Hohe Kosten für Betriebe

hds: „Unsere Regeln anpassen, da staatliche Vorgaben weniger streng sind“

Montag, 18. Mai 2020 | 16:56 Uhr

Bozen – Mit dem Ministerialdekret DPCM vom 17. Mai 2020 hat Italien die Phase zwei auch für Handel und Gastronomie eingeleitet. Der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol erinnert daran, dass aktuell nach wie vor das Südtiroler Landesgesetz vom 8. Mai mit all seinen Sicherheitsvorkehrungen seine Gültigkeit hat und angewandt wird, und nicht die Bestimmungen des Staates.

„So wie es sich jetzt herausstellt, sind die staatlichen Regelungen weniger streng als die Südtiroler Maßnahmen: So plädieren wir für die sofortige Anpassung. Ziel soll es sein, die Kosten für die Betriebe so gering wie möglich zu halten und trotzdem alle gesundheitlichen Vorkehrungen zu garantieren“, betont hds-Präsident Philipp Moser. Das könne mit einer Verordnung des Landeshauptmanns, die sofort in Kraft tritt, gelöst werden.

So sehen die staatlichen Regelungen folgende Vereinfachungen vor: In der Gastronomie gilt der Abstand von einem Meter (nicht zwei Meter), und das Servicepersonal muss keine FFP2-Masken tragen. Im Handel hingegen braucht es im Kassenbereich keine Schutzvorrichtungen: Hier gelten Masken oder Visiere als Schutzeinrichtung.

Präsident Moser sendet in diesem Zusammenhang noch eine Botschaft in Richtung Gewerkschaften: „Diese hatten in den letzten Tagen und Wochen immer wieder den Alleingang Südtirols kritisiert und dagegen Stimmung gemacht, u.a., weil dieser zu risikoreich sei oder wegen Sicherheitsbedenken. Nun stellt sich nach einer ersten Analyse heraus, dass Südtirol genauer und penibler die Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat als der Staat. All diese Sorgen und Bedenken waren fehl am Platz.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "hds: „Unsere Regeln anpassen, da staatliche Vorgaben weniger streng sind“"


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Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
12 Tage 5 h
Hallo @hds , HGV und Konsorten, die Massnahmen müssen gestrenger sein als sonstwo in Italien. Das Sondergesetz Südtirols darf nicht scheitern weil es eine Blaupause für die Zukunft ist. Deswegen muss jetzt die nächsten Tage das Infektionsgeschehen wie das letzte Ei vom Dodo gehegt werden. Wenn Rom nun alle Dämme öffnet und scheitert können sie nicht mehr per Dekret in Südtirol durchregieren, in den letzten Tagen hat sich zu deutlich gezeigt Widerstand und ein entschiedenes “Nein” wird akzeptiert. Das ist der Sinn vom Südtiroler Sonderweg. Hds und HGV mögen unbesorgt sein wegen der deutschen Gästetreue und sollten schauen den Weg… Weiterlesen »
hefe
hefe
Superredner
12 Tage 4 h

Nein muss es nicht @Andreas….in dem Moment als das Landesgesetz gemacht wurde hat es ja gepasst denn gegenüber Rom war das Gesetz strenger denn so hatte es gegenüber das Verfassungsgericht mehr Chancen…… aber jetzt sollte man sich dem staatlichen anpassen in allen Bereichen denn es länger so bleibt wo hatte es dann Sinn eine Woche früher aufzumachen

hefe
hefe
Superredner
12 Tage 3 h

@Andreas probier du den ganzen Tag mit einer Maske Pph2 Maske zu arbeiten (Restliches Staatsgebiet 1)und in einem Lokal ist auch ein Unterschied ob 1bzw 2 Meter Abstand sein Muss……. Jeder Betrieb muss seine Rechnung machen und mit dem Inkasso was da verloren geht kann man mehrere Leute bezahlen…….

Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
12 Tage 3 h
Hallo @hefe, ds mit dem Verfassungsgericht war immer ein Zocken, jedem Gesetzesgelehrtem war klar Südtirol hat nach diesen Buchstaben unrecht und wird das auch so gegen Ende 2024 von der effektiven italienischen Justiz so präsentiert bekommen. Ich finde es nur mehr witzig. Vor dem Südtiroler Sonderweg wurde der strikte Weg Roms als besonnene Vernunft hingestellt und teilweise der gleiche Personenkreis schreit jetzt herum wenn Bozen seinen Sonderweg streng schützen mag und Rom panisch alle Dämme öffnet weil sie den Boden der Kassa sehen. Der Südtiroler Weg ist steil und steinig aber ich geh ihn jetzt mit und hoffe weiterhin auf… Weiterlesen »
Staenkerer
12 Tage 2 h

@hefe na, jo, erst hobn se über kompatschers alleingong gejubelt, ihm de schultern geklopft und applaudiert, a woch drauf sottlen se um weil der kuchn mehr rosienen hot?
so gsechn seins de gleichn wetterfahnlen wie ihre partei!

Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
12 Tage 1 h

Hallo @Staenkerer,

dem LH Kompatscher wurde eben nicht applaudiert.
Der Landeshaupmann ist voll ins Risiko gegangen und hat nicht den gemütlichen Dekreteabzeichner von Roms Gnaden gegeben.
Die Interessenverbände welche jetzt laut nach den lockeren römischen Verhältnissen schreien haben vor 10 Tage interessiert dazu geschwiegen.
Sperrfeuer aus allen Rohren um jemandem mit Schneid voranstürmen zu lassen sieht anders aus.

Auf Wiedersehen in Südtirol

Staenkerer
11 Tage 21 h

@Andreas1234567 tjo, für des “risiko” werd er jo a fürstlich entlohnt, moansch nit a?
ober für oll de orbeitnehmer war er des risiko nie eingongen, do hots schun druck von de lobbyistn gebraucht! das er in de jetz a wieder den wunsch erfüllt isch ohne zweifl, es sich mitn wählestammvieh zu vertien konn sich de SVP nimmer leisten!

KingCrimson
KingCrimson
Grünschnabel
11 Tage 14 h

Das ist leider der typische Südtiroler. Immer dorthin, wo es am meisten zu holen gibt.

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
11 Tage 12 h

Andreas du Schreier halt dich doch endlich da raus =du verstehst überhaupt nix DAVON 🙁

Neumi
Neumi
Kinig
12 Tage 5 h

War es nicht der hds, der auf eigentständiges Handeln gedrängt hat? Jetzt wollen sie dann doch die staatlichen Richtlinien. Wie ging das mit dem Rosinenpicken?

Dublin
Dublin
Kinig
12 Tage 5 h

…na wie lustig…jetzt sollen sich die Autonomen den legeren Staatsregeln anpassen…
😃

hefe
hefe
Superredner
12 Tage 5 h

Schauen wir mal wie lange es dauert bis die staatliche Verordnung greift…… Für einen Restaurant oder Bar ist es ein großer Unterschied ob 1 oder 2 Meter……… Sveglia Kompatscher und Co

jagerander
jagerander
Tratscher
12 Tage 3 h

eatz war italien wieder guat genua…..🤣🤣

Marco schwarz
Marco schwarz
Tratscher
12 Tage 1 h

ja was jetzt? zuerst drängt der Moser und die Wirtschaftslobby, dass Südtirol bessere und schnellere Lockerungen braucht, und dass Südtirol einen eigenen Weg geht. jetzt sind aber die italienischen Regeln besser? kennt sich keiner aus, Moser lass bleiben!

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