Von: mk
Bozen – 2027 endet die aktuelle Planungsperiode der meisten EU-Programme – bereits jetzt ist es also nötig, die ersten Schritte für die Planungsperiode 2028 bis 2034 zu setzen. Das Interreg Italien-Österreich-Programm hat am 29. April damit begonnen: Die “Task Force 2028+” hat sich erstmals in Bozen getroffen.
“Die Task Force befasst sich mit den aktuellen Herausforderungen im Grenzraum und wie man diese angehen kann. Sie stellt damit sicher, dass Projekte gefördert werden, die unseren Alltag vor Ort spürbar verbessern und gleichzeitig den längerfristigen europäischen Zielen gerecht werden”, erläutert Europalandesrätin Magdalena Amhof.
Seit mehr als 35 Jahren fördert Interreg den Austausch und gemeinsame Projekte über Staatsgrenzen hinweg. Zu den beteiligten Gebieten gehören das Land Südtirol, die italienischen Regionen Venetien und Friaul-Julisch Venetien sowie die österreichischen Länder Tirol, Kärnten und Salzburg.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Partnerregionen des EU-Kooperationsprogramms sind in der Landesabteilung Europa in Bozen zusammengekommen. “Die langjährige und bewährte Partnerschaft bildet das Fundament für die nun beginnende Planungsphase”, betont Martha Gärber, die Direktorin der Abteilung Europa und Verwaltungsbehörde des Interreg Italien-Österreich-Programms.
Die künftige Planung baue auf bewährten Strategien auf, ein wichtiger Pfeiler des Programms sei beispielsweise der CLLD-Ansatz (Community-Led Local Development) zur lokalen Entwicklung. Seit 2014 werden Projekte nicht zentral ausgewählt, sondern direkt von den Akteuren und Akteurinnen in den Grenzregionen initiiert. Diese aktive Einbindung der Bevölkerung ermöglicht nachhaltige Lösungen, die gezielt auf die konkreten Bedürfnisse vor Ort eingehen.
In der Auftaktsitzung hat sich die Arbeitsgruppe, die sogenannte “Task Force”, zunächst auf organisatorische Abläufe, die Arbeitsweise und die ersten strategischen Leitlinien konzentriert. “Wir agieren heute in einem sich schnell ändernden Umfeld”, erklärt Gärber, “deshalb ist es entscheidend, ein Programm zu entwickeln, das sowohl Stabilität bietet als auch flexibel auf neue Herausforderungen reagieren kann.”
Um sicherzustellen, dass die künftigen Kooperationsprojekte das Potential des Grenzraums bestmöglich nutzen, legt die Task Force großen Wert auf Transparenz und Beteiligung. Im Laufe des Planungsprozesses sind verschiedene Befragungen geplant, damit Interessenvertretungen, regionale Institutionen und die Zivilgesellschaft ihre Anliegen aktiv in das neue Programm für den Zeitraum nach 2028 einbringen können.




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