Herausforderungen gemeinsam meistern

KI Forum der Dolomites Area Small Industry in Bozen

Donnerstag, 29. Januar 2026 | 10:57 Uhr

Von: luk

Bozen – Wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktioniert und wie dadurch gemeinsam konstruktive Ansätze gefunden werden können, um auf die zahlreichen Herausforderungen richtig zu reagieren: dies wurde kürzlich bei einer Veranstaltung der „Dolomites Area Small Industry“ am Sitz der Microgate GmbH in Bozen deutlich, die vom Komitee der Kleinunternehmer im Unternehmerverband Südtirol unter der Leitung des Vorsitzenden Stefan Barbieri organisiert wurde.

Seit mehr als zehn Jahren arbeiten die Gruppen der Kleinunternehmen in der Dolomitenregion mittlerweile zusammen – dabei sind, neben dem Unternehmerverband Südtirol, die Industriellenvereinigung Tirol sowie die Industriellenvereinigungen von Trient, Belluno, Udine, Verona und Vicenza. „Der regelmäßige Austausch über die Grenzen ist immer wieder bereichernd, die Herausforderungen sind für die Klein- und Mittelunternehmen in der Alpenregion ähnlich. Künstliche Intelligenz ist eines der zentralen Themen für unsere Unternehmen, weshalb wir die letzte Veranstaltung ganz diesem Thema gewidmet haben“, betonte Stefan Barbieri. Auch Markus Dax, Sprecher der KMU-Plattform der IV Tirol, betonte in seinen Grußworten die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Um künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen zu können, ist es grundlegend, dass man den vorhandenen Daten vertrauen kann. „Welche Daten haben wir, welche Daten können wir sammeln: diese Frage steht am Anfang“, betonte Riccardo Zorzoni, Head of Artificial Intelligence bei Würth Italia. In seinem Vortrag zeigte er auf, dass das Thema KI in der Unternehmenskultur klar verankert sein muss. Bei Würth Italia ist deshalb der Verantwortliche für KI zugleich Mitglied der Geschäftsleitung. „Künstliche Intelligenz muss dazu dienen, die Möglichkeit zu schaffen, sich Tätigkeiten widmen zu können, die einen höheren Mehrwert haben“, so Zorzoni.

Federico Giudiceandrea, Präsident der MiCROTEC aus Brixen, ging in seinem Vortrag auf die Ursprünge der KI ein und wie sie in seinem Unternehmen über die Jahre erfolgreich zum Einsatz kommt: „KI bedeutet, Technologie als präzises Werkzeug zur Effizienzsteigerung zu nutzen, jedoch nicht, auf eine „Wundermaschine“ zu hoffen, die menschliches Denken ersetzt.“

Die Brüder Roberto und Vinicio Biasi, Gründer der Microgate GmbH, führten die knapp 50 Gäste durch ihr Unternehmen. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer:innen von der Konstruktion des Sekundärspiegels für das größte optische Teleskop der Welt, des derzeit in der Atacama-Wüste in Chile gebaut wird. „Ein beeindruckendes Beispiel für Know-how und High-Tech Innovation aus der Alpenregion, das weltweit gefragt ist und zum Einsatz kommt“, unterstrich Barbieri.

Bezirk: Bozen

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