Bolívar-Scheine (Archivbild)

Inflation in Venezuela 2025 auf 475 Prozent gestiegen

Freitag, 06. März 2026 | 17:28 Uhr

Von: APA/AFP

Die Verbraucherpreise in Venezuela haben laut jüngsten Zahlen im vergangenen Jahr massiv zugelegt. Die Inflation schoss um 475 Prozent in die Höhe, zeigen am Freitag veröffentlichte Zahlen der venezolanischen Zentralbank. 2024 hatte die Teuerung um 48 Prozent zugelegt. Es war die erste Veröffentlichung aktueller Inflationsdaten der Zentralbank seit November 2024.

Die Verschärfung der US-Sanktionen gegen Venezuela hatte die Wirtschaft des Landes im vergangenen Jahr schwer getroffen. Im vergangenen Jänner hatten die USA den linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem Militäreinsatz in Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht.

Bolívar praktisch wertlos

Venezuelas landeseigene Währung, der Bolívar, ist praktisch wertlos, daher wird der Dollar als Ersatzwährung genutzt. Die US-Sanktionen schränkten den Fluss von Dollar in das südamerikanische Land ein, wodurch die Preise von Gütern und Dienstleistungen in die Höhe schnellten. Ende 2025 warnten Ökonomen, dass Venezuela an der Schwelle zur Hyperinflation stehe. Seit der Entmachtung Maduros hat die US-Regierung die Sanktionen wieder gelockert.

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