenn du vor Gericht landest weißt du nie wie es ausgeht. Nicht umsonst die alte Weisheit: Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.

Berg
Berg
Grünschnabel
21 Tage 3 h

@ma che Es stimmt es ist große Fahrlässigkeit  aber der Verantwortlichen des Personalmangels und nicht derer die unter Überlastung der Fehler passiert.

elmar
elmar
Tratscher
21 Tage 16 h

jetzt wird versucht in letzter Minute irgend etwas auf die Beine zu stellen….. und da Frage ich mich für was kasiert ein solche Manager ein so hohes Gehalt ??? und wie lange will Ihn die SVP noch decken ???

Goggi
Goggi
Grünschnabel
21 Tage 4 h

i find des eine bodenlose Frechheit und Schweinerei, was hier passiert und versucht wird zu verharmlosen. Ein Privatbetrieb könnte zusperren, wenn so ein grober Fehler passiert. 
i find, dass hier wirklich jemand gradstehen muss , für so einen Fehler und entschuldigen bei den Angestellten?!? was soll das!? Bei den ganzen Patienten soll er sich entschuldigen, dafür , dass man einem Risiko ausgesetzt ist und nicht mal eine Absicherung hat!! nur ein Beispiel: gebährende Mutter- Notkaiserschnitt und es passiert was und der Arzt ist nicht versichert?!? und?????????????

danii
danii
Grünschnabel
21 Tage 4 h

peinlicher und unprofessioneller geht wohl nimmer…. und so wos bezohln mir???

Dolomiticus
Dolomiticus
Tratscher
21 Tage 4 h
Hab grad auf Stol gelesen, dass der gesamte Sanitätsbetrieb ohne Versicherungsschutz da steht und nicht nur das Personal wegen grober Fahrlässigkeit. Ob es jetzt der Schael verschwitzt hat oder ein dafür zuständiger Angestellter… der SABES scheint wirklich in einem desolaten Zustand zu sein. Ein Schaelbenhaufen würde man auf Chinesisch sagen… Den Granden brennt es jetzt unterm Hintern, vor den Wahlen, weil sie diesen Generaldirektor irgendwie und aus irgendwo aus dem Zylinder gezaubert haben und jetzt die Geister, die sie riefen, nicht mehr los werden. Er wird wohl nicht mehr lange haltbar sein und die dafür zuständigen Politiker, ehrlich gesagt, auch… Weiterlesen »
Storch24
Storch24
Tratscher
21 Tage 3 h

Der Boss hat sicher auch Untergebene die für sowas mitzudenken haben.
Ihr muss nicht nur ein Kopf rollen. Auch der des unfähigen Mitarbeiters

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