Unmut bei Schönheitspflegern über jüngste Verordnung

“Ihr nehmt uns den letzten Sauerstoff”

Dienstag, 22. Dezember 2020 | 12:22 Uhr

Bozen – Südtirols Schönheitspfleger reagieren mit großem Unmut auf die letzte Verordnung des Landeshauptmanns hinsichtlich der Schließung ihrer Betriebe zwischen 24. Dezember 2020 und 6. Januar 2021. “Diese Entscheidung ist für uns in keinster Weise nachvollziehbar”, betont Schönheitspflegeobfrau im lvh Karin Ploner.

Es ist bereits das dritte Mal, dass das Coronavirus die Schönheitspflegeberufe mit voller Wucht trifft. Damit geraten viele kleine Südtiroler Salons erneut in Schwierigkeiten. Die zweiwöchige Schließung, die mit der jüngsten Landesverordnung einhergeht, sorgt für große Enttäuschung und erneuten Ärger unter den Schönheitspflegern. Karin Ploner, Obfrau der Berufsgemeinschaft im lvh spricht klare Worte: “Wir haben in den letzten Wochen bewiesen, dass unsere Arbeit sicher ist. Die ohnehin schon in unserem Sektor vorgeschriebenen Hygienevorschriften wurden nochmal verschärft, um unsere Dienstleistungen ausführen zu können. Nun nimmt man uns den letzten Sauerstoff. Weitere zwei Wochen schließen zu müssen, ist untragbar. Auf diese Weise werden unsere Betriebe und damit auch unsere Mitarbeiter und Familien in den finanziellen Ruin getrieben. Und außerdem: warum dürfen Dienstleistungen im Körperpflegebereich in Hotels angeboten werden? Das ist weder fair noch logisch nachvollziehbar.“

Ebenso schließen müssen im Sektor Handwerk zwischen 24. Dezember 2020 und 6. Januar 2021 die Nagel- und Tattoostudios, Konditoreien und Eisdielen. „Mir ist durchaus bewusst, dass wir aus gesundheitlicher Sicht in einer heiklen Situation stecken. Ebenso heikel ist allerdings die wirtschaftliche Lage zahlreicher kleiner Betriebe, welche seit nunmehr einem Jahr unter den immensen Lockdown-Auswirkungen leiden. So hat es u.a. auch die Mietwagenunternehmer, Eventdienstleister, den gesamten Medienbereich sowie die Skiservicetechniker besonders hart getroffen. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Unternehmen dem Coronavirus komplett zum Opfer fallen. Die erneuten Zwangsschließungen müssen unbedingt finanzielle Unterstützungsmaßnahmen zur Folge haben, ansonsten sehe ich für viele schwarz“, befürchtet lvh-Präsident Martin Haller.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "“Ihr nehmt uns den letzten Sauerstoff”"


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Jesus_Official
Jesus_Official
Grünschnabel
30 Tage 23 h

Schönheitspflegern ist der Sauerstoff schon viel früher ausgegangen.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
30 Tage 23 h
Hallo nach Südtirol, die Hobbykomödianten mit gesichertem Einkommen werden sich über die “Schönheitspfleger” köstlich amüsieren, sind aber auch Leute die morgens auf eigene Kosten und Risiko aufstehen, hart arbeiten und den Steuersack füllen . Viele Branchen haben jeden Vorschriftenirrsinn mitgemacht und hektarweise Plexiglas verbaut, die Läden wegen Abstand und Fläche umgestaltet und als Dank gibt es den Lockdowntritt in den Hintern. Die eingenommenen Gelder aus den Salons fehlen selbstverständlich im Wirtschaftskreislauf und, das wird die Sozialkassengesegneten auf ihrem Diwan interessieren, auch im Steuersack. Es geht nicht um die “um die paar Tage”, es geht um die Hauptumsatzzeit vor Weihnachten, ist… Weiterlesen »
was bin ich
was bin ich
Grünschnabel
30 Tage 23 h

Jetzt werden wohl weniger Schöne rumlaufen.

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
30 Tage 22 h

wieso derf a hotel eigentlich offe holten?
isches sem net gfährlich😳

Techno Guy
Techno Guy
Grünschnabel
30 Tage 20 h

Alle gesund und dann werden wir aber wirtschaftlich tot sein.

giovanocci
giovanocci
Grünschnabel
30 Tage 23 h

Unsere gewählten Politiker machen die Situation noch schlimmer durch ihre “südtiroler wege”

Was soll das??

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