Aufruf der Jungunternehmer

„Helfen wir uns gegenseitig aus der Krise!“

Montag, 01. Februar 2021 | 13:31 Uhr

Bozen – “Südtirol als eine der wenigen dunkelroten Zonen in Europa ist ein Tatbestand, den wir nicht zulassen dürfen. Wir schaden unserer Zukunft, denn damit werden nicht nur unsere persönlichen Freiheiten zusätzlich eingeschränkt und unsere Wirtschaft negativ beeinflusst, sondern das Image unseres Landes in der Welt getrübt. Aus diesem Grund bitten wir Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer die Südtiroler Bevölkerung um ihren größtmöglichen Einsatz und Unterstützung: nur wenn wir alle gemeinsam Verantwortung zeigen – jene, die die Regeln erstellen, jene, die sie einhalten und jene, die sie kontrollieren müssen – werden wir diese Krise bewältigen können!“ Diesen Aufruf richtet die Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband an die Gesellschaft.

Wie die Präsidentin Manuela Bertagnolli unterstreicht, pflegten die Jungunternehmerinnen und -unternehmer in den vergangenen Monaten einen sehr intensiven Austausch. „So diskutierten wir über die Folgen dieser Krise für unsere Unternehmen, unsere Familien und uns selbst. Um diese zu bewältigen, müssen wir alle Verantwortung übernehmen. Dies gilt für jeden Einzelnen von uns. Wir müssen die allgemeinen Sicherheitsregeln einhalten: Mundschutz, Abstand, Beachtung der Sicherheitsprotokolle. In unseren Unternehmen haben wir gesehen, dass dies möglich ist. Es ist für uns alle schwierig, doch in diesem Moment ist es die einzige Chance, damit wir eine Perspektive haben, um konkret und möglichst rasch aus dieser Situation zu kommen.“

Verantwortung verlange man auch von den politischen Entscheidungsträgern. Europa stelle enorme finanzielle Mittel zur Verfügung. „Diese sind eine einzigartige Möglichkeit, die wir gezielt und effizient nutzen müssen! Wir, unsere Kinder und Enkel werden nämlich die Schulden zurückzahlen müssen, die wir heute aufnehmen werden. Es ist unerlässlich jenen zu helfen, die in Schwierigkeiten sind, aber ebenso wichtig ist es, in die Zukunft zu investieren und die Voraussetzungen zu schaffen, damit – sobald der derzeitige sanitäre Notstand durch die Impfungen überwunden ist – unsere Unternehmen neustarten und wieder Mehrwert, Arbeitsplätze und Investitionen im Land schaffen können“, so die Jungunternehmer.

Verantwortung bedinge aber auch den gegenseitigen Respekt – vor den Regeln und zwischen den Menschen. „Unsere Beziehungen untereinander müssen von Respekt geprägt sein – angefangen bei der Sprache, die wir verwenden. Und es braucht den notwendigen Respekt auch vor Entscheidungen, die unser aller Leben beeinflussen: Klarheit, Transparenz und Kohärenz sind unerlässlich“, erklären die Jungunternehmer.

Verantwortung übernehmen heiße auch, sich an die Vereinbarungen zu halten. „So wie es richtig ist, dass Europa die Stimme erhebt, um von den Pharmaunternehmen die Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen und die Lieferung der den einzelnen Ländern versprochenen Impfdosen einzufordern, müssen die Institutionen rasch und unbürokratisch die versprochenen Hilfen für Familien, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Unternehmen zur Verfügung stellen“, fügen die Jungunternehmer hinzu.

Verantwortung übernehmen heiße nicht zuletzt, den Verdienst jener anzuerkennen, die in diesen Monaten Außergewöhnliches geleistet haben. „Unter den vielen Kategorien dürfen wir die arbeitenden Mütter nicht vergessen. Ihr Einsatz verdient konkrete Anerkennung in Form von Investitionen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch die Beachtung der allgemeinen Sicherheitsregeln ist eine Anerkennung für ihren Einsatz, denn diese erlaubt es, dass Kindertagesstätten, Kindergärten, Schulen und Universität in Präsenz stattfinden können. Dies schulden wir auch unseren Jugendlichen: sie haben ein Recht auf gute Ausbildung! Wir wollen alle so rasch als möglich diese Krise hinter uns lassen, das wird uns aber nur gemeinsam gelingen!“, so die Präsidentin der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "„Helfen wir uns gegenseitig aus der Krise!“"


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Horti
Horti
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Die Erben vom Papa müssen auch Ihren Senf dazugeben.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Ja und der war unnötig.

algunder
algunder
Superredner
1 Monat 4 Tage

und des sein de jenign de grod und grod tariflohn zohln 🤔🤔🤔🤔
obor beim unschoffn die greastn schreier

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage
Hallo nach Südtirol, unfassbar, ganz tolle Südtiroler Interessenvertreter. Südtiroler müssen Disziplin einhalten, der Ruf nach Kontrollen, wir sind die dunkelroten von Europa… Kein Wort von irrwitzigen Testzahlen, kein Wort von nicht mal halb ausgelasteter Intensiv, kein Wort davon die Hälfte des Infektionsgeschehens spielt sich in Bozen und “Gemeinde unbekannt” ab. Gestern hat die Sanität 19 Gemeinden als “ohne aktive Fälle” vermeldet. In der Aussendarstellung ist sich die Medienlandschaft einig, nur die grössten und schlechtesten Zahlen Südtirols taugen für eine Schlagzeile. Man hat den Verdacht es geht die Angst um jedes positive Wort über Südtirol führt gleich zu “Mantua in Banden”.… Weiterlesen »
Anja
Anja
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Endlich mal ein richtiger Ansatz… so solls sein und so kommen wir da wieder raus!

ferri-club
ferri-club
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Ok richtiger Ansatz, das sollten diejenigen die wie in Wolkenstein erwischt wurden und demnächst Südtirol weit noch werden 300 mal abschreiben und dann noch 1 Monat auf die Covidstation aushelfen. Gratis.

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