15 aus Teilnehmer Südtirol und zwei aus dem Piemont

Italienische Nationalmannschaft für Berufs-WM vorgestellt

Samstag, 06. April 2019 | 11:53 Uhr

Bozen – Das Team für die WorldSkills Kazan steht fest. 17 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer werden sich im August mit der Weltelite messen. Heute hat der lvh die WM-Mannschaft für Italien erstmals offiziell vorgestellt.

Sie sind jung, hochmotiviert und verfolgen ein gemeinsames Ziel: eine Medaille bei der Berufs-Weltmeisterschaft von 22. bis 27. August 2019 im russischen Kazan zu erlangen. Für Italien gehen insgesamt 17 Teilnehmer an den Start: 15 aus Südtirol und zwei aus dem Piemont. „Berufswettbewerbe sind eine sehr wertvolle Investition in die Ausbildung der Jugendlichen. Obwohl andere Länder in doppelter Teamstärke und mit millionenschwerem Budget auf Titel- und Medaillenjagd gehen, hat Südtirol seit seiner ersten Teilnahme im Jahr 1997 immer wieder mit tollen Ergebnissen geglänzt. Darauf dürfen wir stolz sein“, betonte die Landesobfrau der Junghandwerker Jasmin Fischnaller bei der heutigen Pressekonferenz. Das diesjährige WM-Team besteht aus elf Handwerkern sowie einem Kandidat für die Servierfachkräfte, für die Hotel Rezeptionisten, für die Köche, für die SozialbetreuerIn und für die Landschaftsgärtner (letztere treten im Zweierteam an). „Mit der Teilnahme zeigen wir, was unsere Fachkräfte können und wie sehr Lehrberufe für junge Menschen attraktiv sind. Umso wichtiger ist es, begabte und leistungswillige junge Leute zu fördern und zu unterstützen“, untermauerte der offizielle WorldSkills Italy Delegierte Gert Lanz.

Unverzichtbar für Südtirols Wirtschaft

Die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen solcher Wettbewerbe erläuterte swr-Präsident Hannes Mussak: „Durch die Teilnahme an den WorldSkills zeigen wir nicht nur den Ausbildungsgrad unserer Jugend, sondern auch das Qualitäts- und Leistungsbewusstsein unseres Landes. Von den Erfolgen, die bei den letzten Berufsolympiaden erlangt wurden, haben sowohl die Teilnehmer als auch die Arbeitgeber profitiert.“ In dieselbe Kerbe schlug auch der deutsche Bildungsdirektor Gustav Tschenett, welche die vorbildhaften Leistungen der Südtiroler Nachwuchskräfte lobte:  „Durch die Teilnahme an der Berufs-WM machen wir junge Talente in den Berufsschulen und Betrieben sichtbar und stärken das Image der Lehrberufe.“

Kazan 2019: Herausforderungen und Ziele

Bis zum Anpfiff der Berufs-WM am 22. August stehen noch einige Monate bevor. Dennoch gilt es bis dahin, weiterhin eifrig zu trainieren und sich bestens vorbereiten. „Die Konkurrenz wird immer härter. In engen Zeitfenstern müssen anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden, die alles berufliche Können abverlangen und mentale Stärke und Teamgeist erfordern“, weiß der technische WorldSkills Italy Delegierte Thomas Pardeller. „Unterstützt von erfahrenen Fachexperten, Ausbildern und Lehrherren sowie auch Familien und Freunden arbeiten die jungen Mädchen und Burschen auf das große Event hin. Ich bin zuversichtlich, dass jeder Einzelne sein Bestes geben wird und danke vor allem den Fachexperten und Lehrherren, welche die Jugendlichen in mehrtägigen Trainings darauf vorbereiten“. Die Fachexpertin der Floristen Maria Steinmair blickt dem Wettbewerb zuversichtlich entgegen: „Die Teilnahme an diesem Wettbewerb hat einen großen Einfluss auf die berufliche und private Entwicklung der Kandidaten. Wichtig ist mit Motivation und Begeisterung dabei zu sein.“ Matthias Grunser, welcher für die Zimmerer an den Start geht und für alle WM-Teilnehmer sprach, erklärte: „Jeder von uns trainiert hart und erhält mentale Unterstützung von allen Seiten. Wir werden versuchen, unsere Fans nicht zu enttäuschen.“

Träger der WM-Teilnahme Südtirols

Die Teilnahme des Teams Italy bei den WorldSkills Kazan wird gefördert durch die Autonome Provinz Bozen, den Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister lvh.apa, die Südtiroler Gärtnervereinigung, den Südtiroler Bauernbund, die Südtiroler Gastlichkeit, den HGV, Bilaterale Körperschaft für das Handwerk, Südtiroler Tourismuskasse und rund 50 Sponsoren aus der Privatwirtschaft. Stellvertretend für die Partner war HGV-Vizepräsident Gottfried Schgaguler anwesend, der dem Team viel Erfolg wünschte: „Ein Sieg kommt nicht von allein. Es bedarf an Energie und Kraft, um gewisse Ziele zu erreichen. Auf jeden Fall lohnt es sich für solche Siege zu kämpfen.“

Einige Facts zu den WorldSkills

Die Berufs-Weltmeisterschaft „WorldSkills Competitions“ findet alle 2 Jahre an wechselnden Austragungsorten statt. An WorldSkills werden Meisterschaften in 50 verschiedenen Berufen durchgeführt. Wettkämpfe werden ausgetragen, wenn mindestens 12 Länder Teilnehmende nominieren.

Durchgeführt wird die Meisterschaft von WorldSkills International, einer Trägerschaft, in der 77 Nationen vertreten sind. Als Teilnehmende sind junge Berufsleute bis 22 Jahre zugelassen. Sie können nur einmal an WorldSkills mitmachen.

WorldSkills Kazan 2019

·         Über 1.500 Kandidaten

·         Aus 77 Nationen

·         In 56 Berufen

·         Bis zu 200.000 Besucher

Erste Weltmeisterschaften in Russland 

Die 45. WorldSkills Competitions werden 2019 in Kazan durchgeführt. Kazan ist die Hauptstadt der Autonomen Republik Tatarstan, die zur Russischen Föderation gehört. International bekannt wurde die Stadt mit der Wahl zum Austragungsort der Fussball-WM 2018. Sie liegt rund 800 km östlich von Moskau.

 

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Italienische Nationalmannschaft für Berufs-WM vorgestellt"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Seppl123
Seppl123
Tratscher
13 Tage 14 h

ha ha haha HAHAH *italienische*

Andreas
Andreas
Superredner
13 Tage 10 h

jo die 2 ausn Piemont 😂😂😂

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
13 Tage 10 h

Als kommen (fast) alle guten „italienischen“ Handwerker aus dem schönen Südtirol.
Nicht verwunderlich – mir sein die Beschtigschtn!!!
Handwerk hat Zukunft, wer etwas mit seinen Händen erschaffen kann, der kann sich glücklich schätzen und darf stolz sein!
Was täten wir ohne Handwerker? Wer baut das Haus oder fertigt die Möbel?
(Schöne Grüsse von einem nicht Handwerker)

Zugspitze947
Zugspitze947
Tratscher
12 Tage 9 h

Es gibt ja nur in Südtirol eine duale Berufsausbildung wie in den Nachbarländern ! Italia ist dazu unfähig ,obwohl Renzi das vor ca. 8 Jahren bei der Besichtigung der Luis Zuegg Berufsschule in Meran versprochen hat …… 🙁 Darum die hohe Jugendarbeitslosigkeit im Süden und die Auswanderung von jährlich ca. 160.000 jungen Italienern 🙁

Staenkerer
13 Tage 12 h

insre jungs und mädchen sein oanfoch spitze wos de herausforderung unbelong!
i und viele ondre, sein stolz auf de, de bis jetzt dabei worn und bsunders auf de, de obgsahnt hobn! ober a stolz auf de, de heuer de mumm und es können hobn, sicht der herausforderung zu stelln!
mochts guat! mir hebn de daumen!

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