Liquidität der Betriebe muss gesichert werden

HGV fordert kräftiges Signal für Tourismusbetriebe

Donnerstag, 26. März 2020 | 16:20 Uhr

Bozen – Die Beherbergungsbetriebe und die Speise- und Schankbetriebe verspüren bereits seit mehr als einem Monat sehr drastisch die Auswirkungen der „Coronakrise“. Im Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) rechnet man bis Ende Juni mit Umsatzeinbußen im Hotel- und Gastgewerbe von rund einer Milliarde Euro. Deshalb fordert der HGV ein schnelles Hilfspaket für die touristischen Betriebe.

„Seit Ende Februar erleben unsere Beherbergungsbetriebe eine Stornierungswelle unbekannten Ausmaßes. Fast alle Betriebe waren daher gezwungen, die Wintersaison mehr als ein Monat früher zu beenden. Genauso dramatisch ist die Tatsache, dass keine Buchungen für die Frühjahrsaison mehr eingehen und die getätigten Buchungen aufgrund der kritischen Situation ebenso storniert worden sind“, verweist HGV-Präsident Manfred Pinzger auf die kritische Lage. Zudem brach bei den Speise- und Schankbetrieben der Umsatz aufgrund der staatlich verordneten Schließungsmaßnahmen von einem auf den anderen Tag komplett ein. „Auch diese Betriebe, die es für das soziale Leben in einem Dorf notwendig braucht, wissen momentan nicht, wie sie Gehälter, Pacht und andere laufende Kosten bezahlen können“, unterstreicht HGV-Direktor Thomas Gruber.

Für den HGV ist angesichts der prekären Lage der Tourismusbetriebe klar: “Diese brauchen ein kräftiges Signal von der Landespolitik genauso wie vom Staat.” Der HGV hat sowohl bei Tourismuslandesrat Arnold Schuler als auch über die Südtiroler Parlamentarier in Rom und über die Federalberghi konkrete Unterstützungsmaßnahmen für die Hotels und Gastbetriebe deponiert.

Zum einen gehe es darum, die Liquidität der Betriebe zu sichern. Dazu gilt es, für bestehende Darlehen die Raten auszusetzen und zu stunden, andererseits müssen die Banken in die Lage versetzt werden, neue Kredite rasch und zu niedrigen Zinsen zu vergeben, ohne dass die üblichen strengen Bestimmungen zur Anwendung kommen. „Hier ist eine gemeinsame Initiative von Land, Garantiegenossenschaften und Banken dringend notwendig“, sagt Pinzger. „Angesetzt werden muss auch bei den Lokalsteuern und Gebühren. Ein Aufschub der Zahlungen ist wichtig, aber eine Reduzierung derselben noch viel wichtiger, um die Betriebe, aber auch die Arbeitnehmer für einen bestimmten Zeitraum deutlich zu entlasten“, so der HGV-Präsident.

Zum anderen brauche es Unterstützungsmaßnahmen zugunsten der Arbeitnehmer. Der Staat hat mit dem Gesetzesdekret Nummer 18 vom 17. März 2020 soziale Abfederungsmaßnahmen vorgesehen. “Nun gilt es, diese mit Landesmittel zu ergänzen und die Prozeduren so zu gestalten, dass die Gelder unbürokratisch und vor allem rasch an die Mitarbeiter ausgezahlt werden können.” Weiters regt der HGV eine Ausdehnung des Arbeitslosengeldes für jene Arbeitnehmer an, die nicht wie geplant die Saison beginnen können. Ein diesbezüglicher Gesetzesvorschlag wurde auf nationaler Ebene deponiert.

„Auch wenn die Situation derzeit dramatisch ist, so wird es auch wieder zu einer Beruhigung kommen“, meint Pinzger. Es brauche deshalb entsprechende Marketinginitiativen und ausreichend finanzielle Ressourcen, welche bereitgestellt werden müssen, um die Marke Südtirol zum gegebenen Zeitpunkt wieder zu bewerben. Abschließend, so heißt es in der Presseaussendung, dankt der HGV all jenen, die in den Krankenhäusern und bei den Pflegediensten an vorderster Front stehen, um das Leben der Mitbürgerinnen und Mitbürger zu retten.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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24 Kommentare auf "HGV fordert kräftiges Signal für Tourismusbetriebe"


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Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
2 Tage 12 h

das ist jammern auf hohem Niveau. Die Hotelier haben in den letzten Jahren grösser um wiederum grösser zu weden gebaut, teilweise die besten Sachen einfach verschrottet…alle haben es schwer in dieser Zeit, vor allem Familien und Angestellte die villeicht ihre Arbeit verlieren….
und nicht zu vergessen die Ärzte, Krankenpfleger und alle die in dieser Zeit in der Sanität arbeiten, sowie den Lebensmittel Verkäufer/ innen sollten zuerst eine finanzielle Hilfe bekommen

Klaro777
Klaro777
Neuling
2 Tage 7 h

Ganz ein schlauer!!!

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
2 Tage 6 h

Du liegst TOTAL falsch: Ärzte, Krankenpfleger und Lebensmittelverkäufer dürfen sehr wohl arbeiten und bekommen ja ihr Gehalt – die brauchen keine zusätzliche finanzielle Hilfe.

Es sind die zahlreichen Freiberufler, Handwerker und Kleinunternehmer, die nicht arbeiten dürfen, kein Einkommen haben und dennoch ihre Familien ernähren müssen. Ihnen soll DRINGEND eine finanzielle Hilfe zukommen!

irgendwer
irgendwer
Grünschnabel
2 Tage 13 h

die sollen schon selber für liquidität sorgen ….
die bekommen nie genug ….
immer größer und mehr betten ….
und wir sollten zu hause bleiben oder auswandern !!!!
AUSVERKAUFTE HEIMAT !!!!!!

Klaro777
Klaro777
Neuling
2 Tage 7 h

Leider sind manche Kommentare noch nicht ausverkauft😂😂😂

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
2 Tage 13 h

Es geht allen gleich aber ihr seits immer die ersten die Jammern, schnallt den Gürtel Mal enger ,es tut euch sicher gut

koenig Ludwig
2 Tage 12 h

Wär vernünftiger wenn Sie erst ihre Ferraris Porsche usw verkaufen würden die Herren Hoteliers! Schlimmer wie die Bauern. Die Angestellten im Stich lassen, hauptsach jammern. I Jammer auch nicht mit meinen 5 Angestellten! i geb alles das Sie über die Runden kommen!

Klaro777
Klaro777
Neuling
2 Tage 7 h

Neid?!?!

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
2 Tage 11 h

Ich würde mich schämen, jetzt zu fordern. Hoteliers wollen immer größer, noch mehr und das meiste von öffentlicher Hand ?
Hätten gewisse Hotels früher zugesperrt, hätten wir jetzt nicht diesen Schlamassel

Klaro777
Klaro777
Neuling
2 Tage 7 h

Dürfen ja nur die anderen fordern!!

Anderrrr
Anderrrr
Superredner
2 Tage 12 h

Jo miasnse holt in leasing bmw tesla zruggebn und a ondern lebensstil inschlogn. Olm höher olm gröser
Und iatz jammern ….
Es gib leit des letzer geat

Klaro777
Klaro777
Neuling
2 Tage 7 h

Möchtest mal mitfahren?

monia
monia
Tratscher
2 Tage 12 h

Einige jammern jetzt noch über den OVERTOURISM! Aber schaut Euch doch mal um was ohne Tourismus jetzt los ist – und ich verspreche Euch auch ohne Ausgangssperre wäre es in vielen Tälern ziemlich genauso wie jetzt! Denn ohne TOURSIM ist alles OVER!

Und die jetzt immer noch über den Tourismus schimpfen sollen doch einfach mal ein Hotel jetzt pachten oder gleich kaufen! Bin überzeugt, dass das Angebot an Konkursmasse ab dem Sommer sehr groß wird! Einfach mal selber probieren, ersteigern und testen! 😉

Klaro777
Klaro777
Neuling
2 Tage 8 h
Eines möchte ich mal klar stellen: das Niveau der Kommentare sinkt immer mehr! Schämen würde ich mich solche Kommentare zu geben. Der Virus scheint auch den Verstand mancher Leute zu treffen. Ohne Arbeitgeber keine Arbeitnehmer. Alles ist ein Kreislauf und indirekt ist jeder von einander abhängig. Was die Bauern betrifft: zahlt erst mal Steuern, dann können wir weiter reden. Nicht nur Subventionen kassieren und sich dann noch beklagen. Und den Arbeitnehmern möchte ich mal sagen: maulen, wenn Gastwirte auf Personal aus dem Ausland angewiesen ist, aber Herr und Frau Südtiroler sind sich ja zu fein für das Gastgewerbe. Ich kann… Weiterlesen »
Faktenchecker
Faktenchecker
Superredner
2 Tage 7 h

Leider viele russische Trolls hier um Europa zu destabilisieren.

aufpasser
aufpasser
Grünschnabel
2 Tage 12 h

es gibt jetzt andere Probleme denkt mal nach.

tom
tom
Superredner
2 Tage 9 h

Für diejenigen, die in den letzten Jahren ein Hotel gekauft oder übernommen haben, ist es logischerweise Scheisse. Aber die, die nur investiert haben, um ja nicht Steuern zahlen zu müssen, tun mir nicht leid

Klaro777
Klaro777
Neuling
2 Tage 7 h

Und nur mal so beiläufig erwähnt: es gibt Selbstständige, welche Kinder haben und nun Erziehung und Arbeit unter einen Hut bringen müssen. Aber manch Arbeitnehmern scheint ja schon die Kindererziehung über den Kopf zu wachsen. Warum habt ihr dann überhaupt Kinder? Damit man in den Sommerferien in den Urlaub fahren kann und die Kinder Dann im Miniklub abgeben kann. Einfach nur noch peinlich… mit nichts zufrieden und immer sind es die anderen.

hoffnung
hoffnung
Tratscher
2 Tage 10 h

Alle mal ruhig bleiben. Wenn Ihr euch gegenseitig die Köpfe einhaut, lacht euch das Corona Virus ja noch aus.

Peppo82
Peppo82
Neuling
2 Tage 7 h
Ja den in Notgeratenen helfen ist richtig aber jeder Fall sollte bevor Steuergelder fliessen genau geprüft werden den auch jeder Arbeitnehmer muss EVE oder ISEE machen bevor er etwas bekommt. Den es kann nicht sein das es so gemacht wird wie damals mit den Banken, in den guten Zeiten die grossen Gewinne einstecken und in den schlechten soll der Steuerzahler jegliche Verluste ersetzen! Ein Unternehmer muss auch selbst verantwortung übernehmen für sein tun und auch HAFTEN zuerst auch mit seinem Privatvermögen. Und wenn Steuergeld gegeben wird dann muss auch bitte geschaut werden das die Arbeitsplätze alle erhalten werden sonst könnt… Weiterlesen »
Semmel
Semmel
Neuling
2 Tage 8 h

Schliesst bitte diese kommentarforen!!
Des isch wirklich lei mehr wiederlich

Klaro777
Klaro777
Neuling
2 Tage 7 h

Nur noch zum Lachen!!! Was ist denn das größere Problem: dass die Hoteliers fordern oder die Kinder, welche nun 24/7 betreut werden müssen.

Gudrun
Gudrun
Tratscher
1 Tag 21 h

Diese Loby hat das einheimische Personal ausgenutzt bis zum geht nicht mehr— dann auf ausländischen Personal gesetzt—— und diese fordern finanziele Hilfe??!!! Jahrzehnte Beiträge für noch mehr Zimmer , Wellnessanlagen kasiert!!!

Gudrun
Gudrun
Tratscher
1 Tag 20 h

Diese sollten jetzt auch vom Ausland Hilfe anfordern;die meisten hatten auch nur ausländische Arbeitskräfte und diese haben natürlich auch das Geld in Ausland gebracht !!

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